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Teltow-Fläming Zwei Dutzend Baustellen in der Region
Lokales Teltow-Fläming Zwei Dutzend Baustellen in der Region
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13:44 15.02.2017
Die Endlos-Bauarbeiten an der B 101, der Ortsumfahrung Thyrow, gehen auch in diesem Jahr weiter. 2018 sollen sie abgeschlossen sein – mit zwölf Jahren Verspätung. Quelle: Peter Degener
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Potsdam

157 Baumaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen gibt es in diesem Jahr im Land Brandenburg, 25 der Baustellen liegen in der Region Dahmeland-Fläming. Das geht aus einer Aufstellung des Landesbetriebs Straßenwesen hervor.

Die Vorhaben reichen von der Fortführung größerer Arbeiten an Autobahnen bis zur Sanierung von Ortsdurchfahrten, die im Rahmen des 100-Millionen-Euro-Programms für Landesstraßen durchgeführt werden. Das Infrastrukturprogramm der Landesregierung läuft bereits seit 2015. Aus diesem Topf werden die Arbeiten am Bahnübergang in Altgolßen und an der Ortsdurchfahrt Blankenfelde-Mahlow finanziert; in verschiedenen Planungsstadien befinden sich Bauarbeiten in Dahlewitz und Zeuthen.

Fachliche und verkehrspolitische Kriterien

„Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird maßgeblich zur Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse im Land Brandenburg beitragen“, ist man im zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen überzeugt. Grundlage für die Zusammenstellung der Projektliste des 100 Millionen Euro schweren Programms sind fachliche und verkehrspolitische Kriterien. Dabei wurde nach dem Grad der Straßenschäden, dem Verkehrsaufkommen und dem jeweiligen Planungsstand entschieden. Es werden nicht nur umfangreiche Arbeiten wie der grundhafte Aus- oder Umbau von Durchfahrten und Knotenpunkten durchgeführt, sondern auch die Behebung kleinerer Schäden an der Asphaltdecke. Rund ein Fünftel der 5700 Kilometer Landesstraßen führen durch Ortschaften, 60 Prozent dieser Durchfahrten sind in besorgniserregendem Zustand, es besteht laut Infrastrukturministerium „besonderer Handlungsbedarf“. 22,5 Millionen stehen in diesem Jahr zu dessen Deckung aus dem Landesprogramm zur Verfügung.

Vorgesehen sind auch Arbeiten an den Bundesstraßen. Die schon seit 2009 bestehende Baustelle an der Ortsdurchfahrt Dahme steht weiterhin auf der Liste der aktuellen Maßnahmen, auch in Jüterbog und Thyrow wird weiter gebaut – weil der vierspurige Ausbau der Bundesstraße erst Ende 2018 mit mehr als zwölf Jahren Verspätung erfolgen wird, will der Kreis Teltow-Fläming einen Wartebonus in Millionenhöhe erstreiten (die MAZ berichtete). Neu sind die Arbeiten bei Trebbin und Luckenwalde sowie der B246 zwischen Mittenwalde und Gallun. Die Bundesstraßen in der Region sind überwiegend in einem guten Zustand. Bei der jüngsten Bewertung der Fahrbahnen erreichten mehr als drei Viertel gute und sehr gute Noten – rund 20 Prozent wurden als schlecht und sehr schlecht eingestuft.

Schäden durch sogenannten Betonkrebs haben zugenommen

Noch besser stehen die Autobahnen da. Fast 90 Prozent des etwa 9800 Kilometer umfassenden Streckennetzes waren bei der jüngsten umfassenden Überprüfung in einem guten Zustand. Seitdem haben allerdings die Schäden durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR), umgangssprachlich als Betonkrebs bekannt, deutlich zugenommen. Bei 125 Kilometern Autobahn-Strecke sind die irreparablen Schäden bereits sicher nachgewiesen, auf weiteren 150 Kilometern besteht der Verdacht auf AKR. Für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen sind bis 2023 Aufwendungen von etwa 180 Millionen Euro geplant. Aktuell stehen Betonkrebs-Bauarbeiten auf der A 13 an, zwei Bauabschnitte sollen realisiert werden. Zudem müssen die A10 zwischen Rangsdorf und Michendorf sowie die A113 an verschiedenen Stellen saniert werden.

Neben der Erneuerung von Deckschichten auf Bundes- und Landesstraßen und der Sanierung von Autobahnen stehen 2017 der Neubau von Radwegen und die Instandsetzung von Brücken auf dem Plan. Die meisten Bauarbeiten sind von langer Hand geplant, umfangreiche Abstimmungen mit diversen Behörden sind im Vorfeld nötig.

Insgesamt verfügt der Landesbetrieb Straßenwesen in diesem Jahr über ein Budget von 450 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für Investitionen und den Straßenbetrieb. Das sind 50 Millionen Euro mehr als geplant.

Von Saskia Kirf

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