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Teltow-Fläming Hospiz erhält zwei Kunstwerke
Lokales Teltow-Fläming Hospiz erhält zwei Kunstwerke
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20:23 20.12.2018
Die Sommerwiese von Emily Pütter (oben links) hängt nun im Treppenhaus des Hospizes. Mitglieder des Rotary-Clubs kamen zur Vorstellung der Werke.
Luckenwalde

Sie passen zu diesem Haus und sie passen in dieses Haus. Am Donnerstag wurden zwei passgenaue Kunstwerke im gerade erst ein Jahr alten Hospiz in Luckenwalde der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Unterstützung des Rotary-Clubs Kloster Zinna und des Luckenwalder Hospizvereins konnten Emily Pütter aus Oehna und Karsten Wittke aus Baruth ihre völlig unterschiedlichen Werke herstellen, die nun ihren passenden Platz im Hospiz gefunden haben.

Sommerwiese im Treppenhaus

An der großen Wand im Treppenaufgang hängt nun ein breites Gemälde von Emiliy Pütter. Es zeigt eine Sommerwiese mit den unterschiedlichsten Gräsern und Blüten. Das Original hat sie wirklich vor ihrem Haus hat wachsen lassen. Entsprechend war auch der Malstil. „Ich habe die Leinwand mit Gräsern gehauen“, berichtete sie. Dabei hat sie unterschiedliche Materialien benutzt wie Öl, Acryl, Kohle und Kreide, die mehrere Schichten bilden.

Karsten Wittke stellt sein Glaskunstwerk „Entfernte Berge“ im Raum der Stille vor. Quelle: Hartmut F. Reck

Ganz anders das Werk von Karsten Wittke: Es ist ein buntes Glasfenster im Raum der Stille. Es ist mitten vor dem normale Fenster installiert worden und teilt das Sichtfeld in drei Teile – ähnlich einem Triptychon. Links: die Außenwelt, in der Mitte: das gläserne Kunstwerk und rechts: wieder die Außenwelt. Das Motiv des Glaskunstwerks gehört zu Wittkes Reihe „Entfernte Berge“, von der schon einige Glasgemälde in Glashütte hängen. Mit finanzieller Unterstützung der Rotarier konnte Wittke eine Woche lang in den bekannten Derix-Glasstudios in Taunusstein sein Werk in einem technisch aufwendigen wie künstlerisch herausfordernden Verfahren herstellen. Dabei wurde das Glas bemalt, zugeschnitten, geätzt, lackiert und schließlich gebrannt. In den Derix-Studios hat schon der bedeutendste deutsche Gegenwartsmaler Gerhard Richter gewirkt und seine Kirchenfenster für den Kölner Dom geschaffen.

Monumentale Ereignislosigkeit

Das Luckenwalder Hospizfenster zeigt eine von Zentralasien inspirierte Landschaft von „monumentaler Ereignislosigkeit“, wie Wittke bei der Vorstellung sagte. Mit dem irdischen Material Glas wurde eine Metapher für Transzendenz geschaffen, eine Collage von Elementen wie rote Erde, gelbe Steppe, grüne Weide, blaues Wasser und im Abendlicht lila beschienene Berge.

Das Ende eines langen Weges

„Diese Kunstwerke tragen dazu bei“, sagte Hospizvereinsvorsitzender Ullrich Fleck, „was wir hier in diesem Haus wollen.“ Der Rotarier und Chefarzt am DRK-Krankenhaus würdigte als Initiator der künstlerischen Ausgestaltung des Hospizes, dass damit dem Charakter des Hauses voll entsprochen werde. „Die Wiese auf dem Gemälde stellt das Leben und seine vielen Etappen dar und die Bergspitzen der Glasinstallation das Ende eines langen Weges.“

Von Hartmut F. Reck

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