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Zwei-Meter-Eiffelturm aus Streichhölzern

Hobbybastler in Trebbin Zwei-Meter-Eiffelturm aus Streichhölzern

Der pensionierte Ofen- und Kaminbauer Siegfried Schaldach hat schon wieder ein neues Bauwerk errichtet. Dieses Mal ist es der Pariser Eiffelturm im Miniaturformat, den er nach seinen eigenen Vorstellungen ein wenig verändert hat. Der Turm ist zwei Meter hoch und soll in verschiedenen Trebbiner Einrichtungen ausgestellt werden.

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Siegfried Schaldach ist ein Bastleraus Leidenschaft.

Quelle: Margrit Hahn

Trebbin. Siegfried Schaldach hat den Pariser Eiffelturm nachgebaut. Der Zwei-Meter-Turm ist längst nicht sein erstes Bauwerk. Der Trebbiner Heimatverein hatte ihn vor Jahren gebeten, eine Mini-Wassermühle zu bauen. Da ihm diese so gut gelang, forderten ihn sein Sohn Markus Schaldach und dessen Kompagnon Frank Schröter auf, den Löwendorfer Turm nachzubauen, an dem ihre Dachdeckerfirma maßgeblich beteiligt war. Inzwischen steht die Miniaturausgabe vom Löwendorfer Aussichtsturm im Gemeindezentrum des Ortes.

Eiffelturm-Modell in Beleuchtung

Eiffelturm-Modell in Beleuchtung.

Quelle: Margrit Hahn

Als der pensionierte Kachelofen- und Kaminbauer im September vergangenen Jahres von Freunden ein kleines Modell des Eiffelturms aus Metall geschenkt bekam, hatte er schon beim Zusammenbasteln die Idee, etwas ähnliches nachzubauen. Aber nicht nur 35 Zentimeter hoch, sondern viel größer. Im Internet druckte er sich die Maße vom Pariser Eiffelturm aus und wusste sofort, was als Baustoff dafür in Frage kommt: Streichhölzer. „Das bot sich gerade zu an“, sagt der Trebbiner.

Er besorgte sich Zündhölzer unterschiedlicher Länge und begann im Oktober 2015 mit der Arbeit. Täglich nach dem Frühstück verzog er sich für zwei Stunden in die Werkstatt. Nach dem Mittagessen meistens noch einmal und abends, wenn er seiner Frau Anselma sagte, er müsse schnell mal raus, wusste sie, dass sie den Abend mal wieder allein im Wohnzimmer verbringen muss.

Für die Außenstreben verwendete er 27 Zentimeter lange Kaminhölzer, ansonsten Hölzer unterschiedlicher Länge. Er kaufte von jeder Sorte zehn Pakete à 50 Stück. Die roten Köpfe sägte er ab. Dafür fertigte er sich extra eine Schablone an, damit alle gleich lang sind und eine glatte Fläche entstand. „Wenn ich erst einmal anfange, gibt es kein Zurück“, sagt Siegfried Schaldach.

Im Internet bestellte er sich farbige Leuchten in Rot, Blau und weiß entsprechend der französischen Flagge. Wäre ja auch zu langweilig, wenn der Turm nicht auch blinken würde. Bei der Turmspitze (aus Hartriegel) hielt er sich nicht an das Original, die entstand nach eigenen Vorstellungen. Auf die Treppen verzichtete er, ansonsten hätte der Bau noch einige Monate in Anspruch genommen. Der Turm steht auf einer Acrylplatte, in der die Elektrik versteckt ist. Außerdem befinden sich an der Platte vier Rollen, so dass man den Turm bewegen kann.

„Ich war vor zehn Jahren mal auf dem Eiffelturm aber nur bis zur ersten Plattform. Wir waren damals zum Partnerschaftstreffen in Weil am Rhein und sind von dort nach Paris mit der Bahn gefahren“, berichtet Schaldach. Noch steht der zwei Meter hohe Turm in der Veranda des Wohnhauses. Aber schon bald soll er in verschiedenen Trebbiner Einrichtungen ausgestellt werden. Die Nachbarskinder durften schon mal einen Blick drauf werfen und waren der Ansicht: „Opa Schaldach, dit haste wieder gut gemacht!“

Siegfried Schaldach ist auch zufrieden. Die Proportionen stimmen, obwohl er ziemlich viel „nach Schnauze“ gemacht hat, wie er sagt. Der farbige Anstrich ist ihm gut gelungen und wenn dann noch die Lichter blinken, wird es so romantisch wie in der Stadt der Liebe. Damit fürs Fotos alles passt, borgte seine Frau Anselma eine französische Baskenmütze aus.

Eins steht fest, schon bald wird Siegfried Schaldach die nächste Idee in die Tat umsetzen. „Was das ist, steht noch in den Sternen“, sagt er lachend. Das seine Finger inzwischen nicht mehr so beweglich sind wie früher, hindert ihn nicht daran, sich wieder für eine filigrane Arbeit zu entscheiden.

Von Margrit Hahn

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