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Teltow-Fläming Zwei Neuzulassungen für Triebwerksbauer
Lokales Teltow-Fläming Zwei Neuzulassungen für Triebwerksbauer
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12:31 27.02.2018
André Sinanian, Geschäftsführer des MTU-Werks Ludwigsfelde. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Der Münchener Turbinenbauer MTU erweitert sein Werk im Industriepark Ludwigsfelde sowohl flächenmäßig als auch bei der Mitarbeiterzahl. In den kommenden beiden Jahren sind für den Standort der Maintenance Berlin-Brandenburg 30 Millionen Euro an Investitionen geplant, die Belegschaft soll von 710 Mitarbeitern auf die Rekordbeschäftigtenzahl 770 steigen. Bisher investierte der Konzern dort seit 1991 rund 200 Millionen Euro.

Ludwigsfelde ist europaweit der einzige MTU-Standort, an dem die in München montierten Triebwerke für den Militär-Airbus A 400-M vor der Auslieferung nach Spanien final getestet werden. Mehr als 90 dieser Triebwerke hatten nach MTU-Angabe 2017 das Werk verlassen. Der Ludwigsfelder Teststand feierte im Januar zehnjähriges Bestehen. Bis dahin waren darauf insgesamt 3250 Laufstunden absolviert worden; „eine Leistung, auf die die Testmannschaft zu Recht stolz sein kann“, sagt Geschäftsführer André Sinanian. Er erklärt, wofür die Investitionen und Erweiterungen nötig sind: Ende 2017 habe die MTU Ludwigsfelde Zulassungen für zwei weitere Triebwerksmuster erhalten – für die Wartung und Instandsetzung von Teilen der Niederdruckturbine PW 800 des Partners Pratt & Whitney sowie für die Teilereparatur des Getriebefans PW 1000 G.

Geschäftsführer André Sinanian am Triebwerksprüfstand im Industriepark. Die Ludwigsfelder sind das einzige europäische MTU-Werk, wo die Triebwerke vom Typ TP400-D6, die Antriebe für den Militär-Airbus A400M, getestet werden, bevor sie ans Airbus-Werk in Spanien geliefert werden. Quelle: Jutta Abromeit

„Damit steigt unser Flächenbedarf deutlich. Westlich vom bisherigen Betriebsgelände werden wir eine Logistikhalle mit 5000 Quadratmetern bauen“, so der Geschäftsführer. Zudem würden rund zwei Drittel der bisherigen Produktionsfläche im gesamten Betrieb umstrukturiert. „Damit können wir die Abläufe dann sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Materialeinsatz wesentlich effektiver gestalten“, erklärt der 47-Jährige. Zur Investitionssumme gehören auch neue Maschinen und der Ersatz kleiner Baugruppen.

Auf die MAZ-Frage, woher beim aktuellen Fach- und Arbeitskräftemangel all die Spezialisten kommen sollen, erklärt Sinanian: „Gegenwärtig haben wir insgesamt 40 Auszubildende und Werkstudenten. Davon übernehmen wir jedes Jahr möglichst alle Absolventen. Auch im vergangenen Jahr hatten wir allen zehn Azubis einen Arbeitsvertrag angeboten und sie übernommen.“ Des weiteren sei die Firma im Kontakt mit Universitäten und Hochschulen, so mit der Uni Cottbus, der Fachhochschule Wildau und der Technischen Universität Berlin. „Aber wir suchen unsere Arbeitskräfte natürlich auf allen Ebenen, auch wenn das zunehmend schwerer fällt. Wir sind in Schulen der Region ebenso präsent wie in den sozialen Medien“, sagt André Sinanian.

Ob Flughafen Schönefeld fertig wird, ist für MTU zweitrangig

Von anderen Standorten des Konzerns MTU seien zurzeit wenig Arbeitskräfte zu bekommen, weltweit seien alle Standorte auf Wachstumskurs, so Sinanian. Trotzdem bleibe es großes Ziel, die 60 neuen Mitarbeiter möglichst noch in diesem Halbjahr zu finden. Denn wegen der guten Auftragslage werde derzeit von 6 bis 22, an manchen Tagen bis 24 Uhr und zum Teil auch in drei Schichten gearbeitet. „Damit wir sowohl das als auch den Neubau und die Umstrukturierung meistern können, ist es nötig, den Standort Ludwigsfelde und die gesamte Region für Arbeitskräfte attraktiver zu machen“, erklärt der Manager. Dazu gehört für ihn unbedingt der öffentliche Personennahverkehr: „Die Infrastruktur rund um große Arbeitgeber ist eine ganz wichtige Rahmenbedingung.“ Ob und wann der neue Flughafen in Betrieb geht, sei für die MTU dabei unerheblich: „Wir brauchen vor allem den Frachtflughafen Halle/Leipzig und die großen Flughäfen in Frankfurt/Main und Amsterdam für unsere Transkontinental-Transporte.“

Von Jutta Abromeit

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