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Zwei Schulsozialarbeiter für die Grundschulen

Luckenwalde Zwei Schulsozialarbeiter für die Grundschulen

Der Schulsozialarbeiter Jens Bunk hat Verstärkung bekommen: Die Sozialpädagogin Cornelia Klein kümmert sich seit Jahresbeginn mit ihm zusammen um die drei Grundschulen in der Stadt.

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Cornelia Klein

Luckenwalde. Seit Jahresbeginn hat die Stadt Luckenwalde neben Jens Bunk eine weitere Schulsozialarbeiterin für ihre drei Grundschulen. Cornelia Klein (30) kümmert sich nun gemeinsam mit Jens Bunk um die soziale Betreuung und Begleitung der Erst- bis Sechstklässler. Die ausgebildete Erzieherin und Sozialpädagogin war zuvor im Luckenwalder Jugendclub „Treffpunkt 29“ tätig. „Fünfeinhalb Jahre haben wir um diese zusätzliche Stelle gekämpft, ich bin natürlich sehr erleichtert“, sagte Jens Bunk im städtischen Bildungsausschuss, „denn sich um 900 Kinder zu kümmern, ist schon eine Herausforderung.“

Als Alleinarbeiter für drei Schulen habe er bislang meist nur eine „Feuerwehr-Funktion“ ausüben und dort helfen können, wo es gerade am dringendsten war. „Die Zahl der dokumentierten Fälle ist gesunken“, bilanzierte Bunk, „aber die Vorfälle selbst sind krasser geworden.“ Schüler würden immer häufiger die „finale Lösung“ suchen, statt auf friedliche Konfliktlösung zu setzen. „Mit Frau Klein kann die Arbeit nur besser werden“, zeigt sich Bunk zuversichtlich.

Arbeitsteilung mit Rollentausch

Schwerpunktmäßig wird sich Jens Bunk künftig vor allem um die Friedrich-Ebert-Schule – die mit rund 400 Schülern größte Luckenwalder Grundschule – kümmern. Cornelia Klein bietet ihre Hilfe in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule (325 Schüler) und der Ernst-Moritz-Arndt-Schule (210 Schüler) an. „Aber wir tauschen natürlich auch die Rollen, wenn sich jemand lieber einer Frau oder einem Mann anvertrauen will“, sagt Cornelia Klein. Unterstützung soll insbesondere jenen Schülern zuteil werden, die sozial benachteiligt oder individuell beeinträchtigt sind.

Aufgrund der neuen personellen Situation wollen die Schulsozialarbeiter künftig ihre Präsenzzeiten an den Schulen verdoppeln. An der Ebert-Schule wird es an vier Tagen in der Woche einen Ansprechpartner geben, an der Jahn-Schule und der Arndt-Schule jeweils an zwei Tagen wöchentlich.

Auch nach Unterrichtsschluss ansprechbar

In den Schulen sollen feste Räumlichkeiten für die Sozialarbeiter gefunden werden, um optimale Beratungsgespräche und Vertraulichkeit zu gewährleisten und auch nach Unterrichtsschluss ansprechbar zu sein. „In der Arndt-Schule ist das derzeit noch ein Problem, aber wir arbeiten dran“, sagte Bunk.

Einmal im Monat gibt es künftig den „Angebots-Donnerstag“. „Wir beziehen die Schüler in unsere Aktivitäten ein“, erklärt Bunk. Angedacht sind Erlebnisse in der Fläming-Therme, im Kino, im Jugendclub „Go7“ oder in Sporteinrichtungen. Auch eine außerschulische Jugendbildungsmaßnahme im November in Dobbrikow steht auf dem Plan.

„Ein großes Problemfeld sind ja die Eltern, wie ist da die Zusammenarbeit?“, wollte Ausschussmitglied Heidemarie Migulla (Linke) wissen. „Die Eltern suchen zunehmend Kontakt“, sagte Bunk. „Wenn wir die Räume in den Schulen haben, ist das auch ein Anlaufpunkt für die Eltern“, versicherte Cornelia Klein.

Von Elinor Wenke

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