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Teltow-Fläming Zweite Elterninitiative fordert Abi-Chancen
Lokales Teltow-Fläming Zweite Elterninitiative fordert Abi-Chancen
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12:22 19.02.2018
Dirk Steinhausen (CDU), Kreistag Teltow-Fläming und Gemeindevertreter von Großbeeren Quelle: Hartmut F. Reck
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Großbeeren

Jetzt fordert eine zweite Eltern-Initiative im Norden des Kreises Teltow-Fläming eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Neben Ludwigsfelder Eltern, die sich wie berichtet mit einer solchen Forderung an die Stadtverordneten gewandt hatten, fordert nun auch Dirk Steinhausen aus Großbeeren im Namen einiger Eltern eine solche Schulform. Kinder aus Großbeeren, Ludwigsfelde und Blankenfelde-Mahlow sollen neben den platzmäßig begrenzten Gymnasien eine Chance haben, das Abitur abzulegen.

Steinhausen, der auch Kreistagsmitglied und Gemeindevertreter mit CDU-Mandat ist, gibt diese Erklärung ausdrücklich nicht als Kommunalpolitiker ab.„Für die Bildung unserer Kinder dürfen Parteizugehörigkeiten keine Rolle spielen“, erklärt er. Und er verweist auf regionale Gespräch zu dieser fehlenden Schulform aus den Jahren 2011 und 2013. Seine eigenen Kinder haben das Abitur inzwischen in Berlin und Teltow gemacht.

Steinhausen erklärt: „Der Landkreis ist für weiterführende Schulen zuständig, unter anderem dafür zahlen die Kommunen die Kreisumlage. Es kann doch nicht sein, dass Gemeinden wie Blankenfelde-Mahlow mit Gymnasien aus der Not heraus dem Kreis diese Pflicht abnehmen.“ In welchem der drei Nordkreis-Orte mit ähnlichen Sorgen solch eine Schule eingerichtet wird, das sei egal, so Steinhausen.

Für ihn muss angesichts der immer akuteren Schieflage zwischen Schülerzahlen und Abitur-Plätzen schnellstens der politische Wille erkennbar werden. „Denn bisher gab es immer nur Absichtserklärungen. Und auch die jüngste Schulentwicklungsplanung sieht eine solche Schule wieder nicht vor“, sagt Steinhausen. Das Versäumnis sieht er auch beim Land, das habe viel zu lange nur mit Durchschnittswerten für Brandenburg gearbeitet, die Realität mit ihren Extremen in berlinnahen und berlinfernen Regionen aber unberücksichtigt gelassen.

Wie ebenfalls berichtet, erwägen die Bürgermeister der drei Zuzugsorte   – darunter die beiden bevölkerungsreichsten Kommunen im Kreis  – die Bildung eines gemeinsamen Schulzweckverbandes für eine solche Gesamtschule; die Schülerzahlen jeder Gemeinde würden dafür nicht reichen.

Von Jutta Abromeit

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