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Zwischen Ablehnung und Zuversicht

Dahmeland-Fläming Zwischen Ablehnung und Zuversicht

Die Bürgermeister aus den Kreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald stehen der Kreisfusion teils mit Ablehnung, teils mit Zuversicht gegenüber. In beiden Kreisen überwiegt aber die Meinung, dass beide besser allein bleiben sollten. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber bringt ihre Stadt gleich mal als Kreisstadt ins Spiel.

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Michaela Schreiber

Quelle: Stadt Zossen

Dahmeland-Fläming. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B): „Wenn es einen Zusammenschluss geben soll, dann liegt die Fusion von Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald auf der Hand. Beide Landkreise sind durch den Flughafen BER verbunden. Und es kann auf keinen Fall sein, dass die positiven Auswirkungen des Flughafens in LDS liegen und die negativen Dinge wie der Lärm der Einflugschneisen in TF. Da muss ein Ausgleich geschaffen werden, und den bekommt man am besten in einem einheitlichen Landkreis hin. Deshalb finde ich den Vorschlag sehr gut. Ich erhoffe mir, dass die hohe Kreisumlage in TF an die Kreisumlage in LDS angepasst wird. Als Kreisstadt würde sich meine hübsche Stadt Zossen eignen.“

Peter Mann

Peter Mann

Quelle: Wenke

Peter Mann (SPD), Vize-Bürgermeister von Luckenwalde: „Wenn es tatsächlich zu der Fusion kommen sollte, woran ich noch lange nicht glaube, dann bietet Luckenwalde die geeignetsten Voraussetzungen als Kreisstadt: die Lage, die Infrastruktur und nicht zuletzt der Neubau der Kreisverwaltung, der inzwischen Eigentum des Kreises ist. Am liebsten bleiben wir aber Kreisstadt von Teltow-Fläming.“

Thomas Berger

Thomas Berger

Quelle: Hahn

Thomas Berger (CDU), Bürgermeister von Trebbin: „Als Kreis Teltow-Fläming eigenständig zu bleiben, ist nach wie vor das Ziel. Es hat noch niemand bewiesen, dass durch die Kreisreform etwas eingespart wird, wenn sowieso alle Verwaltungssitze erhalten bleiben sollen. In Wirklichkeit geht es nicht um eine effektivere, sondern um eine zentralistische Verwaltung, um das Land besser führen zu können. Sollte es dennoch zu einem gemeinsamen Kreis kommen, wäre Luckenwalde der richtige Kreissitz. Da steht ein modernes Kreishaus, da sitzt eine moderne Verwaltung, es ist eine moderne Kreisstadt mit Geschichte.“

Klaus Rocher

Klaus Rocher

Quelle: Hahn

Klaus Rocher (FDP), Bürgermeister von Rangsdorf: „Schön, wenn die Schulden aus TF durch die Überschüsse aus LDS ausgeglichen werden. Ich sehe in der Kreisreform nur eine Landkartenschieberei. Die Reform macht die Verwaltung kein Stück effizienter. Tatsächlich braucht Brandenburg eine Diskussion über die Funktionen und Aufgaben der verschiedenen Verwaltungsebenen. Es kann nicht sein, dass Untere Landesbehörden über die Kreisumlage von den Gemeinden finanziert werden. Dort muss das Land für die nötige finanzielle Ausstattung sorgen. Erst wenn dies geklärt ist, kann man darüber nachdenken, welche Aufgaben künftig die Gemeinden übernehmen können.“

Andreas Igel

Andreas Igel

Quelle: privat

Andreas Igel (SPD), Bürgermeister von Ludwigsfelde: „Diesen Vorschlag halte ich für besser als den Zusammenschluss von Teltow-Fläming und Elbe-Elster, weil die beiden Landkreise TF und LDS strukturell ähnlicher sind. Wenn man schon eine Reform macht, sollte man die Stärken stärken. Wahrscheinlich wäre das neue Gebilde dann auch der wirtschaftlich stärkste Landkreis in Brandenburg. Vermutlich müsste man dann über einen Finanzausgleich für jene Landkreise nachdenken, die auf Transfers angewiesen sind. Der künftige Kreissitz ist für mich nicht entscheidend. Die Stadt Ludwigsfelde arbeitet bereits jetzt mit vielen Kommunen im Kreis Dahme-Spreewald auf Sachebene zusammen. Eine Fusion würde auch die Zusammenarbeit der Umlandgemeinden des Flughafens Schönefeld erleichtern, weil wir dann als ein Landkreis gegenüber dem Land auftreten können.“

Udo Haase

Udo Haase

Quelle: Irmscher

Udo Haase (parteilos), Bürgermeister von Schönefeld: „Die Frage, was die Kreisgebietsreform für Schönefeld in Hinblick auf die Kreisumlage bedeutet, geht mir schon seit heute Morgen durch den Kopf. Wir werden mehr bezahlen müssen. Wenn zwei Landkreise zusammen gehen und einer besser da steht als der andere, dann ist es klar, dass die Kommunen aus dem einen Landkreis für den anderen einspringen. Das trifft dann nicht nur Schönefeld. Und das ist ärgerlich, weil dann noch weniger für die eigenen Bürger bleibt.“

Frank Neumann , Vize-Bürgermeister in Lübben: „Wir sind davon ausgegangen, dass Dahme-Spreewald stark genug ist, um eigenständig zu bleiben. Der Kreissitz ist für die Stadt Lübben natürlich sehr wichtig. Die Stadt ist in den letzten Jahren aufgeblüht, das haben wir sicherlich auch unserer Funktion als Kreissitz zu verdanken.“

Thomas Koriath

Thomas Koriath

Quelle: Karen Grunow

Thomas Koriath (parteilos), Amtsdirektor des Amtes Schenkenländchen: „Ich bin überrascht, weil es bisher immer hieß, die Größe der beiden Kreise würde ausreichen. Für die Zusammenlegung hat wahrscheinlich auch der Flughafen eine Rolle gespielt, da viele Umlandgemeinden aus beiden Kreisen vom Flughafen profitieren. Allerdings sollte man auch überlegen ob die Größe des neuen Kreises auch für Qualität steht. Ich gehe davon aus, dass sich einige Kommunen gegen die Entscheidung wehren werden. Für uns könnte durch einen Wegfall der Landkreisgrenze nun aber die Zusammenlegung von Teupitz und Baruth wieder auf den Plan gerufen werden. Das war bisher ja nicht möglich. Wegen der anstehenden Kommunalreform braucht Baruth mit seinen etwa 4500 Einwohnern auf jeden Fall einen Partner. Ob das Teupitz sein wird, wird sich zeigen.“


Von MAZonline

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