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Zwischen Obst, Gemüse und Demokratie

Zossener Markt der Möglichkeiten hatte auch viel geistige Nahrung im Angebot Zwischen Obst, Gemüse und Demokratie

Gestern gingen die Zossener Kommunalpolitiker unter die Marktschreier. Dabei verhielten sie sich aber viel ruhiger als in den meisten Stadtverordnetenversammlungen.

ZOSSEN. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) freute sich in ihren Begrüßungsworten ausdrücklich darüber, dass alle Fraktionen an diesem Tag auf dem Marktplatz vor dem Rathaus zusammengekommen waren.

Zwischen den Obst- und Gemüseständen, Fleisch- und Bäckerwagen hatten sie aus Anlass des 64. Geburtstags des Grundgesetzes ihre Stände aufgeschlagen und mit unterschiedlichen Informationsmaterialien bestückt. Dabei wurden die Marktbesucher aufgefordert, ihr Wissen über die Politik und die Demokratie unter Beweis zu stellen.

Einen Farbtupfer setzten die Kinder des Horts Dabendorf, als sie mit einer bunten Modenschau ihre Erwartungen und Wünsche an die Zukunft ausdrückten. Im Vorfeld hatten sie sich mit dem Thema Demokratie, deutscher Vergangenheit und mit ihrer Zukunft beschäftigt. Heraus kamen Wünsche wie gesundes Leben, verbesserte Medizin, weniger Müll, besserer Schutz der Umwelt, schrille Mode und vor allem mehr Spaß auf der Welt.

Neben dieser spielerischen Auseinandersetzung mit der Demokratie gab es auch – passend zur Veranstaltungsreihe „1933 – Zossen erinnert“ – ernsthafte Beiträge. So hatte Jörg Podzuweit vom DGB eine Wanderausstellung der Hans-Böckler-Stiftung im Sitzungssaal im Erdgeschoss des Zossener Rathauses aufgebaut. Sie erinnert an die Zerschlagung der freien Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten 1933. Bei der Eröffnung mahnte der Gewerkschaftssekretär die Einheit der Demokraten an, was am Ende der Weimarer Republik gefehlt habe. Am späten Nachmittag hielt dann Podzuweits Sohn Eberhard, Bildungsreferent bei der DGB-Jugend, einen Vortrag über den Weg von der Weimarer Reichsverfassung in den Nationalsozialismus.

Am Abend eröffnete die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ in der Fischerstraße 26 die Ausstellung über den Kampf von Irmela Mensah-Schramm gegen Nazi-Schmierereien. (Von Hartmut F. Reck)

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