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Zwischen Tradition und Zukunftssorgen

Schul- und Heimatfest Kloster Zinna Zwischen Tradition und Zukunftssorgen

Das diesjährige Schul- und Heimatfest von Kloster Zinna war einerseits eine ausgelassene Feier, andererseits gibt es Sorgen um den Fortbestand der 167 Jahre alten Tradition. Ortsvorsteherin Gabriele Schröder (SPD) forderte in ihrer Eröffnungsrede mehr finanzielle Kulturförderung von Bund und Land.

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Kinder-Fläming-Trachtengruppe von der Schollschule bei ihrer Tanz-Vorführung.

Quelle: Fotos: H.-Dieter Kunze (2)

Kloster Zinna. Mit Traditionen und viel Kultur wartete das Schul- und Heimatfest in Kloster Zinna am Sonnabend auf. Doch trotz aller Feierlaune bei gutem Wetter hingen auch dunkle Wolken über dem Fest. Die Bewohner des Kloster- und Weberortes fragen sich, ob ihre Traditionsveranstaltung in Zukunft Bestand haben wird.

Die Sorgen sprach Ortsvorsteherin Gabriele Schröder (SPD) in ihrer Begrüßungsrede an. Sie erinnerte an die Gründung des Schul- und Heimatfestes vor 167 Jahren und daran, dass es trotz aller Wirren und wechselnder politischer Verhältnisse Bestand hatte. Es erlebte das Preußentum, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, die Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung vor einem Vierteljahrhundert. Dabei veränderte es teilweise seinen Charakter, fiel in Kriegsjahren auch mal aus oder musste sich beim Kulturprogramm nach „Anderen“ richten, so Schröder. Aber in keiner Epoche hätten die bodenständigen Kloster Zinnaer den Fest-Gedanken und die Tradition fallen gelassen.

Die Ortsvorsteherin verlangte von Bund und Land: „Historische Kulturstätten wie Jüterbog und Kloster Zinna benötigen dringend mehr finanzielle Unterstützung, damit wir das Kulturerbe für unsere Kinder und Enkelkinder nach uns erhalten können.“ Man wolle auch nicht zu der Generation gehören, die mit der Sanierung von Schulen und Kitas aufhöre. Auch um das Kloster selbst und das Museum gibt es Sorgen, ob die nötigen Finanzen für den Erhalt aufgebracht werden können. „Das Schul- und Heimatfest muss deshalb ein Ereignis sein, an dem sich Menschen begegnen und Freude haben“, sagte Schröder.

Auch in diesem Jahr hatten ein Festkomitee und der Förderverein Kloster Zinna das Traditionsfest veranstaltet. Den Auftakt bildete ein Lichterumzug am Freitagabend. Ab Samstagnachmittag gab es auf dem Festplatz ein vielfältiges Programm. Dazu gehörte ein Vortrag des „Zinnaer Heimatliedes“ von Lieselotte Klink.

Frauen vom Förderverein boten selbst gebackenen Kuchen an. Die Kinder der örtlichen Tagesstätte „Pittiplatsch“ brillierten mit Tänzen auf der Freilichtbühne vor dem Kloster. Dort erntete auch die Kinder-Fläming-Trachtengruppe viel Applaus. Sie übt an der Geschwister-Scholl-Grundschule Jüterbog, die von den meisten Kindern des Ortes besucht wird. „Diese Auftritte und die große Resonanz durch die Besucher unterstreichen wohl eindrucksvoll den Charakter als Schul- und Heimatfest“, sagte Gabriele Schröder.

Von H.-Dieter Kunze

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