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Teltow-Fläming Zwischen sommerlich und hochsommerlich
Lokales Teltow-Fläming Zwischen sommerlich und hochsommerlich
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00:19 23.06.2017
Mina (l.) und Lotti aus Schulzendorf kühlten sich am Montag im Zeuthener See ab. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Dahmeland-Fläming

Am Montagnachmittag gegen 14 Uhr klopfte in Jänickendorf der Hochsommer an. Das Thermometer der Messstation im Garten des Hobby-Meteorologen Marco Ringel war auf 29,8 Grad geklettert und stand nur noch 0,2 Grad unterhalb der Scheidelinie zwischen Sommer und Hochsommer – und das zwei Tage vor dem kalendarischen Sommeranfang. Ist das ein Fingerzeig? Ein Zeichen, dass der Region ein warmer Sommer bevorsteht? „Das ist immer schwer zu sagen“, sagt Ringel.

Wie die meisten Meteorologen kann Marco Ringel nicht in die Zukunft schauen. Er trägt nur Daten über die tatsächlichen Wetterereignisse in seinem Heimatort Jänickendorf zusammen, das aber immerhin schon seit dreißig Jahren. Diese Zeitreihen erlauben es ihm, die aktuelle Wetterlage einzuordnen.

Und zum bisherigen Juni sagt er: durchschnittlich, was die Temperaturen angeht. Sieben sommerliche Tage habe es bislang gegeben, also Tage mit Temperaturen über 25 Grad. Im Schnitt hatte ein Juni in den vergangenen Jahren zehn solcher Tage. Angesichts der aktuellen Vorhersagen könnten diese zehn Tage in diesem Jahr genau erreicht werden.

Dass der Monat vielen trotzdem nicht wie ein normaler Juni erscheint, liege an der Wechselhaftigkeit, sagt Ringel. „Wenn die Hitze kommt, dann kommt sie plötzlich, bleibt zwei oder drei Tage und verschwindet wieder. Auch das Wetter ist schnelllebiger geworden.“ Und was diesem Juni ganz abging, war die Schafskälte. Üblicherweise fallen zwischen dem 11. und 20. Juni die Temperaturen. In diesem Jahr war es laut Ringel durchgehend warm – was aber auch noch nichts über den Sommerverlauf aussagt.

Einen Hinweis könne die Siebenschläferzeit geben. Bauernregeln schreiben den Tagen ab dem 27. Juni große Aussagekraft für die folgenden Wochen zu. Eine lautet: „Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“ Das wäre für Ringel aber etwas viel des Guten: „Ich bin immer für Abwechslung, ich möchte schließlich etwas beobachten.“

Von Oliver Fischer

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