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Zwischenstopp Harz – Wladiwostok

Markendorf Zwischenstopp Harz – Wladiwostok

Drei junge Ingenieure sind in einem 14 Jahre alten Toyota Corolla bis ans andere Ende des asiatischen Kontinents nach Wladiwostok und zurück gefahren. Nach 73 Tagen on tour und dem Ziel vor Augen war für einen der drei jungen Männer ein kurzer Abstecher nach Markendorf allerdings ein absolutes Muss.

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Sven Böttcher, Yaroslav Korneev und Jörg Schmidt (v. l.) sind nach 27 000 Kilometern fast wieder zu Hause.

Quelle: Peter Degener

Markendorf. Durch 18 Länder sind Jörg Schmidt aus Brandenburg an der Havel, Sven Böttcher aus Wernigerode und Yaroslav Korneev aus Moskau in den vergangenen 73 Tagen bis zum russischen Wladiwostok am japanischen Meer und zurück gefahren. Mehr als 27 000 Kilometer haben sie in einem 14 Jahre alten Toyota Corolla zurückgelegt. Heute endet ihre private „Rally“ an ihrem Ausgangspunkt in Wernigerode, wo die drei jungen Männer bis zum Sommer ihr Ingenieurstudium absolviert hatten.

Markendorf als Wahlheimat

Zuvor aber gab es am Donnerstag noch einen kurzen Abstecher nach Markendorf. „Hier leben meine deutschen Eltern“, sagt Yaroslav. Ilona Wutzke und Rolf Korn haben ihm das Studium in Deutschland ermöglicht und seit 2008 ist er immer wieder in Markendorf zu Besuch gewesen. Sein Name steht sogar auf dem Briefkasten. Mit dem Auto war der 28-Jährige allerdings noch nie angereist.

Zwischenstopp in Moskau

Zwischenstopp in Moskau.

Quelle: privat

Beim Frühstück nach der ersten Übernachtung in Deutschland auf der ganzen Reise erzählt das Trio, wie es ihnen ergangen ist. Das Auto hatten die drei mit einem Dachträger für Ersatzreifen, Benzin- und Wasserkanister ausgestattet und sich selbst Aufgaben als Fahrer, Steuermann und Mechaniker gegeben.

„Das Auto hat es super mitgemacht. Wir hatten nur eine Reifenpanne“, sagt Sven Böttcher, der als Mechaniker eingeteilt war, mit großer Untertreibung. „Die Panne hatten wir in Irkutsk, als wir durch ein riesiges Schlagloch voller Wasser gefahren sind und uns dabei einen Reifen aufgeschlitzt haben“ sagt Böttcher. Die schlechten Straßen in Moldawien und der Ukraine zwangen zu stärkeren Stoßdämpfern. Weil das Auto wegen der großen Beladung sehr tief lag, schnitten sie aus Lkw-Teilen auf einem Schrottplatz in Georgien einen neuen Unterboden zurecht.

Spannende Eindrücke vom anderen Ende Asiens

Yaroslav Korneev fungierte vor allem als Dolmetscher – es sei denn, die Polizei hielt das Trio an. „Dann haben wir gesagt, dass wir deutsch und englisch sprechen und wurden durchgewunken“, sagt Jörg Schmidt. Während in Russland kaum einer an ihnen Interesse zeigte, wurden sie anderswo von jedem Polizisten angehalten, dem sie begegneten. Nach 40 Tagen hatten die drei ihr Ziel erreicht – das andere Ende des asiatischen Kontinents. „Dort gab es viele Einflüsse aus China und Japan, aber kaum Russen. Wir waren fasziniert von dieser Großstadt, aber auch platt, weil wir wussten, dass noch der Rückweg vor uns lag“, erzählt Jörg Schmidt.

Eigentlich sollte die gemeinsame Tour der Abschiedsurlaub nach dem gemeinsamen Studium werden. Trotz der dauerhaften Enge im Auto kam es nicht zu dem befürchteten Lagerkoller. Deshalb planen die drei bereits die nächste Reise mit ihrem robusten Gefährt.

Info:
Das Reisetagebuch der Expedition kann man unter w-w-wrally.blogspot.de nachlesen.

Von Peter Degener

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