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Teltow-Fläming Zwölf Frauengeschichten aus Ost und West
Lokales Teltow-Fläming Zwölf Frauengeschichten aus Ost und West
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05:25 01.11.2016
Barbe Maria Linke während der Lesung in Wiepersdorf. Quelle: Victoria Barnack
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Wiepersdorf

Sieben Jahre lang war der Niedere Fläming die Heimat von Barbe Maria Linke und ihrem Mann Dietmar. Heute kommt das Pastorenpaar nur noch selten in die Region. „Mein Mann erzählt aber immer noch oft von unserer Zeit in Meinsdorf“, sagte Barbe Maria Linke. Am Wochenende luden die beiden zu zwei Lesungen ein, in denen auch der Fläming erwähnt wurde.

Denn Dietmar Linke stellte in der alten Schule von Meinsdorf sein autobiografisches Werk „Bedrohter Alltag – Als Pfarrer im Fokus des MfS“ vor und freute sich über ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. „Mit der Region sind wir noch sehr vertraut“, sagte seine Frau. „Nur die Menschen sind etwas älter geworden.“ Sie las am Samstagabend in Wiepersdorf aus ihrem Buch „Wege, die wir gingen“, in dem je sechs Frauen aus der DDR und der BRD ihre Lebensgeschichte erzählen. „Allen habe ich dieselben Fragen gestellt“, berichtete Barbe Maria Linke. Entstanden sind in nicht einmal zwei Jahren zwölf Porträts, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Frauen beschreiben darin ihre Kindheit, Berufe, Beziehung zur Familie und zum Staat, aber auch, wie sie den Bau und den Fall der Mauer erlebten.

Für ihre Lesung in Wiepersdorf hatte Barbe Maria Linke die Geschichten von Bärbel S. (Ost) und Paula R. (West) ausgewählt. Bärbel, Lehrerin aus Templin, ist vor allem ihre Familie wichtig. Die Wahl ihres Berufs war eher willkürlich und den Lebensumständen angepasst. Paulas Geschichte handelte hingegen weniger von den Eltern oder der Heimat, sondern von ihrem Weg zur Selbsterfüllung. „Das Buch zeigt, dass jede Frau die Themen anders gewichtet“, erklärte die Autorin, die ihr Publikum damit auch auffordern möchte, ihre eigenen Lebensgeschichten aufzuschreiben. „Denn jedes Leben ist kostbar und einzigartig“, sagte sie.

Von Victoria Barnack

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