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Uckermark Merkel wird Ehrenbürgerin in Templin
Lokales Uckermark Merkel wird Ehrenbürgerin in Templin
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18:46 27.06.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Quelle: dpa
Templin

Unterstützung für die deutsche Bundeskanzlerin in der wohl schwierigsten Phase ihrer Kanzlerschaft: Die Stadtverordneten von Templin (Uckermark) haben am Mittwochabend entschieden, Angela Merkel (CDU) die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Eine Zweidrittelmehrheit stimmte für den Antrag, den alle Fraktionsvorsitzenden mittrugen. Der Beschluss fiel fast genau in der Minute, in der Deutschland aus der Fußballweltmeisterschaft ausschied.

Templin: Blick vom Turm der Sankt-Maria-Magdalena-Kirche in den Ort. Quelle: dpa

In Templin hat Merkel ihre Kindheit und Schulzeit verbracht. Es ist die erste Ehrenbürgerwürde, die Merkel überhaupt annimmt. Stralsund hatte das Thema 2015 von der Tagesordnung genommen. Es hatte damals Kritik gegeben, weil die Kanzlerin noch politisch aktiv in ihrem vorpommerschen Wahlkreis war.

In der Beschlussvorlage der Templiner Stadtverordnetenversammlung heißt es, Merkel stehe für „friedliches Miteinander und humanitären Ausgleich in einer Welt mit vielen unberechenbaren Staatschefs“. Ihre Beziehung zu der Stadt sei eng, wenngleich sie es „vermeidet, Templin als Kanzlerstadt zu zelebrieren“. Dennoch, so die Begründung weiter, verbinde die Kanzlerin „wohltuende Zurückhaltung mit dem selbstverständlichen Hinweis auf ihre Herkunft“.

In der Stadtverordnetenversammlung von Templin stimmen die Mitglieder und der Bürgermeister Detlef Tabbert (r., Linke) über eine Ehrenbürgerwürde für die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ab. Quelle: dpa

Die gebürtige Hamburgerin kam 1957 nach Templin, wo ihr Vater Horst Kasner (er starb 2011) eine kirchliche Weiterbildungseinrichtung aufbaute. Merkels Mutter wohnt heute noch in Templin, unterrichtet mit 90 Jahren immer noch Englisch an der Volkshochschule. Merkel selbst hat ein Ferienhaus in Templin und ist recht häufig dort. „In der Uckermark fühle ich mich zu Hause“, sagte Merkel im Herbst 2014 der MAZ: „Ich mag die Landschaft aus Seen und Wäldern.“

Das Ortseingangsschild von Templin. Quelle: dpa

Der Vorschlag zur Ehrung kam eigentlich von der örtlichen Unternehmervereinigung und ist schon gut zwei Jahre alt. Erst im Mai erhielt die Stadt nach Auskunft von Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) aus dem Kanzleramt das Signal, die Kanzlerin würde sich freuen. „Das war vor dem Theater mit Seehofer“, sagt Tabbert. Man lasse sich aber nicht beeindrucken von der aktuellen Tagespolitik. Wann genau die Kanzlerin die Ehrenbürgerurkunde entgegennehmen wird, ist noch unklar. Laut Rathaus könnte das im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung oder eines Empfangs für Ehrenamtler gegen Jahresende stattfinden.

Templin: Blick vom Turm der Sankt-Maria-Magdalena-Kirche in den Ort. Quelle: dpa

Von Ulrich Wangemann

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