Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Ungetrübte Erfischung in Dobbrikow und Gottow

Dobbrikow Ungetrübte Erfischung in Dobbrikow und Gottow

Ines Götze und ihre Kollegen vom Gesundheitsamt des Landkreises Teltow-Fläming nehmen regelmäßig Proben, um die Badegewässerqualität untersuchen zu lassen.

Voriger Artikel
Sprösslinge besuchen Gartenbaubetrieb
Nächster Artikel
Zeichnungen vom Stalag IIIA

Der fünfjährige Silas (M.) und sein Freund Kai, die in Dobbrikow Urlaub machen, schauen zu, wie Ines Götze den ph-Wert des Wassers und die Temperatur bestimmt.

Quelle: Margrit Hahn

Dobbrikow. „Willst du Angeln“? fragt der fünfjährige Silas, als Ines Götze mit ihrer Ausrüstung auf den Steg des Dobbrikower Glienicksees geht. Die lange Stange, die sie benötigt, um die Wasserproben zu entnehmen, sieht fast wie Angelzubehör aus. Doch an Fische fangen, ist nicht zu denken. Einmal im Monat wird jeder Badesee der Region kontrolliert. Und so sind Ines Götze und ihre Kollegen vom Gesundheitsamt des Landkreises in den Sommermonaten oft unterwegs. Morgens als erstes nahm Ines Götze den Gottower See unter die Lupe. Dann ging es weiter nach Dobbrikow zum Vordersee und anschließend zum Glienicksee. „Bisher gab es heute nichts Auffälliges aber letztendlich ist der Laborbefund entscheidend“, sagt Ines Götze. Der Gottower See hatte zum Zeitpunkt der Messung eine Sichttiefe von 1,10 Meter und eine Temperatur von 23, 8 Grad. Die Sichttiefe am Vordersee der 24,8 Grad warm ist, betrug 1,30 Meter. „Mal sehen, was die Werte hier am Glienicksee ergeben“, so Götze. Sie ließ die Secci- Scheibe per Schnur ins Wasser, die in zwei Meter Tiefe noch immer gut zu sehen war. „Wenn die Sichttiefe unter 50 Zentimeter ist, bringen wir Warnhinweise an“, erklärt die Fachfrau. Am Rangsdorfer und Siethener See hängen bereits Hinweisschilder. Am Glienicksee gibt es ihrerseits nichts zu bemängeln. Die Temperatur beträgt 24,3 Grad und der ph-Wert liegt bei 8,29 – ähnlich wie bei den anderen beiden Seen. Die Wasserproben kommen in eine vorbereitete Flasche und werden beschriftet. Innerhalb von 24 Stunden müssen diese im Potsdamer Wasser und Umweltlabor sein. Dort werden sie mikrobiologisch untersucht.

Ines Götze arbeitet seit 30 Jahren in ihren Beruf. „Schon zu DDR-Zeiten wurde das Wasser der Badeseen kontrolliert“, fügt sie hinzu. Einmal stand sie mitten im See, als es plötzlich blitzte und donnerte. Da blieb ihr nichts anders übrig als fluchtartig das Wasser zu verlassen.

Sobald sie ihre Messungen abgeschlossen hat, schreibt sie die Ergebnisse an die Hinweistafeln, sodass die Badegäste Bescheid wissen.

Die ersten Messungen erfolgte in diesem Jahr im Mai bei Wassertemperaturen um 12 Grad. „Das hat keinen Spaß gemacht“, betont Ines Götze. Zu ihrer Ausstattung gehören Bikinihose, Wathose, Regenjacke und ihre Ausrüstung mit ph-Meter und ein Thermometer. Bei jeder Kontrolle schaut sie, ob es zu irgendwelchen Verunreinigungen im Wasser gekommen ist. Wenn sie Schaum, Glas oder Plasteartikel entdeckt, informiert sie den Betreiben. Im Mellensee und im Großen Wünsdorfer See treten öfter Blaualgen auf. „Sobald irgendetwas festgestellt wird, geben wir eine Presseinformation heraus, zudem können sich die Badegäste auf der Internetseite des Landkreises informieren“, so Götze.

Von Margrit Hahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
freenet TV

Sollte es Schüleraustausch zwischen Ost- und Westdeutschen geben?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg