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Wenn Schüler eine Oranien-Burg bauen

Baustart für den Festumzugswagen der Waldschule Wenn Schüler eine Oranien-Burg bauen

Er wird mehr als neun Meter lang und ist voller Ritter, Knappen, Burgfräuleins und Prinzessinnen – der Umzugswagen, mit dem die Oranienburger Waldschule beim Festumzug zur 800-Jahr-Feier von Oranienburg teilnehmen wird. Jetzt ist der Startschuss für den Bau gefallen.

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Schüler der vierten und fünften Klassen beim Bemalen der Stoffbahnen, aus der die Burg auf dem Festwagen entsteht.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Er ist 9,20 Meter lang und soll voller kleiner Ritter, Knappen, Burgfräulein und Prinzessinnen am Festumzug zur 800-Jahr-Feier teilnehmen: der Umzugswagen der Oranienburger Waldschule. Am Mittwoch ist der Startschuss für den Bau gefallen. Mädchen und Jungen der vierten und fünften Klassen bemalten die ersten Stoffbahnen mit Feldsteinen der Burgmauer. Die fiktive „Burg Bochzowe“ wird so groß wie der Tieflader, den das Fuhrunternehmen Fromm zur Verfügung stellt. Sie bekommt vier Doppeltürme mit Zinnen an jeder Ecke. Die Rollen dafür stehen bereits im Foyer der Grundschule: ausgediente Behälter von Takeda, in denen sich einst Tabletten-Rohstoffe befanden. Jede Menge Holz für den Burgaufbau spendiert der Baustoffhandel Frohnert. Und damit hat auch Hausmeister Peter Dorr alle Hände voll zu tun, um das Grundgerüst, das dann mit Stoffbahnen bespannt wird und sicher sein muss für seine „Bewohner“, zusammenzuzimmern. Er freut sich, dass so viele Sponsoren aus der Stadt so unkompliziert geholfen haben.

Die Idee zur fahrenden Burg hatten die Lehrerinnen Jana Matthaeus und Ilka Sieder. Sie starteten Mitte März einen Aufruf an Eltern, Großeltern und Schüler, beim Projekt zur 800-Jahr-Feier mitzumachen. 100 Euro für Farben gab es von der Stadt, alte Laken von der Wäsche-Mietfirma Greif. Der Rest ist Eigeninitiative und Idealismus. Die Eltern sollen nun mit ihren Kinder mittelalterliche Kostüme basteln. Denn Kostüm ist Pflicht, wenn man beim Umzug am 4. Juni dabei sein möchte. „Im Unterricht haben wir uns mit der Geschichte von Oranienburg befasst“, so Schulleiter Torsten Lattke.

Nun bauen die Kinder der 3. bis 6. Klassen an ihrer fahrbaren Burg, die sie selbst entworfen haben. 30 Kinder dürfen darauf mitfahren. Bewerbungen sind derzeit in einem Kasten in der Schule zu deponieren. Und damit es gerecht zugeht, hat Jana Matthaeus im April zu Ritterfestspielen aufgerufen. Dort müssen sich die Bewerber in Disziplinen wie „drei Minuten lächeln“ oder „ein Buch wie eine Krone auf dem Kopf balancieren“ beweisen, beschreibt Jana Mattaeus mit einem Schmunzeln. Was man als gekröntes Haupt eben so mitbringen muss, wenn einem das Volk huldigt. Ob Groß oder Klein, alle anderen können mit dem Wagen mitlaufen.

Bis 17. Mai sollen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein.

Von Heike Bergt

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