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Wette klar gewonnen

Oranienburg Wette klar gewonnen

Bürgermeister wird trotzdem an der „Tafel“ arbeiten und am Freitag dort Lebensmittel an Bedürftige ausgeben. Auch der DGB Oberhavel ist vor Ort. Am 7. Oktober ist der „Welttag für menschenwürdige Arbeit“.

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Kisten voller Lebensmittel schleppten am Freitatvormittag auch Schüler der 6b und 3c der Comeniusschule auf den Schlossplatz

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Ganz klar hat er die Wette gewonnen. Die Oranienburger haben ihren Bürgermeister nicht im Stich gelassen. Hans-Joachim Laesicke (SPD) wird trotzdem am Freitag anlässlich des „Tages der menschenwürdigen Arbeit“ am 7. Oktober an der „Oranienburger Tafel“ des Arbeitslosenservice in der Strelitzer Straße helfen, Lebensmittel an Bedürftige ausgeben. Einen mehrstündigen Einsatz hatte er angekündigt, wenn er die Wette verliert.

Schon vor drei Jahren hatte-Tafel-Chefin Viola Knerndel den Bürgermeister herausgefordert. Diesmal behauptete sie, er schaffe es nicht, dass die Oranienburger bis Donnerstagnachmittag, 17 Uhr, 200 Lebensmittel im Schloss vorbeibringen, die dann zur Tafel gebracht werden. Am frühen Nachmittag waren dort schon 1770 angekommen. Vor allem Einzelpersonen kamen vorbei und haben Tüten voller haltbarer Lebensmittel gebracht. Zu denen gehörten gestern Christina Neumann aus Oranienburg, die in Sturm und Regen eine Tüte mit Honig, Gurken, Pflaumenmus und mehr am Tafel-Laster auf dem Schlossplatz abgab. Ihre Motivation: „Weil es mich vielleicht auch mal treffen kann.“ Auch Kastellan Berit Gloede hievte ihre Spende auf den LKW. „Meine Frau hatte auch eine große Tüte gepackt. Das ist doch eine Selbstverständlichkeit, wir wollen doch eine solidarische Gesellschaft sein. Ich sehe es auch als Menschenpflicht an, dass die, die mehr haben, denen, die weniger haben, helfen“, so Laesicke.

Am Freitag werden die Lebensmittel sortiert und ab „Fünf vor 12“ ausgegeben. Doch gerecht soll es zugehen, auch Bedürftige in Velten, Hennigsdorf und Liebenwalde sollen an ihrem Tafeltag profitieren, ist Knerndel wichtig. Gebraucht würden Spenden leider immer mehr: „Wir versorgen monatlich 570 Haushalte, die mehrfach etwas abholen“, sagt sie. Mittwochs kommen die Flüchtlingsfamilien, „dabei sind viele Großfamilien mit bis zu neun Kindern“. Sie freut sich, dass sie mit der Wette und dieser besonderen Art der Lebensmittelsammlung beim Bürgermeister wieder auf offene Ohren gestoßen ist. „Wir haben in Brandenburg 34 Tafeln, sind aber die Einzige, wo das so klappt.“

Von Heike Bergt

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