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Wieder Milch zum Selberzapfen

Bauernmarkt-Hofmolkerei saniert Wieder Milch zum Selberzapfen

Nach drei Jahren Pause geht der Oberhavel Bauernmarkt mit seiner sanierten Hofmolkerei an den Start. Ab Pfingsten kann wieder von einer schwarzweißen Riesenkuh gezapft werden: Milch in den Geschmacksrichtungen Vanille, Erdbeere, Schoko – und natürlich auch Natur.

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Ein holsteinische Kuh stand Pate für die Extraanfertigung mit sechs Kühlzellen, so Angelo Hentzschel vom Marketing. Die Zapf-Kuh ist knapp vier Meter lang und 2,30 Meter hoch.

Quelle: Heike Bergt

Schmachtenhagen. Nach drei Jahren Pause ist es wieder soweit: Ab Pfingstsonnabend können die Besucher des Oberhavel Bauernmarktes in Schmachtenhagen wieder die Kuh selbst anzapfen. Sie gibt Milch in den Geschmacksrichtungen Vanille, Erdbeere und Schoko. Und natürlich auch ganz ursprüngliche mit einem Fettgehalt von 3,7 Prozent. Die Hofmolkerei ist aufwendig für rund 150 000 Euro modernisiert worden und nun angelaufen. Jan Hendrik Roest, seit Januar Geschäftsführer der Bauernmarkt und der Schmachtenhagener Agra GmbH, ist froh darüber. Eigentlich sollte es schon Ostern so weit sein, „nach dem dritten Probelauf letzte Woche hat jetzt alles geklappt.“

650 Milchkühe stehen in den Ställen der Agra GmbH. Sie geben durchschnittlich 6000 Liter Milch pro Tag. „Die Kunden haben immer wieder nach der Kuh zum Selbstzapfen gefragt. Darauf wollten wir eingehen“, so Marketingchef Angelo Hentzschel. Mit der Direktvermarktung will Roest aber auch Verluste wettmachen, die die Bauern derzeit bei der Milchproduktion einfahren. Er ist auf die Politik ziemlich sauer. Denn Gewinn ist mit Milch seit Jahren nicht zu machen: „Wir zahlen pro Liter 14 Cent drauf“, ärgert er sich. Die Agra GmbH will mit der Selbstvermarktung klein anfangen: Mit 600 Liter in der Molkerei, einmal pro Woche. Und abhängig vom Absatz dann weiter aufstocken.

Das passiert bei Molkereichefin Kathrin Voss. Sie hat gestern nach der Desinfizierung der Anlage 900 Liter Milch pasteurisiert. Dabei wird die Milch frisch von nebenan auf 71 bis 74 Grad erhitzt – für 15 bis maximal 30 Sekunden, um sie anschließend durch Eiswasser auf vier Grad runter zu kühlen. Dann bleibt sie acht Tage haltbar. Gestern bereitete sie erste Chargen von Milch mit Vanille, Schoko- und Erdbeergeschmack vor. Bereit stehen zum Abfüllen Mehrwegfalschen für einen halben und einen ganzen Liter. Die Lobetaler Biomilch bleibt weiter im Angebot.

Wir sind ein konventioneller Betrieb, so Roest. Das Futter für die Kühe „holen wir vom eigenen Acker, versuchen, artgerecht zu füttern“. Verarbeitet werden Lupine, Mais und Gras. „Mineralien muss man zukaufen.“ So eine Milchkuh verspeist bis zu 80 Kilo Futter pro Tag, davon 28 bis 35 Kilo Trockenfutter, dazu Frisches.

Rund 1300 Hektar bewirtschaftet das Landwirtschaftsunternehmen. Auf den Feldern stehen unter anderem Mais, Lupinen, vier Sorten Getreide und Raps, „wir haben auch noch Wiesen“. Hinzu kommen die 650 Milchkühe und die Biogasanlage. 14 bis 15 Mitarbeiter arbeiten in der Landwirtschaft, ebenso viele auf dem Bauernmarkt. „Wir wollen auch weiterhin im Unternehmen breit aufgestellt bleiben“, betont Roest.

Der Bauernmarkt ist an allen drei Pfingsttagen ab 9 Uhr geöffnet

Von Heike Bergt

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