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Wurst, Spargel, Knoblauchsalz

Zwischen Grüner Woche und Saisonauftakt Wurst, Spargel, Knoblauchsalz

Auf der Grünen Woche in Berlin haben sie ihre Produkte vorgestellt und zum Kosten angeboten, sind mit den Kunden ins Gespräch gekommen. Nun hoffen viele Direktvermarkter aus Oberhavel, dass mit dem Frühling auch die Besucher in den Hofläden und Spargelhöfen Einzug halten.

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Der Hennigsdorfer Detlef Werner, Schöpfer zahlreicher Knoblauchprodukte, Ronald Koch vom Bauernhof Koch aus Großmutz, Detlef Reckin vom Spargelhof Kremmen und Vize-Landrat Egmont Hamelow (v. l.).

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Am Gründonnerstag um 11 Uhr beginnt die Saison auf dem Spargelhof in Kremmen. Über Ostern steht unter anderem Lammbraten auf der Karte, denn die begehrten Stangen lassen noch auf sich warten. „Wenn die erste gesichtet ist, dauert es meist noch sieben Tage“, bis das großen Stechen beginnen kann, so Detlef Reckin vom Spargelhof. „Unsere Kunden warten aber sehr geduldig.“ Er rechnet ab 5. April mit dem ersten Edelgemüse vom Hof.

Wie der Spargelhof, so waren auch Detlef Werner mit seiner Knoblauchräucherei und Ronald Koch mit seinem Bauernhof in Großmutz auf der Grünen Woche präsent. Mit eigenem Stand. Das war nicht immer so. Anfangs diente allen drei Direktvermarktern der Gemeinschaftsstand des Landkreises sozusagen als Sprungbrett. Inzwischen haben sie sich über Oberhavel hinaus einen Namen gemacht , „so dass man zur Grünen Woche mit einem Stand einfach dabei sein muss“, sagt Detlef Reckin.

„Für einen Kleinbetrieb wie uns ist der Aufwand auf solch einer Messe eine Gratwanderung“, so Ronald Koch. Zugleich teste er dort immer: Was kommt bei den Kunden an, was interessierte sie, wie weit sind sie bereit, ins Umland zu fahren. Die Grüne Woche lohne sich für sein Unternehmen mit eigener Schlachtung mit Café, Pension und mit fünf Angestellten vor allem nachhaltig – über die Saison. Unter negativen Vorzeichen in Zeiten der BSE-Krise gestartet, besitzt er heute eine eigenen Rinderherde, schlachtet und vermarktet. „Aus dem Negativen ist etwas Positives erwachsen.“

„Wichtig ist das Messeflair, um Kontakte zu knüpfen“, sieht es auch Detlef Reckin. Philosophie des Spergelhofes sei es, „in kleinen Schritten zu wachsen. Jedes Jahr etwas Neues zu schaffen, damit die Leute neugierig bleiben.“ In diesem Jahr werden ab 16. Juli erstmals Heidelbeeren von 6,5 Hektar geerntet, im Hof-Zelt finden 300 statt bisher 180 Gäste Platz und auch die Terrasse ist vergrößert worden.

Als Einzelkämpfer hat sich der Hennigsdorfer Detlef Werner mit seinen Koblauch-Produkten einen Namen gemacht. Statt anfangs Fisch, räuchert er nun die Zwiebeln mit dem markanten Durft, verarbeitet sie zu Senf, Knoblauchgeist und getrocknetem Räucherknoblauch. Zusammen mit der Bauernkäserei von Pieter Wolters in Bandelow entwickelt er einen armomatischen Käse. Und er ist auf der Suche nach einer eigenen Produktionsstätte. Auch einen Hennigsdorfer Spezialitätenladen wünscht er sich.

Der Gemeinschaftsstand auf der Grünen Woche soll auch künftig Sprungbrett für Selbstvermarkter bleiben, so Vize-Landrat Egmont Hamelow. „Die Menschen kaufen heute bewusster, entscheiden sich für regionale Produkte. Wir helfen, diese bekannter zu machen.“ Man wolle auch überlegen, ob die Zeit reif sei für einen Regionalladen für Oberhavels Direktvermarkter.

Von Heike Bergt

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