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Zug auf den Namen „Oranienburg“ getauft

Sekt und Kinderbilder am Gleis 28 Zug auf den Namen „Oranienburg“ getauft

Aus Anlass der 800-Jahr-Feier ist am Dienstagvormittag ein Zug der Regionalbahn 20 auf den Namen „Oranienburg“ getauft worden. Im Vorfeld fand ein Malwettbewerb für Kinder der dritten Klassen statt. Die drei schönsten Bilder malten drei Mädchen. Alle sind ab Mai im Schloss zu sehen.

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100 Einsendungen, drei Gewinnerinnen: Die Sieger im Malwettbewerb, der im Vorfeld der Namensgebung stattfand .

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Sektkorken knallten gestern kurz nach 10 Uhr am Gleis 28: Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Joachim Trettin, Vorsitzender der DB Regio AG Nordost, tauften einen Zug der Regionalbahn 20 auf den Namen „Oranienburg“. Die Regionalbahnlinie verbindet Oranienburg und die Landeshauptstadt Potsdam wochentags im Stundentakt. Der Triebwagen wird aber auf dem gesamten Netz unterwegs sein.

Anlass der Namensgebung ist der 800. Geburtstag der Stadt in diesem Jahr: „Der Zug wird nun als rollender Botschafter unterwegs sein. Natürlich pünktlich auf die Minute, das erwarteten wir zumindest vom Zug mit unserem Namen“, scherzte Laesicke. Der Bürgermeister betonte, dass Oranienburg mit mehr als 1000 Zuzüglern allein im vergangenen Jahr zu den rasant wachsenden Kommunen im Land zählt. „Und täglich rund 10 000 Pendler von Oranienburg nach Berlin fahren, aber auch ebensoviele zu uns kommen, um hier zu arbeiten.“ Viele nutzen die Bahn. Er kündigte die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes an, die mit einer Verbesserung der Situation für die Radfahrer 2016 beginnt: Mit Fördergeld wird ein mehrgeschossiges Parkhaus für Räder gebaut. Zudem sollen Reisende auf dem Bahnhofsvorplatz künftig nicht mehr im Regen stehen und auf die Weiterfahrt im Bus warten. Sein Wunsch an die Bahn: „Schön wäre es, wenn Oranienburg noch besser angebunden und die Taktfolge verbessert wird.“ Gerade vor den Hintergrund „dass ja bald der neue Hauptstadtflughafen eröffnet wir“, sagte Laesicke und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Nach der Sektdusche am Gleis 28 zeichneten Laesicke und Trettin die Gewinner im Malwettbewerb im Vorfeld der Zugtaufe aus. Die Kinder waren dazu aufgerufen, ihre Bilder zu den Themen Reisen mit der Bahn und Oranienburger Bahnhof zu zeichnen. Rund 100 gingen ein, die ab Mai in einer Ausstellung im Oranienburger Schloss zu sehen sein werden.

Drei Mädchen standen mit ihrem Bild „auf dem Treppchen“: Platz 3 heimste Nadine Lassotta von der Mosaikgrundschule ein, auf dem silbernen Platz sah die Jury Nikita Lucia Rutsch aus der Grundschule Germendorf. Beide Mädchen der 3. Klasse gewannen eine Mitfahrt im Führerstand des getauften Zuges. Siegerin ist Isabell Huse aus der Havelgrundschule. Sie ist mit der gesamten Klasse für eine halben Tag nach Berlin-Lichtenberg eingeladen, wo die Züge gewartet werden – Zugfahrt inklusive. Gestern im Cockpit: Triebwagenführer Björn Rothe aus Berlin, der auf der Strecke Richtung Oranienburg einst gelernt hat. Um 11.12 Uhr rollte der Zug zur ersten Fahrt mit neuem Namen gen Potsdam.

Von Heike Bergt

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