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Als Dennis Schröder die Halle in Kleinmachnow rockte

Basketball Als Dennis Schröder die Halle in Kleinmachnow rockte

Eintracht Stahnsdorf spielte zehn Jahre in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Nach dem Abstieg stellt sich der Verein neu auf. MAZ sagt, wie es zum Abstieg kam und wie weitergeht.

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Auch der US-Profi Josh Adeyeye konnte den Abstieg trotz spektakulärer Aktionen nicht verhindern.

Quelle: Benjamin Feller

Stahnsdorf. Der Abstieg steht schon seit zwei Wochen fest. Doch am Wochenende verabschiedete sich der RSV Eintracht Stahnsdorf endgültig aus der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Zum Halali gab es einen 70:44-Sieg gegen Recklinghausen. „Der Abstieg tut trotzdem weh“, sagt der sportliche Leiter Vladimir Pastushenko, der das Team vor zehn Jahren zum Aufstieg geführt hatte. Damals war der RSV nach sechs Spieltagen Regionalliga-Letzter und stürmte mit 19 Siegen in Serie zur Meisterschaft. Das Gründungsmitglied der Pro B war zehn Jahre dabei – als einziges Team. Die MAZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Abstieg des RSV, der viele Jahre Brandenburgs höchstklassiger Basketball-Verein war.
Wie kam es zum Abstieg?

Nachdem das Team in der Vorsaison erst in den Playdowns den Klassenerhalt geschafft hatte, wähnte man sich durch Zugänge und den neuen holländischen Trainer Thomas Roijakkers besser aufgestellt. Doch die Spielgenehmigung für die drei US-Profis traf zu spät ein. So setzte es am ersten Spieltag eine 52:99-Klatsche gegen Lok Bernau. „Die Spieler haben lange gebraucht, um das aus den Köpfen zu bekommen“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Grunwaldt. Hinzu kam eine Verletzung bei Center Josh Smith, der einer der besten Rebounder der Liga war. Viele Spiele wurden in den letzten Minuten verloren. Konditionelle Probleme oder falsches Coaching? Jedenfalls trennte sich der RSV Ende Februar von Trainer Roijakkers. Ironie der Geschichte: Der Holländer heuerte bei den Dragons Rhöndorf aus der Pro B Süd an und schaffte am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Unter Roijakkers-Nachfolger Denis Toroman steigerte sich die Mannschaft. „Der Trainerwechsel kam zu spät“, sagt Grunwaldt. „Der Toroman-Effekt war stärker als erwartet.“ Vladimir Pastushenko schätzt den Kader als ProB-tauglich ein: „Man hätte mit der Mannschaft besser spielen und abschneiden können.“ Nach MAZ-Informationen hat es zwischen der Mannschaft und Roijakkers jedoch Differenzen gegeben.
Wie geht es weiter?

„Wir stecken den Kopf nicht in den Sand“, sagt Grunwaldt. „Wir sehen es als Chance, in Klausur zu gehen. Wir wollen uns neu aufstellen.“ So soll der Nachwuchs noch mehr gefördert werden. Ziel ist die Rückkehr in die ProB. „Aber die 1. Regionalliga hat gewaltig an Qualität zugelegt“, warnt Grunwaldt.
Wer trainiert die Mannschaft?

Denis Toroman soll sein Werk fortsetzen. Der Kroate, der das Team zusammen mit Patushenko betreute, will im Sommer die nötige Lizenz erwerben. Grunwaldt: „Wir wollen mit Toroman weiterarbeiten. Die Signale sind positiv, dass wir reden können, wir müssen uns aber noch finanziell einigen.“
Wie sieht der Kader aus?

Zusagen von bisherigen Spielern gibt es noch nicht. „Ich hoffe, dass viele bleiben. Aber es wird Veränderungen geben“, sagt Patushenko. Grunwaldt geht davon aus, dass sechs bis sieben Akteure bleiben. Joey Ney hört derweil auf. Die drei US-Profis hatten Ein-Jahres-Verträge, sie sind weg.
Warum bewirbt sich der RSV um die ProB-Lizenz?

Sollte ein Verein durch das Lizenzierungsverfahren fallen, könnte der RSV nachrutschen. So wie vor zwei Jahren. Die Kaderplanung ist für beide Ligen gleich. Künftig soll die Zahl der Nicht-EU-Ausländer eh weiter begrenzt werden.
Was bleibt nach zehn Jahren?

„Es war eine tolle Zeit, ich will nicht einen Tag davon missen“, sagt Grunwaldt. „Wir haben die meisten Zuschauer in Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf.“ Besonders gern erinnert sich der 58-Jährige an die Spiele in der BBIS-Halle Kleinmachnow gegen die Baskets Braunschweig mit Dennis Schröder. Der 23-Jährige gehört mittlerweile bei den Atlanta Hawks zu den Stars der US-Profi-Liga NBA.

Von Ronny Müller

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