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Ein Jahr in Granada Hills: Leon Bottke

Zurück aus Kalifornien Ein Jahr in Granada Hills: Leon Bottke

Für ein Jahr war der Brandenburger Leon Bottke als Austauschschüler in den USA. An der High School von Granada Hills, 45 Autominuten von Los Angeles entfernt, absolvierte er die 11. Klasse. Schulisch gesehen war es ein verlorenes Jahr. Denn hier wird es nicht anerkannt, steigt er am 31. August in die 11. Klasse der Saldria ein.

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Leon Bottke

Quelle: Marcus Alert

Brandenburg/H.. Für ein Jahr war der Brandenburger Leon Bottke als Austauschschüler in den USA. An der High School von Granada Hills, 45 Autominuten von Los Angeles entfernt, absolvierte er die 11. Klasse. Schulisch gesehen war es ein verlorenes Jahr. Denn hier wird es nicht anerkannt, steigt er am 31. August in die 11. Klasse der Saldria ein. „Ich habe durch den dortigen Sport ganz Kalifornien kennengelernt, bin deutlich selbständiger geworden und beherrsche die Sprache. Insofern war es auf keinen Fall ein verlorenes Jahr“, so der 17-Jährige.

Vor einem Jahr machte sich Bottke auf den Weg in die USA. Über das Programm Education First kam er in eine Familie mit zwei Kindern in seinem Alter und einer Oma. „Wir sind gut miteinander klargekommen“, schätzt er ein. Die kalifornische Sonne sorgte dafür, dass er braungebrannt zurückkehrte. Schließlich herrschen dort im Schnitt 25 Grad. „Nach spätestens drei Monaten hat die Hitze auch ein wenig genervt“, so Bottke. In dem einen Jahr habe es nur sechs Mal geregnet.

Von 7.25 bis 12.30 Uhr saß Bottke, der nach zwei Monaten alles verstand und nach acht Monaten auch alles sprechen konnte, wochentags mit knapp 4000 weiteren Jungen und Mädchen in seiner High School. Danach ging es mit dem gelben Schulbus, andere öffentliche Verkehrsmittel gibt es praktisch nicht, zum Training in ein Freibad. Im ersten halben Jahr spielte der Brandenburger, der dies beim hiesigen SV 2000 und beim OSC Potsdam schließlich schon einige Jahre praktiziert hatte, Wasserball. In der Regel standen zwei Punktspiele pro Woche an, wobei es innerhalb der Stadt anfing und sich am Ende bis in den Staat ausdehnte. Am Ende belegte das Wasserball-Team der High Scholl von Granada Hills den 3. Platz in Kalifornien.

Im Januar 2015 folgte dann Schwimmen. Mit fünf Jahren hatte Bottke beim SV Wasserfreunde mit dem Schwimmen begonnen und damit, auch wegen des Wasserballs, nie richtig aufgehört. Staffel- und Teamwettkämpfe gegen andere Schulen und später Städte standen auf dem Programm. Bottke schaffte die 100 Yard Brust in 1:02 Minuten. Damit zählte er bei den Staatsmeisterschaften zu den Favoriten und hätte danach sogar darüber hinaus starten können. Doch sein Trainer „vergaß“ ihn zu melden. „Der Nationalstolz der Amerikaner ist riesig und er wollte wohl nicht, dass ein Deutscher auf dem Podest steht“, schätzt Leon Bottke ein.

In Brandenburg will Leon Bottke wieder ins Schwimmen einsteigen. Sein Hauptaugenmerk will er aber auf Wasserball legen, wird er wohl wieder für die SG Wasserball Brandenburg ins 50-Meter-Becken des Marienbades steigen.

Von Marcus Alert

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