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Langsamste Läuferin: Mit Spaß dabei

Marathon Langsamste Läuferin: Mit Spaß dabei

Wer im Marathon-Ranking der Märkischen Allgemeinen nach ihrem Namen sucht, fängt besser am unteren Ende der Liste an: Elke Treffky belegt dort – vorerst – den letzten Platz. Das findet die Lehrerin aber überhaupt nicht schlimm, sie läuft für ihr Leben gern. Und nimmt ihre Platzierung mit dem gebotenen Schuss Humor.

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Ihre Läufe haben die Brandenburgerin Elke Treffky bereits in viele Regionen Europas geführt.

Quelle: Privat

Brandenburg/H. „Wichtig für mich war ins Ziel zu kommen. Die Zeit war völlig nebensächlich“, erinnert sich Elke Treffky an ihren Rennsteiglauf vor fast zwölf Jahren. Völlig glücklich kam sie damals nach 5:48:10 Stunden ins Ziel. Für sie war es keine Frage die Zeit in die Marathon-Ranking-Liste der Märkischen Allgemeinen einfließen zu lassen. Auch wenn sie damit – vorerst – den letzten Platz belegt. Denn es gibt noch eine ganze Reihe von Läufern, die langsamer waren, sich aber nicht trauten, die Zeit öffentlich zu machen.

„Ich wollte, dass meine Schüler sehen, dass ich einen Marathon schaffe“, so die Sport- und Geschichtslehrerin, die seit 30 Jahren an der Brandenburger Nikolaischule unterrichtet. Dabei war ihr erster Marathon eher ein Zufallsprodukt. Denn im Jahre 2004 hatte sie eigentlich nur ihren Mann Volkmar begleitet. Die befreundeten Martina und Detlev Voigt waren es schließlich vor Ort, die sie überzeugten, sich einfach anzumelden.

Der Trainingszustand war ganz gut, hatte sie im Jahr 2000 mit dem Laufen begonnen. Mit fünf Kilometern fing sie an und steigerte dann langsam die Distanz. „Zwei Laufeinheiten sind auch heute noch das Minimum“, so die heute 63-Jährige. Seit der Lauftreff-Gründung im Jahre 2003 läuft sie fast jeden Sonntag am Gördensee. Nach einigen lokalen kürzeren Läufen bestritt sie ebenfalls 2004 ihren ersten Halbmarathon in Wuhlheide. Nach 2:19 Stunden war die gebürtige Meißenerin im Ziel.

Ihre Marathon-Zeit ist eigentlich besser, berücksichtigt man die Bedingungen. Denn der Rennsteig-Marathon war bisher 43 Kilometer lang und die Cross-Strecke sehr wellig. „Die Berge bin ich immer hochgegangen“, erinnert sie sich. Unterwegs sei sie eigentlich immer in Begleitung gewesen. Und sie habe sich den Lauf gut eingeteilt. Denn zum Schluss hin habe sie noch einige Aktive überholt, die zuvor an ihr vorbeigelaufen seien. „Im Ziel habe ich dann Glückshormone ohne Ende ausgeschüttet“, so Elke Treffky. Die Tage danach habe sie aber auch einen mörderischen Muskelkater gehabt.

Inzwischen ist sie bereits fünfmal am Rennsteig gelaufen und einmal hat sie den Medoc-Marathon bestritten. „Aber immer in einer von Anfang an abgesprochenen Gruppe“, so Elke Treffky, die sich mit ihrer bis zu zehnköpfigen Frauen-Laufgruppe bis zu dreimal in der Woche trifft. An der Regattastrecke, auf dem Marienberg und am Gördensee sind sie dann zu finden. „Wichtig sind dabei keine Bestzeiten, sondern die sozialen Kontakte“, betont sie. Eine nach der anderen entschied sich den Rennsteig in Angriff zu nehmen. Elke Treffky begleitete sie dann und war so am Ende immer wieder langsamer als bei ihrer Premiere. Ihre Zeit verbessern wird sie wohl nicht mehr, sind die knapp über 42 Kilometer derzeit kein Thema. Aber für 2017 ist zumindest ein Halbmarathon geplant. Dann will sie ihre Lauffreundin Heike Gose begleiten. Das Training dafür ist längst angelaufen.

Von Marcus Alert

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