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Am Ball geblieben für den Verein

Tischtennis Am Ball geblieben für den Verein

Übungsleiter, Organisator, Spieler – Andreas Pauksch engagiert sich seit langem beim Tischtennisverein in Wildau

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Am Ball geblieben: Andreas Pauksch.

Quelle: foto: privat

Wildau. „Ich wusste schon als 10-Jähriger, dass ich eine intelligente Sportart ausüben will. Fußball war überhaupt nichts für mich. 1973 war es aber nicht so einfach, in den Tischtennisverein reinzukommen, weil die gesamten Kapazitäten ausgeschöpft waren“, erinnert sich Andreas Pauksch aus Wildau, der sich seit 1992 für die Tischtennis-Abteilung des SV Motor Wildau in verschiedenen Positionen verdient macht. „Es hieß immer nur: Die Halle ist voll. Wir nehmen nicht auf.“

Nach einem mehrjährigen Umweg über den Volleyballsport versuchte Pauksch es erneut. Nach einem Monat in der Sowjetunion im Ferienlager und täglichem Training stellte der Schulfreund Klaus Hillmer zurück in Wildau an der Steinplatte im Hof fest, dass sein Sportskamerad enorm dazugelernt hatte und legte daraufhin ein gutes Wort bei seinem Trainer Manfred Hase für den bereits 15-Jährigen ein.

Seit 1978 ist Pauksch nun Mitglied beim bereits damals schon spielstarken SV Motor Wildau. „Ich hab zwar unglaublich gerne Tischtennis gespielt und war immer dabei, aber ein großes Talent war ich nie“, schätzte der 53-Jährige seine eigenen Leistungen selbstkritisch ein.

Nach Beendigung der Lehrzeit zum Maschinenbauer bei SHR (Schwermaschinenbau Heinrich Rau) verschlug es Pauksch während der Armeezeit nach Löbau (Sachsen), so dass es zu einer Unterbrechung seiner aktiven Mitgliedschaft kam. Erst lange nach der Wende kam der mittlerweile zum Steuerfachgehilfen umgeschulte Andreas Pauksch 1992 zurück nach Wildau und wurde ein zweites Mal Mitglied beim SV Motor, Abteilung Tischtennis.

„Zu diesem Zeitpunkt spielte ich dann aber schon bei den Männern. Eine schöne Anekdote, die mir in Erinnerung geblieben ist, war die Begegnung mit Werner Märkisch. Werner war einer der Spielstärksten im Verein. Ich als Neuankömmling war noch immer nicht besonders gut und dennoch hat er an jedem Trainingstag mindestens ein Match mit mir gespielt. Ein Jahr lang habe ich nicht einmal einen Satz gegen ihn gewonnen. Trotzdem machte er es sich wohl zur Aufgabe, mich fördern zu wollen.“ 1999 kam es dann dazu, dass Pauksch, der zu diesem Zeitpunkt bereits als Übungsleiter im Verein tätig war, zur Tischtennisschule nach Offenburg fuhr. Dort gab es dann zwei Einheiten täglich bei A-Lizenz-Trainern und ehemaligen BL-Spielern, was Pauksch den Durchbruch brachte (schaffte es zwischenzeitlich bis in die 1. Mannschaft).

Von nun an hielten neue Methoden Einzug in den Trainingsalltag. Der Tischtennisbegeisterte etablierte zum Beispiel das Ball-Eimer-, Mannschafts- oder auch das Systemtraining neben anderen Innovationen in die Nachwuchsausbildung. Regelmäßig folgten Lehrgänge in diversen Tischtennisschulen – alleine oder mit anderen Mitgliedern des Vereins. „Bis heute ist Motor Wildau neben der WSG Königs Wusterhausen der einzige Verein im Kreis, der Wert auf eine qualifizierte Jugendförderung legt“, so Pauksch, der einer von vier Trainern in der Abteilung Tischtennis ist.

Bis 2013 war er 20 Jahre lang hauptverantwortlicher Jugendtrainer – eine Funktion, die er nun an die nächste Generation weitergegeben hat (Erik Rudek und Marcel Kuchinke).

Neben der Trainertätigkeit, die Pauksch nach wie vor ernst nimmt, war er aber auch immer einer, dessen Herz am Vereinsleben hing. So organisierte er Gruppenfahrten unter anderem nach Norden-Norddeich (Niedersachsen) zu Turnieren, Radtouren bis Halbe oder Reisen zu Partnervereinen von Bayern bis nach Tschechien. „Leider schlief das dann irgendwann ein. Für Aktivitäten, die das Miteinander im Verein fördern, wie gemeinsames Grillen oder zusammen Klettern gehen, fehlt es den jungen Leuten heute leider oft an Zeit“, bedauert der Träger der Silbernen Ehrennadel des Kreissportbundes Dahme-Spreewald (2000).

„In Zeiten von Smartphones und Facebook sitzt man nicht mehr abends zusammen, redet miteinander und bespricht Entscheidungen den Verein betreffend“, resümiert Pauksch, „so etwas schläft heutzutage eben einfach ein und das finde ich schon sehr ärgerlich.“

Von Oliver Schwandt

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