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Beim Klettern bewährt sich der Teamgeist

Integration durch Sport Beim Klettern bewährt sich der Teamgeist

Das Jugendcamp in Blossin fördert Integration und Teamgeist. Zum abwechslungsreichen sportlichen Programm gehören neben der Kletterwand auch Hockey, Kanufahren und Bogenschießen.

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Kurze Foto- und Verschnaufpause für die Teilnehmer am Camp „Integration durch Sport.“

Quelle: privat

Blossin. „Es macht einfach Spaß“, versichert Moritz Luther. Der Schüler, der am Königs Wusterhausener Friedrich-Schiller-Gymnasium gerade die achte Klasse beendet, ist beim Jugendcamp „Integration durch Sport“ schon ein alter Hase. Bereits zum vierten Mal verbrachte er mit der munteren Schar, zu der 15 Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund gehören, ein Wochenende im Jugend-Bildungszentrum Blossin. „Wichtig ist, dass sich unsere Teilnehmer in der Natur und beim Sport erholen können“, erklärt Campleiter Waleri Belkin. „Dabei wird der Teamgeist gestärkt. Wir versuchen auch Probleme, die die Kinder und Jugendliche beschäftigen, anzusprechen und gemeinsam mitzuhelfen, sie zu überwinden.“

Dass Sport ein probates Mittel ist, um sich näher zu kommen und Gemeinsamkeit zu entdecken, weiß Belkin nicht zuletzt aus seiner Trainertätigkeit bei der WSG 81 Königs Wusterhausen, wo er die Abteilung Calisthenics leitet. Sport stand dann auch beim Integrationscamp, das wieder durch den Kreissportbund unterstützt wurde, im Mittelpunkt. Gleich am ersten Abend ging es zum Volleyball, zum Baden und zum Hockeyspielen in die Funsport-Halle.

Als große Herausforderung lockte am nächsten Tag die über zehn Meter hohe Kletterwand. „Nein, einen Schreck hat mir die Wand nicht eingejagt“, schmunzelte Nancy Hennig, die erstmals mit in Blossin war. „Aber man musste schon ganz genau aufpassen, um keine falsche Bewegung zu machen. Und anstrengend war es aus.“ Gerade beim Bezwingen der Wand spielte der Zusammenhalt in der Gruppe eine große Rolle. Während sich der Kletterer Stückchen für Stückchen nach oben bewegte, verließ er sich schließlich auf seine drei Campgefährten, die ihn dabei am Seil absicherten.

Das sportliche Programm bot an den drei Tagen viel Abwechslung. Im Fitnessraum zeigte Waleri Belkin, was Calisthenics so alles für Möglichkeiten bietet, ohne große Hilfsmittel zu trainieren. Moritz Luther trabte 30 Minuten lang tapfer übers Laufband. Die Strecke von sechs Kilometern, die er dabei zurücklegte, wurde durch simulierte Anstiege und Gefälle noch erschwert. Der Sprung ins Wasser verschaffte da eine willkommene Erfrischung. Eine Kanutour führte über den See zum Eisessen nach Wolzig, und vor der Nachtruhe sorgte dann Tischtennis für die nötige Bettschwere. Am Abschlusstag versuchten sich die Campteilnehmer auch noch beim Bogenschießen. „Ganz schön schwer, immer wieder die richtige Position zu finden“, stellte Nancy Hennig fest, traf aber trotzdem ins goldene Zentrum.

„Ich bin zufrieden, wenn sich die Kinder und Jugendliche näher kennengelernt haben und mit positiven Erinnerungen nach Hause fahren“, so Waleri Belkin. Mit dem Kreissportbund hat er sich bereits darauf verständigt, dass es im Herbst erneut ins Camp nach Blossin geht.

Von Rainer Rosenthal

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