Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Drei magische Buchstaben

25. Radtourenfahrt „Vor den Toren Berlins“ Drei magische Buchstaben

Die Radtourenfahrt „Vor den Toren Berlins“ feiert Jubiläum. Zum 25. Mal geht es am Sonnabend auf Punktejagd. Zur Auswahl stehen Strecken über 75 km, 120 km und 151 km.

Voriger Artikel
Christian Schaar gewinnt bei den Männern
Nächster Artikel
Der jüngste Teilnehmer gewinnt M-Prüfung

Wie schon in früheren Jahren wird die Radtourenfahrt am Sonnabend vor dem Königs Wusterhausener Hockeystadion in der Goethestraße gestartet.

Quelle: Rainer Rosenthal

Königs Wusterhausen. „Sicherlich liest Du zum ersten Mal etwas über eine Radsportart, die wir kurz als RTF bezeichnen. Das sind drei magische Buchstaben, die schon unzählige Radsportler in ihren Bann gezogen haben.“ Kurz und prägnant beschrieb Paule Dinter, der erste Brandenburger Landesfachwart für Breitensport, im März 1991 die neue Disziplin, die in der DDR noch unbekannt war. Damit die Radtourenfahrt schnell Fuß fassen konnte, aber wusste sich die Königs Wusterhausener Radsportlegende wieder einmal Rat und knüpfte alte Kontakte nach (West-)Berlin. Johannes Koesling und „Fritze“ Wellner vom RC Berliner Bär waren die ersten fachkundigen Berater.

Am 28. April 1991 um 9 Uhr senkte Dinter die Startflagge. 463 Radsportenthusiasten wollten sich die Premiere nicht entgehen lassen und sorgten für ein stattliches Teilnehmerfeld. Veranstalter war damals noch die Radsportabteilung des BSV Motor Wildau. Der RSV 93 Königs Wusterhausen/Wildau wurde erst später als Nachfolger gegründet, weil die Radsportler 1992 ihr Wildauer Domizil ersatzlos verloren und sich deshalb in Königs Wusterhausen neu etablieren mussten.

Mit der Radtourenfahrt, die am Sonnabend zum 25. Mal ausgetragen wird, erbte der RSV 93 eine Verpflichtung, die großen organisatorischen Aufwand erfordert. Gleichzeitig bot das bunte Spektakel jahrelang aber auch die einzige Möglichkeit, sich wirksam in der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Vor den Toren Berlins“ wurde eine feste Größe im Breitensportkalender des Bundes Deutscher Radfahrer. Zur Auswahl standen Streckenlängen über 40  km, 75 km, 120 km und 151 km, wobei es bis zu vier Punkte für die Wertungskarte gab. Die Strecke, die über Storkow, Wendisch Rietz, Limsdorf, Unterspreewald, Märkisch Buchholz, Prieros oder Halbe und Löpten führt, hat sich bewährt, auch wenn es im Laufe der Jahre immer mal wieder Veränderungen gab. Die 40-km-Runde allerdings wurde inzwischen aus dem Angebot gestrichen. Schon seit Jahren hatte sich kein Fahrer mehr mit einem Punkt begnügen wollen.

Bei der 20. Veranstaltung stand sogar ein Rad-Marathon über 220 km auf dem Programm. Die Teilnehmerzahl pegelte sich Laufe der Jahre bei 250 bis 300 Startern ein. Mit dabei waren einstige Radsportgrößen wie Straßen-Weltmeister Bernd Drogan, Friedensfahrtsieger Hans-Joachim Hartnick, Tandem-Weltmeister Werner Otto und der zweifache Steher-Vizeweltmeister Siegfried Wustrow ein. Auch internationale Beteiligung gab es. So überließ ein niederländischer Blumenhändler das Wochenendgeschäft mal seinen Partner, um in Königs Wusterhausen starten zu können. Nachfolger von Paul Dinter als Vereinsfachwart und somit als RTF-Verantwortlicher wurde Heinz Günter Voigt, der dann nach einigen Jahren das Zepter an Karsten „Fritze“ Bienge weitergab.

Dass die Jubiläumstour am Sonnabend nicht vor der Paul-Dinter-Halle gestartet werden kann, wird natürlich bedauert. So kehren die Radsportler zu den Anfängen zurück und treffen sich wie in den Anfangsjahren auf dem Hockeygelände am Nottekanal, wo sie auch günstige Bedingungen haben. Hier erfolgt am Sonnabend um 9  Uhr der offizielle Start. Auf das Volksradfahren über 25 Kilometer, das in den Anfangsjahren immerhin noch ein Grüppchen in den Sattel lockte, haben die Veranstalter vom RSV 93 inzwischen allerdings verzichtet. Trotz alljährlicher Werbung wurde die Resonanz immer geringer. Was bei der Radsportbegeisterung in und um Königs Wusterhausen nicht so recht zu erklären ist.

Von Raimund Dinter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.