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Für Einsteiger und erprobte Neptun-Jünger

12. Langstreckenschwimmen im Zeuthener See Für Einsteiger und erprobte Neptun-Jünger

Nach einjähriger Pause wird am Sonnabend wieder Zeuthener Seeschwimmen gestartet. Die Strecken führen über die traditionellen Strecken von 1000 m und 2800 m. Am Ziel vor der Eichwalder Badewiese findet noch ein 100-m-Wettbewerb für Kinder statt.

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Stefan Winzig, Geschäftsführer des Kreissportbundes.

Quelle: Rainer Rosenthal

Zeuthen. Beim 12. Zeuthener See-Schwimmen werden am morgigen Sonnabend gut 50 Teilnehmer ins Wasser springen. Mit der Planung und Vorbereitung des Langstreckenschwimmens hatte das Team vom Kreissportbund Dahme-Spreewald bereits vor gut einem Jahr begonnen. Geschäftsführer Stefan Winzig sprach über einen Lernprozess und große Pläne.

MAZ: Herr Winzig, welche sportlichen Herausforderungen stellt der Zeuthener See?

Stefan Winzig: Die Strecken sind für alle Teilnehmer leicht zu schwimmen, bieten aber gleichzeitig Leistungsschwimmern ideale Voraussetzungen, um schnell zu sein. Die Segeltonnen, die als Markierung dienen, ermöglichen eine sehr gute Orientierung.

Ist die Veranstaltung für Freiwasser-Einsteiger geeignet?

Winzig: Auf jeden Fall, gerade weil sich die Schwimmer vom Start bis zum Ziel so gut orientieren können. Rundkurse wären da schwieriger zu schwimmen. Speziell für Einsteiger bieten wir ja die 1000-m-Schnupperstrecke an. Außerdem gibt es kaum äußere Einflüsse wie Wind und Wellen. Die Strecke ist geschützt. Das bedeutet, wir haben quasi Freiwasserbedingungen für Beckenschwimmer.

Darf mit Neoprenanzug geschwommen werden?

Winzig: Neoprenschwimmer kommen in diesem Jahr nicht in die Wertung. Hintergrund ist, dass wir uns nach den Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbandes richten. Für 2016 werden wir eine Freiwassermeisterschaft nach den Regeln des DSV ausschreiben und zusätzlich ein Jedermann-Schwimmen, eventuell mit Neoprenanzug als Extra-Wertung. Das wollen wir aber erst festlegen, wenn der diesjährige Wettkampf ausgewertet ist.

Der Kreissportbund tritt erstmals als Veranstalter auf. Wie sind Sie an diese neue Aufgabe herangegangen?

Winzig: Nachdem wir im Vorjahr gefragt worden waren, ob der Kreissportbund als Veranstalter in Frage käme, da der frühere Organisator nicht mehr zur Verfügung stünde, wandten wir uns zunächst an den Landes-Schwimmverband. Uns wurde mitgeteilt, dass wir das Seeschwimmen durchführen dürften, und dass am 11. Juli in Brandenburg nur noch das Straussee-Schwimmen in Strausberg gemeldet sei. Unser erstes Konzept legten wir im November 2014 vor. Die Abstimmung mit den Gemeinden Zeuthen und Eichwalde sowie mit allen Beteiligten erforderte Sachkenntnis, einen hohen kommunikativen Einsatz und viel Überzeugungskraft.

Was stellt Freiwasser-Schwimmer für spezielle Anforderungen?

Winzig: Es gibt keine Infrastruktur vor Ort, keine Startanlage, keine Vorrichtung, damit die Sportler ins Wasser und auch gut wieder herauskommen. Alles, was man braucht, muss erst herantransportiert, aufgestellt und eingerichtet werden. Andererseits sind Schiffsverkehr, Vögel und andere Wasserbewohner zu berücksichtigen. Wir haben in dem zurückliegenden Jahr viel dazu gelernt, über Wasserqualität und spezielle Voraussetzungen, die etwa durch die Steganlagen entstehen. Wir haben alle möglichen Standorte geprüft und die Freiwasserwettkämpfe dort im Geiste durchgespielt.

Wie wird die Sicherheit der Schwimmer gewährleistet?

Winzig: Die Sicherheit der Schwimmer ist uns natürlich besonders wichtig. Da haben wir mit der DLRG und den Johannitern sehr gute Partner. Auch die Wasserqualität und die Wassertemperatur – mindestens 18 Grad – müssen stimmen, genauso wie die Bedingungen im Start- und Zielbereich. Wenn notwendig, ist für ärztliche Betreuung gesorgt, und natürlich gewährleisten wir die Versorgung der Schwimmer und die Infrastruktur mit Umkleidemöglichkeiten und Toiletten. Viele Genehmigungen von Gemeinden und Wasserbehörden sind ohnehin Voraussetzung, um solch ein Seeschwimmen zu veranstalten. Wir haben auch die umliegenden Segelvereine und die anderen Nutzer des Zeuthener Sees informiert. Es ist eben nicht so, dass man einfach so in den See springen und um die Wette schwimmen kann.

Das war wohl ein größerer Organisationsstab nötig?

Winzig: Zum Kern gehören Nicole Dieke und Michael Sündermann von den Gemeinden Eichwalde und Zeuthen, Olympiasieger Frank Wiegand und ich. Am Sonnabend haben wir auf der Eichwalder Badewiese, dem zentralen Anlaufpunkt, dann fünf Kampfrichter und 20 ehrenamtlichen Helfern im Bereich Rettung, Sanitäter und ärztliche Versorgung in Einsatz.

Alle Teilnehmer müssen zunächst zur Eichwalder Badewiese?

Winzig: Ja, ohne Anmeldung auf der Badewiese ist kein Start möglich. Von hier aus werden die Teilnehmer zu ihren Startpunkten gebracht. Der Hauptwettbewerb über 2800 Meter beginnt um 11 Uhr beim Segelclub Zeuthen. Start zur 1000-m-Schnupperstrecke ist um 11.30 Uhr beim Zeuthener Yachtclub.

Haben Sie schon Pläne für die nächsten Jahre?

Winzig: Die Zukunft wird interessant. Der Leistungs- und der Freizeitbereich haben gleichermaßen großes Interesse am Langstreckenschwimmen im Freiwasser. Freiwasserschwimmen ist ein einmaliges Erlebnis. Dazu gehören Naturverbundenheit, Selbstüberwindung und das gemeinsame Erleben mit den Mitstreitern. Deshalb sind wir als Kreissportbund Dahme-Spreewald aktiv geworden. Das Freiwasserschwimmen auf dem Zeuthener See soll nun wieder jedes Jahr stattfinden. Wir wollen Leistungssport und Jedermann-Schwimmen miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, hochkarätige Meisterschaften in den Landkreis zu holen und viele Freizeitschwimmer in jedem Alter zum Mitmachen zu motivieren.

Interview: Johann Stietz

Von Johann Stietz

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