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Gerry überzeugt bei Dressur und Springen

Debüt beim Zernsdorfer Reitertag Gerry überzeugt bei Dressur und Springen

Ein Jahr gemeinsames Training hat sich ausgezahlt. Beim Zernsdorfer Pferdetag gewinnt Helen Ulbricht gewinnt mit dem Mecklenburger Wallach Gerry die Dressurprüfung mit Stechen.

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Friedericke König, als Hexe kostümiert, auf Jewel on Earth. Johanna Said führte das Pferd bei der Siegerrunde

Quelle: Margot Kornhaas

Zernsdorf. Wenn eine Reitveranstaltung, die in der Vorbereitung eine Unmenge von Zeit und Kraft gekostet hat, mit guten Ergebnissen, mit Erfolgen für Reiter und Pferdebesitzer zu Ende geht, sind alle Anstrengungen vergessen. Beim Zernsdorfer Reitertag konnte sich Veranstalter Jürgen Mitrowsky auch darüber freuen, dass er vor Jahresfrist das richtige Gespür hatte. Damals kam ein neues Pferd auf seinen Hof. Mitrowsky wollte es ausprobieren und sehen, ob die Kinder, die bei ihm reiten lernen, mit Gerry, einem großen Wallach aus Mecklenburg, zurecht kommen würden. Noch beim Reitertag 2014 wurde der Veranstalter von einer jungen Frau nach einer Möglichkeit gefragt, bei ihm zu reiten. Gerry, das neue Pferd, und Helen Ulbricht, eine Kinderärztin aus Berlin, freundeten sich schnell an. Helen Ulbricht hatte in Niedersachsen mit zehn Jahren reiten gelernt, erst auf Schulpferden, dann auch auf einem eigenen Vierbeiner. Während ihrer Studienzeit in Berlin trainierte sie vier Jahre lang bei Jochen Vetters, dem renommierten und erfolgreichen Dressurreiter aus Neubeeren.

Damit hatte der damals sechsjährige Gerry die besten Voraussetzungen, gut ausgebildet zu werden. Beim Reitertag 2015 wollte Helen Ulbricht nun auch zeigen, was sie zusammen mit ihrem Zögling schon geschafft hat und meldete für einen Dressurwettbewerb mit Stechen. Bei seinem ersten Turnierauftritt vor Publikum wurde der 1,78 m große dann auch gleich mit dem ersten belohnt. Die besten vier Reiter-Pferdpaare trafen sich gleich noch einmal, wobei die Reiter zeigen mussten, wie gut sie mit einem fremden Pferd zurechtkommen. Auch nach dem Wechsel erwies sich Gerry vom Reiterhof Zernsdorf als bestes Pferd.

Auch sonst erlebten die zahlreichen Zuschauer beim Zernsdorfer Reitertag interessante Entscheidungen. Beim Führzügel-Wettbewerb, der für die Kleinsten der Einstieg ins Reiterleben ist, bedankte sich die Richterin für die Leistungen und forderte die jungen Pferdesportler auf, fleißig weiter zu trainieren. Für die Siegerin gab es neben der Schleife noch eine Torte.

Johanna Said, die sich im vorigen Jahr in der Führzügelklasse noch gut platzieren konnte, musste erfahren, wie schwierig sich der Übergang zu den Reiterwettbewerb doch gestalten kann. Seit dieser Saison startet sie für de RV Caballico Jühnsdorf, und zu Hause beim Training klappte es auf dem neuen Pferd Jewel on Earth mit Schritt und Trab schon recht gut. Nur auf der Zernsdorfer Dressurplatz konnte sich die kleine zarte Person gegenüber ihrem 1,74 m großen Partner nicht so recht durchsetzen. Jewel on Earth bestätigte dann aber mit Johanna Saids Vereinskameradin und Freundin Friederike König, dass er gut mit den anderen Pferden mithalten kann. Im Dressurwettbewerb, den Helen Ulbricht mit Gerry gewann, wurde der zweite Platz belegt, und in der Kostümkür gewann Friedericke König, als Hexe Bibi verkleidet, den Wettbewerb.

Vom Springplatz, wo das Niveau im Vorjahr nicht gerade berauschend war, gab es diesmal nur Gutes zu hören. Uwe Plank, der den Parcours gebaut hatte, lobte die guten Leistungen. Auch hier konnte Gerry seine Fortschritte unter Beweis stellen. Mit Josephine Mitrowsky im Sattel belegte er nach einem fehlerfreien Ritt den vierten Platz. Nach so viel Grund zur Freude strahlte auch Veranstalter Jürgen Mitrowsky: „Es war einer der schönsten Tage in meinem Leben. vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben.“

Von Margot Kornhaas

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