Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Große Resonanz und viele helfende Hände

Drei Reitertage in Friedersdorf Große Resonanz und viele helfende Hände

Für das dreitägige Friedersdorfer Reitturnier, dessen Tradition bis 1963 zurück reicht, sind 270 Reiter und 450 Pferde gemeldet. Auftakt ist am Freitag mit dem Führzügel-Wettbewerb. Zu den Höhepunkten am Sonntag gehört der in Friedersdorf kreierte Wettbewerb „Jump & Drive“.

Friedersdorf. Der Ansturm ist in der Meldestelle nur dank der vielen Helfer zu bewältigen. Für das dreitägige Turnier in Friedersdorf, das am heutigen Freitag um 13 Uhr beginnt, gibt es bei 270 Reitern und 450 Pferden insgesamt 875 Nennungen.

Der Eröffnungstag ist dem Pferdenachwuchs vorbehalten, so dass hier Reiter und Züchter ihre jungen Pferde in den Wettbewerben testen wollen. Daher sind alle heutigen Prüfungen für fünf- bis siebenjährige Pferde ausgeschrieben. Vom Zuchthof Dree Böken aus Prieros bringt Züchter Arend Kamphorst den fünfjährigen Casparino und die sechsjährige Staatsprämien-Stute Diarados Röschen mit. Beide Springpferde werden von Felix Ewald geritten. In der Dressur startet Christiane Bläsing, die auf dem Prieroser Zuchthof als Bereiterin arbeitet, mit United`s Märchen, einer weiteren Staatsprämien-Stute. Der vierte Vertreter von Dree Böken, Don`s Märchen, wird von Monika Mittermayer geritten.

Am Sonnabend und Sonntag ist für alle Reitsport- und Pferdefreunde Frühaufstehen angesagt. An beiden Tagen beginnt das Programm auf dem Friedersdorfer Reitplatz bereits um 7 Uhr. Es gibt viele Dressur- und Springwettbewerbe in den Klassen A (Anfänger) bis M (Mittelschwer). Angefangen wird mit der Führzügelklasse für die Kleinsten.

Das Friedersdorfer Turnier gibt es seit 1963. Es war schon immer ein Dorfturnier, bei dem sich die Organisation auf viele Helfer, die Freunde, Kollegen und Nachbarn stützen konnte. Diese Tradition blieb glücklicherweise erhalten. Einer, der schon vor 52 Jahren kräftig mithalf, ist Parcours-Chef Eberhard Krüger. Mit über 80 Jahren betrachtet er es immer noch als Selbverständlichkeit, überall anzupacken, wo eine Hand gebraucht wird. Das Fahrrad, das der Sponsor als Ehrenpreis für den einst in Friedersdorf kreierten Wettbewerb „Jump & Drive“ stiftete, probierte Krüger als Erster aus.

„Jump & Drive“ besteht aus zwei Teilen: Erst gilt es, im Sattel des Pferdes einen Springparcours zu reiten. Dann geht es an der Wechselstelle möglichst schnell runter vom Pferd und rauf aufs Rad, um den Hindernisparcours zu meistern. Aber Achtung, der Veranstalter hat noch für eine zusätzliche Tücke gesorgt: Wer mit dem Rad vorwärts kommen will, muss rückwärts treten. Als Siegerpreis ist ein tolles Mountainbike, dass auch bei Reitern sehr begehrt ist.

Der Wettbewerb, bei dem die Kandidaten in zwei Sätteln gerecht werden müssen, findet in diesem Jahr bereits zum statt. Mal statt. Mit dem dreifachen Sieger Patrick Schmiedeberg und dem Vorjahresbesten Randy Hollstein haben lediglich zwei Männer gemeldet. Sie bekommen es aber mit einer entschlossenen Schar von Konkurrentinnen zu tun, die dafür sorgen wollen, dass bei „Drive & Jump“ nun erstmals eine Frauen gewinnt.

Steffi Radtke, die seit zehn Jahren regelmäßig reitet und auch schon Siege im Springen feiern konnte, tritt am Sonntag mit ihrer 15jährigen Stute Jespy an. Im vorigen Jahr belegte sie als beste Frau den sechsten Platz. Diesmal möchte sie in der Wertung vor den Männern einkommen. Doch bevor Steffi Radtke an den Start geht, arbeitet sie noch am Freitag und am Sonnabend in der Meldestelle mit, so wie es eben in Friedersdorf üblich ist.

Als abschließender Höhepunkt steht am Sonntagnachmittag das Springen der Klasse M auf dem Programm, bei dem es um den Preis des Zuchthofes Dree Böken geht. Siegprämien und Resonanz sind. Die besten Springreiter des Turniers wollen sich diese Chance natürlich nicht entgehen lassen. Natürlich würde sich auch. Arend Kamphorst das M-Springen gerne ansehen, ist sich aber nicht sicher, ob er seinen Abfohlstall verlassen kann: „Mein letztes Fohlen hat Ende Mai Termin“.

Von Margot Kornhaas

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.