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„Ich versuche, mich wieder heranzukämpfen“

Handball „Ich versuche, mich wieder heranzukämpfen“

Fynn-Ole Fritz spielte in seiner Jugend beim HSV Wildau und dem 1. VfL Potsdam, bevor er zum Bundesligisten Füchse Berlin wechselte und dort zu Einsätzen in der Profimannschaft kam. Im Interview spricht der Rückraumspieler über sein auskuriertes Sprunggelenk, einen medizinischen Routinecheck, der sich über mehrere Wochen hinzog und die eigene Produktion von Möbelstücken.

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Fynn-Ole Fritz im Trikot der Füchse Berlin, in seiner Jugend spielte er beim HSV Wildau.

Quelle: foto: Julius Frick

Wildau. Fynn-Ole Fritz spielte in seiner Jugend beim HSV Wildau, bevor er zum 1. VfL Potsdam und später zu den Füchsen Berlin wechselte. Nach zwei schweren Sprunggelenksverletzungen in der vergangenen Saison versucht der 20-Jährige derzeit, sich über die zweite Mannschaft des Bundesligisten wieder an den Profikader heranzukämpfen. Im Interview spricht der 1,94 Meter große Rückraumspieler über eine nicht ganz gewöhnliche Bewerbungsmappe und seine sportlichen Ziele für die Zukunft.

Herr Fritz, Sie hatten heute einen Termin beim Arzt, ist alles in Ordnung?

Fynn-Ole Fritz: Ja, es ist alles okay. Ich hatte einen Termin, der Teil des großen medizinischen Checks ist, der in jedem Jahr bei uns durchgeführt wird. Er ist sehr umfangreich und erstreckt sich deshalb über mehrere Wochen. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Belastung-EKG und die Analyse von Blutwerten. Es werden beispielsweise auch ältere Verletzungen untersucht.

Wie geht es ihrem Sprunggelenk, in dem Sie sich in der vergangenen Saison zweimal die Bänder gerissen haben?

Ja, das ist wieder okay, obwohl ich natürlich nach dem langen Ausfall noch Rückstände habe. Ich habe aber am ersten Spieltag in der Oberliga Ostsee-Spree mit unserer zweiten Mannschaft ohne Beschwerden spielen können. Wir konnten immerhin mit 28:24 beim Lausitzer HC Cottbus, dem Sieger der vergangenen Saison, gewinnen. Am kommenden Sonnabend empfangen wir dann zu Hause den MTV Altlandsberg.

Sie laufen bei Punktspielen derzeit bei der zweiten Mannschaft der Füchse auf. Absolvieren Sie die täglichen Übungseinheiten mit dem Profi-Team?

Nein, im Moment nicht, nach der langen Pause in der vergangenen Spielzeit trainiere ich beim Reserveteam. Das ist natürlich nicht zufriedenstellend, wenn man schon mal zur ersten Mannschaft gehört hat und in der Bundesliga Einsatzminuten bekommen hat. Es ist mein Ziel, mich in dieser Saison über die zweite Mannschaft wieder an die Profis heranzukämpfen. Wir haben aber auch acht Trainingseinheiten pro Woche, so dass wir vom Umfang ein ähnliches Pensum absolvieren wie unsere erste Mannschaft.

Konzentrieren Sie sich derzeit ganz auf ihr sportliches Comeback oder machen Sie auch parallel eine Ausbildung?

Ich würde gerne im kommenden Jahr Produkt- oder Industriedesign studieren und bin gerade dabei, eine Mappe mit Arbeiten zusammenzustellen.

Was sind das für Arbeiten?

Es reicht von Zeichnungen oder 3D-Animationen bis zu selber angefertigten Möbelstücken.

Sie haben ein Möbelstück gebaut?

Ja, ich habe auf diesem Gebiet schon seit längerem Erfahrungen gesammelt, denn mein Vater hat eine eigene Möbelfirma. Ich habe beispielsweise auch gemeinsam mit meinem Mitbewohner die Einrichtung unserer Wohnung geplant und dann die Möbel gebaut. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr mit dem Studium beginnen kann.

Wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus?

Ich hoffe natürlich, dass ich noch mal den Sprung zu unseren Profis schaffen kann. Grundsätzlich möchte ich irgendwann noch mal in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen. Ich möchte aber auch meine berufliche Laufbahn nicht vernachlässigen – man kann ja nicht ewig Handball spielen – sondern beides miteinander kombinieren.

Von Lars Sittig

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