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Internationale Erfahrung beim HSV Wildau

Handball Internationale Erfahrung beim HSV Wildau

Rumms, mit einem lauten Knall prallt der Ball von der Latte des zwei Meter hohen Handballtores ins Spielfeld zurück. „Weiter so, Humberto, der nächste Wurf zappelt wieder“, ermuntert ihn Trainer Sven Brade, der unter anderem die erste Männermannschaft des HSV Wildau unter seinen Fittichen hat, während einer Übungseinheit in der Wildauer Sporthalle.

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Humberto Julien Lopez

Quelle: Oliver Schwandt

Wildau. Rumms, mit einem lauten Knall prallt der Ball von der Latte des zwei Meter hohen Handballtores ins Spielfeld zurück. „Weiter so, Humberto, der nächste Wurf zappelt wieder“, ermuntert ihn Trainer Sven Brade, der unter anderem die erste Männermannschaft des HSV Wildau unter seinen Fittichen hat, während einer Übungseinheit in der Wildauer Sporthalle. Seit sein kubanischer Neuzugang Humberto Julien Lopez die Spielfreigabe vom Deutschen Handball-Bund bekommen hat, läuft es für seine Mannschaft in der Brandenburgliga deutlich besser.

Nach einem ziemlich verkorksten Saisonstart mit sechs Niederlagen in Folge konnten seine Jungs beim ersten Einsatz von Lopez für den HSV auch gleich den ersten Saisonsieg feiern. Mit 37:30 wurde in eigener Halle der HC Bad Liebenwerda abgefertigt. Einer der besten Spieler auf dem Feld war der 39-jährige Kubaner, der mit seiner Erfahrung die junge HSV-Mannschaft zum Sieg führte. „Humberto ist ein ganz wichtiger Baustein in meinem System. Er gibt uns im Spiel nach vorn viel Sicherheit, ist sehr abschlussstark und hat immer ein Auge für den Nebenmann übrig. Die jungen Spieler können zudem noch viel vom Ex-Profi lernen, der ja in seiner Handballkarriere schon so einiges erlebt hat“, sagt Trainer Brade.

Eine Karriere, die Lopez aus der Karibik nach Europa und dort in Sachen Handball einmal quer durch den Kontinent geführt hat. Mit neun Jahren besuchte der in Holguin, einer Großstadt im Osten Kubas geborene Lopez bereits die Sportschule in seinem Heimatort. 1998 unterschrieb der 1,84 m große Spielmacher seinen ersten Profivertrag beim ungarischen Erstligisten Százhalombattai KE. Dort absolvierte Lopez über 150 Spiele in der höchsten ungarischen Liga, ehe er 2003 zum spanischen Verein Club Balonmano Ciudad de Logroño kam, mit dem er 2006 den Aufstieg in die erste spanische Liga (Liga Asobal) feiern konnte.

Nach einer zweijährigen Zwischenstation beim Erstliga-Club BM Puerto Sagunto folgte 2009 ein Wechsel zu Energia Lignitul Pandurii-Targu-Jiu (Rumänien), mit denen der 78 kg schwere Lopez sogar im EHF-Cup gegen den FC Porto spielte. „Wir haben zwar beide Begegnungen, das Hinspiel nur mit 25:28 verloren, aber es war für mich ein unvergessliches Erlebnis“, erinnert sich der 36-fache kubanische Nationalspieler, der seine Profilaufbahn bei seinem ersten Verein in Europa, Százhalombattai KE, von 2011 bis zum Sommer 2015 ganz langsam ausklingen ließ. In Ungarn lernte er auch seine Lebensgefährtin Adrienn kennen, die mit ihm zusammen in Wildau lebt. „Mein Freund aus Kuba, Alberto Chambers, der beim HSV im Tor steht, überredete mich zum Wechsel nach Wildau. Diesen habe ich nicht bereut. Das Klima im Team ist wirklich toll. Zusätzlich kann ich den jungen Spielern etwas von meinem Wissen weitergeben“, sagt der gelernte Physiotherapeut und verschwindet schnell wieder zu seinem Teamkollegen, die gerade beim Kraftkreis so richtig ins Schwitzen gekommen sind.

In der Brandenburgliga ist derzeit Pause, die nächste Partie steht dann für den HSV am 9. Januar zu Hause gegen den SV Lok Rangsdorf auf dem Spielplan (Anpfiff 19 Uhr). Auch beim Gegner, der nach dem Abschied von Piotr Jankowski bis zum Saisonende von René Grützmacher und Henry Klein trainiert werden soll, freut man sich schon auf den prominenten Gegner, der die Brandenburgliga der Männer ein Stück attraktiver macht. „Ich freue mich auf solche Spieler, sie bereichern die Liga“, sagt Klein, der Co-Trainer des Rangsdorfer Teams. Sein Fazit nach der ersten Saisonhälfte des SV Lok : „Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft und sind etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit der Mannschaft müssten wir zwei Plätze weiter oben stehen, mehrere Spiele dürfen wir nicht verlieren“, so Klein. Man müsse versuchen, am Ende unter den ersten fünf zu stehen. „Das ist ein realistisches Ziel, wenn wir keine Verletzungssorgen bekommen.“

Von Oliver Schwandt

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