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Manuel Rieke beendet Karriere bei Netzhoppers

Volleyball-Bundesliga Manuel Rieke beendet Karriere bei Netzhoppers

Von 2005 bis zum 19. März 2016 war Manuel Rieke für das Volleyballteam Netzhoppers KW-Bestensee als Zuspieler aktiv. Mit einer knappen 2:3-Pre-Play-off-Niederlage beim Dauerrivalen CV Mitteldeutschland beendete der 1,94 m große Blondschopf seine aktive Karriere. Im Interview blickt er zum Beispiel auf seine Zeit in Bestensee und auf seinen ersten Länderspieleinsatz zurück.

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Manuel Rieke war zehn Jahre lang bei den Netzhoppers aktiv..

Quelle: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. Von 2005 bis zum 19. März 2016 war Manuel Rieke für das Volleyballteam Netzhoppers KW-Bestensee als Zuspieler aktiv. Mit einer knappen 2:3-Pre-Play-off-Niederlage beim Dauerrivalen CV Mitteldeutschland beendete der 1,94 m große Blondschopf seine aktive Karriere. Im Interview blickt er zum Beispiel auf seine Zeit in Bestensee und auf seinen ersten Länderspieleinsatz zurück.

Haben Sie das unglückliche Saisonaus gegen Mitteldeutschland eigentlich schon verarbeitet?

Manuel Rieke: Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns in den beiden Partien gegen den CVM noch einmal richtig gut verkauft. Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und toll gekämpft. Leider war das bessere Ende dann auf Seiten von Mitteldeutschland.

Wie fühlt man sich als „Volleyballrentner“?

Rieke: Meine erste Rente habe ich schon erreicht (lacht). Im Moment ist es eher ein angenehmes Gefühl, da ich meine Belastung selber steuern kann und mich keiner zwingt, etwas mit Leistungssport zu machen. Ich genieße gerade die Zeit, werde aber sicherlich den Volleyball in naher Zukunft vermissen, da bin ich mir ganz sicher.

Welche Erinnerungen haben Sie an die Zeit bei den Netzhoppers?

Rieke: Ganz, ganz viele positive. Ich habe in Königs Wusterhausen die längste Zeit meiner Karriere gespielt. Dort hatte ich eine große, tragende Rolle im Team und musste Verantwortung zeigen. Das hat mir immer unheimlich viel Spaß gemacht. Unvergessen sind natürlich der Aufstieg 2006 in die Bundesliga und die Play-off-Halbfinalteilnahme, wo wir im April 2011 gegen Generali Unterhaching dann leider ausgeschieden sind.

Sie hatten in Ihrer langen Karriere einige Trainer kennengelernt. Welcher ist dabei am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben?

Rieke: Besonders mein erster Trainer in Potsdam, Arno Goretzko. Der hatte mich überredet, weiterhin Volleyball zu spielen, weil es kurzzeitig in meiner Jugend eine Phase gab, wo ich keine Lust mehr auf diesen Sport verspürte. Aber auch Mathias Münz, der mich vom SCC Berlin zu den Netzhoppers holte und natürlich auch Mirko Culic, mit dem ich die meiste Zeit in meiner Laufbahn verbrachte und der mich als Spieler so richtig geformt hatte.

Sie haben 33 Mal das Trikot der Nationalmannschaft getragen. Können Sie sich noch an Ihr erstes Länderspiel erinnern?

Rieke: (überlegt lange) Weiß ich nicht, kann ich wirklich nicht sagen. Woran ich mich aber noch ganz doll erinnern kann sind die Weltliga-Partien mit der Auswahl in Polen, wo wir vor 12.000 Zuschauer gespielt hatten. Da lief es mir eiskalt den Rücken runter, als immer die Nationalhymne vor den Begegnungen gespielt wurde.

Als Zuspieler haben Sie bei den Netzhoppers vielen Mannschaftskameraden die Bälle aufgelegt. Gab es da einen Lieblingsanspielpartner?

Rieke: Eigentlich nicht wirklich, da hatte ich keinen. Aber ich muss sagen, mit dem Kubaner Salvador Hidalgo Oliva hat es auf Anhieb geklappt, wir haben uns eigentlich immer blind verstanden. Es war auch bis vor Kurzem noch so, wenn er mal eine Trainingseinheit bei uns mitmachte.

Wie sieht Ihre Zukunft ohne den Volleyballsport aus?

Rieke: Volleyball wird auch in Zukunft eine tragende Rolle in meinem Leben spielen. Ich mache gerade die Trainer A-Ausbildung für die Halle. So kann ich später durchaus auch einen Bundesligisten trainieren. Ich kann mir aber auch vorstellen, im Nachwuchsbereich zu arbeiten, möchte mich aber aktuell dazu noch nicht festlegen. Mir bleibt jetzt viel mehr Zeit für meine Familie. Ich kann regelmäßig meine Mutter und meine Geschwister besuchen. Dies war in der Vergangenheit kaum möglich, da ich an den Wochenenden ständig unterwegs war.


Von Oliver Schwandt

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