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Netzhoppers beim Heimsieg mit zwei Gesichtern

Spitzenreiter gewinnt 3:1 Netzhoppers beim Heimsieg mit zwei Gesichtern

Mehr Spannung als erwartet erlebten knapp 400 Volleyballfans, darunter 356 zahlende, am Sonnabend in der Bestenseer Arena. Die gastgebenden Netzhoppers setzten zwar mit einem 3:1-Sieg ihre Erfolgsserie fort und festigten die Tabellenführung in der 2. Bundesliga Nord, doch Außenseiter TuB Bocholt imponierte mit großem Kampfgeist und nutzte die Schwächen der Culic-Schützlinge resolut aus.

Bestensee. So benötigte das Favoritenteam auch 106Minuten reine Spielzeit, um sich mit 27:25, 22:25, 25:11 und 25:20 den siebenten Sieg im siebenten Spiel zu sichern.

Sein Team hätte gegen den Aufsteiger zwei Gesichter gezeigt", stellte Netzhoppers-Trainer Mirko Culic fest: "In den ersten beiden Sätzen agierten wir ängstlich und nicht energisch genug. Wenn wir in Führung lagen, wurden wir selbstgefällig, und so kam der Kontrahent immer wieder heran. Wenn ihnen Serien gelangen, konnten wir die Bocholter einfach nicht stoppen. Schon deshalb, weil wir im Angriff nicht wirkungsvoll auftraten. Erst in den Durchgängen drei und vier steigerte sich unser Team und zeigte ein anderes Gesicht."

An dieser Steigerung hatte der "Neue" im Team beachtlichen Anteil. Georg Escher wirkte zum dritten Mal mit und erlebte nun in Bestensee auch seine Heimpremiere. Der Mittelblocker wird am 8. Dezember 19Jahre alt, verfügt aber bereits über Erfahrung aus der 1.Bundesliga. Hier spielte er im Vorjahr mit dem VC Olympia Berlin auch gegen die Netzhoppers. Escher stand gegen TuB Bocholt gleich in der Startformation und erlebte so den spannenden ersten Satz hautnah mit.

Bis zum 6:6 verlief es ausgeglichen mit wechselnder Ein-Punkt-Führung. Dann zogen die Gastgeber über 9:6 und 13:9 auf 15:10 davon. Es schien alles für den Favoriten zu laufen, der, ohne zu glänzen, noch zum 18:14 kam. Dann aber riss der Spielfaden. Nach dem 21:21 unterlief Matthias Penk ein Annahmefehler, und anschließend scheiterte Paul Sprung mit zwei Angriffen, so dass Netzhoppers 21:24 ins Hintertreffen gerieten. Die Gäste verschlugen beim ersten Satzball die Aufgabe, drei Aufschläge von Paul Sprung führten zum 25:24, und nach einer Aufgabe von Matthias Penk sorgte ein Bocholter Annahmefehler für den 27:25-Satzgewinn der Netzhoppers.

Einen ähnlichen Verlauf gab es im zweiten Spielabschnitt: 8:6, 13:9, 16:14, 18:16, 20:20, 21:21. Doch diesmal konnten die Gäste den Spieß umdrehen: 21:23, 22:23, 22:25. Damit gelang ihnen im fünften Spiel der dritte Satzgewinn. Wogegen Netzhoppers in der siebenten Partie erst zum zweiten Mal einen Satz abgeben mussten.

Dann aber war plötzlich alles anders. Mittelblocker Georg Escher sorgte mit einem Schmetterschlag für das 4:4. Bemerkenswert war, dass er bei fünf Angriffen viermal punkten konnte und dann auch weiterhin erfolgreich blieb. So legte Escher eine Aufschlagserie hin, dank der Netzhoppers 8:4 führten. Da Paul Sprung sofort nachlegte, gab es über die Stationen 15:7 und 22:9 einen klaren 25:11-Satzerfolg, der auch für den vierten Durchgang Sicherheit bescherte. Nur einmal lagen die Netzhoppers noch mit 3:4 zurück. Nach 16:11, 19:13 und 23:20 führte der erste Matchball zur 25:20- Entscheidung.

"Ich bin zufrieden", meinte Gästetrainer Waldemar Zaleski. "Wir haben toll gekämpft. Bisher spielten wir nur gegen Teams aus der Spitzengruppe. Bei den favorisierten Netzhoppers, die organisierter und sicherer als wir auftraten und ganz klar vorn dabei sein werden, wurde bestätigt, dass wir gegen andere Mannschaften Punkte zum Klassenerhalt holen können."

Für Netzhoppers geht es nun in den nächsten Wochen gegen die Spitzenteams. Trainer Mirko Culic und Georg Escher waren sich einig: "Da müssen wir uns steigern, um weiter erfolgreich zu sein. Das wird uns auch gelingen, denn es gibt Reserven."

Von Klaus Nüsser

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