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Netzhoppers schmettern seit 40 Jahren

Volleyball Netzhoppers schmettern seit 40 Jahren

Im Spätsommer dieses Jahres wird der Verein Netzhoppers Königs Wusterhausen sein 40-jähriges Bestehen feiern. „Wir werden dieses Jubiläum festlich begehen, genaueres wird in den nächsten zwei Monaten besprochen“, sagt Präsident Dr. Hans-Jochen Rodner.

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Netzhoppers-Präsident Dr. Hans-Jochen Rodner.

Quelle: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. Im Spätsommer dieses Jahres wird der Verein Netzhoppers Königs Wusterhausen sein 40-jähriges Bestehen feiern. „Wir werden dieses Jubiläum festlich begehen, genaueres wird in den nächsten zwei Monaten besprochen. Angedacht ist ein Treffen von ehemaligen Netzhoppers, darüber würde sich bestimmt Dr. Volkmar Mann, der ja bekanntlich der Nestor des Volleyballsports in Königs Wusterhausen ist, freuen. Aber genaue Einzelheiten und Details möchte ich aktuell noch nicht verraten“, so Dr. Hans-Jochen Rodner, der bereits seit 20 Jahren als Präsident für die Netzhoppers tätig ist. „Man muss wissen, wie der Verein aufgebaut ist. Vielfach kommt es hierbei zu Missverständnissen. Da wird er als e.V., der sich der Nachwuchsarbeit und dem Freizeitsport (hier u.a. auch eine Badmintongruppe) verschrieben hat, immer mit der Ballsportliga GmbH, die den Bundesligaspielbetrieb organisiert, verwechselt. Dies führt manchmal zu Irrtümern, auch bei Verantwortlichen, die über unser `Leben` entscheiden müssen. Gerade in den letzten drei Jahren musste der Verein Schwerstarbeit leisten. Unsere Steuernachzahlungen in Höhe von 26000 Euro konnten wir Ende 2015 komplett begleichen. Da wir auch unsere anderen Gläubiger zufriedenstellen konnten, sind wir aktuell schuldenfrei. Somit können wir wieder zuversichtlich unsere Vorhaben angehen. Leider sind die Mitgliederzahlen in der Vergangenheit aus unterschiedlichsten Gründen, vor allem wegen notwendiger Sparmaßnahmen wie zum Beispiel das Nichtverlängern einer Trainerstelle im weiblichen Bereich, etwas zurückgegangen. „Momentan haben wir 150 eingetragene Mitglieder. Wir wollen in naher Zukunft wieder eine Mitgliederzahl von ca. 250 erreichen. Daran müssen und werden wir gemeinsam arbeiten“, kündigt der Präsident an.

„Natürlich sind unsere Bundesliga-Volleyballer ganz klar das Aushängeschild der Netzhoppers. Wir kümmern uns aber mit ebenso viel Hingabe und Leidenschaft um den Nachwuchsbereich mit zehn Mannschaften, auf den wir sicherlich sehr stolz sein können. Dort sind wir Landesleistungsstützpunkt männlich, erst vor kurzem konnten das U18- und das U16- Team den Landesmeistertitel feiern. Dass diese Arbeit sich auszahlt, sieht man an der Bundesligamannschaft, welche mit vier jungen Kerls aus dem Nachwuchs des Vereins gespickt ist. Jetzt muss es aber auch wieder unser Ziel sein, den weiblichen Bereich auf das Niveau zu bringen, welches wir in der Vergangenheit schon einmal hatten“, gibt sich der Präsident kämpferisch.

„Seit zwei Jahren leistet der Vorstand eine erfolgreiche Arbeit, auf die sich in der Zukunft sicherlich bauen lässt. Deshalb ist es unheimlich für eine weitere kontinuierliche Vereinsarbeit wichtig, dass die handelnden Personen weiterhin aktiv für den Verein bleiben. Es ist geplant, die Arbeitskreise in den Verantwortungsbereichen personell zu stärken und die Vorstandsarbeit durch zwei Beisitzer zu erweitern, damit eine deutliche Entlastung des ehrenamtlich tätigen Vorstandes erfolgt. Zurzeit läuft die Diskussion zu diesen Strukturfragen. Genaue Informationen gibt es im Vorfeld, damit wir die Mitglieder hier mitnehmen können, bei der Vorbereitung unserer Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 24. März, “ informiert Rodner weiter.

Ein wichtiger Eckpfeiler in der weiteren Zukunftsplanung der Netzhoppers Königs Wusterhausen ist auch die Beachanlage mit sechs Plätzen (drei mit Flutlicht) und einer Fläche von 6000 Quadratmeter in der Erich-Weinert-Straße. „Dort haben wir seit 1994 17 Jahre lang regelmäßig den Beach-Cup mit bis zu 2000 Zuschauern am Tag veranstaltet. Daran haben immer erstklassige nationale und internationale Beachteams teilgenommen. Mich haben in letzter Zeit immer wieder Leute auf der Straße angesprochen, warum dieses sportliche Highlight mit kulturellem Rahmen nicht mehr stattfindet. Ich kann sagen, wir sind derzeit in Gesprächen und stellen aktuell Überlegungen an, dieses Event wieder zu veranstalten. Auf dem von der Stadt gepachteten Gelände sind vernünftige Sanitäranlagen und Umkleidemöglichkeiten vorhanden, sogar eine kleine Bewirtschaftung ist während der Volleyballspiele möglich“, sagt der 58-Jährige. „Die vor zwei Jahren komplett sanierte Anlage benötigt aber professionelle Betreuung und Pflege. Momentan befinde ich mich auf der Suche nach Interessenten, die die Bewirtschaftung der Beachanlage komplett übernehmen können, damit auch von dort ein wenig Geld in die Kasse fließen kann. Neben dem Vereinstraining sollen auch Dritte für Beachvolleyball begeistert werden, um zusammen mit Profis zu trainieren oder einfach bei einer Apfelschorle die warmen Tage genießen.“

„Ein wichtiger Teil der Netzhoppers ist natürlich die Bundesligamannschaft mit seinem Führungsteam und der Geschäftsführung. Hier setzen wir auf den personellen Wandel und die breitere Aufstellung im Marketing- und Kommunikationsbereich. Jeder kann durch die Berichterstattung in der Presse verfolgen, wie schwierig es für die Ballsportliga GmbH ist, professionellen Sport und die 1. Bundesliga in der Region zu stemmen. Der GmbH zur Seite stehen Vertreter des Vereins und der Aufsichtsrat, bestehend aus Erfahrungsträger aus der Wirtschaft. Die Geschäftsführung ist gerade dabei, im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes neue Akzente zu setzen und weitere Mitmacher aus Politik und Wirtschaft zu gewinnen. Der Leuchtturm Volleyball soll eine Zukunft haben, um auf sicheren Füßen zu stehen. Jede neue Saisonteilnahme muss finanziell hart erarbeitet werden und dies ist sehr aufreibend für alle Beteiligten. Aus wirtschaftlichen Gründen bekamen wir zum Beispiel für unser Bundesligateam für die Saison 2013/2014 keine Lizenz und mussten somit den Gang in die 2. Liga antreten. Mit einer grandiosen sportlichen Saison kehrten wir ohne einer einzigen Saisonniederlage nach nur einem Jahr wieder ins Oberhaus zurück. Auch daran sieht man, dass das Klima im Team stimmt und wir auf Rückkehrer derzeit bauen können, um den Klassenerhalt in dieser Saison zu schaffen. Gerade die jungen Spieler wachsen durch die fachliche und menschliche Kompetenz des Trainers Mirko Culic“, sagt der Präsident und trinkt genüsslich seinen Milchkaffee.

Auch gerade im angefangenen Jahr werden die Netzhoppers die gute Zusammenarbeit mit ihren Sponsoren und Unterstützern, auch und gerade zum Beispiel mit den Schulen, anderen Vereinen und der TH Wildau, weiter fortführen und ausbauen. „Danken möchte ich allen Vereinsmitgliedern, unserem Fanclub Netzinos, dem SV Prieros, der Gemeinde Bestensee und der Stadt Königs Wusterhausen und vielen anderen mehr. Es sind unzählige Helfer, die uns Woche für Woche bei der Tagesarbeit unterstützen. Wir haben soziale Verantwortung und dies natürlich trifft auch auf alle Vereine des Landkreises zu. Alle wissen um die Nöte des Ehrenamtes. Wir müssen in der Lage sein, unseren Nachwuchssportlern auch eine berufliche Perspektive bieten zu können, damit sie sesshaft werden und weitere Generationen den Volleyballsport erlernen und dabei Freude haben“, sagt Rodner und verschwindet zu einem Geschäftstermin mit Arvid Kinder, Geschäftsführer Sport & Organisation der Ballsportliga GmbH.

Von Oliver Schwandt

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