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Ohne Sven Rehfeldt geht nichts in Wildau

„Treue Seele“ Ohne Sven Rehfeldt geht nichts in Wildau

„Haltet den Arm bei der Angabe gerade“, sagt Sven Rehfeldt vom 1. VC Wildau in das weite Rund der Sporthalle im Wilderado, in der er gerade mit der U12 des Vereins sein wöchentliches Volleyballtraining durchführt. Mit viel Liebe und Hingabe versucht der erfahrene Trainer dem VC-Nachwuchs das Einmaleins des Volleyballsports beizubringen.

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Netzhoppers halten zwei Sätze gut mit

Sven Rehfeldt (M.) erklärt dem Volleyballnachwuchs der U12 vom 1. VC Wildau die richtige Ballannahme.

Quelle: Oliver Schwandt

Wildau. „Haltet den Arm bei der Angabe gerade“, sagt Sven Rehfeldt vom 1. VC Wildau in das weite Rund der Sporthalle im Wilderado, in der er gerade mit der U12 des Vereins sein wöchentliches Volleyballtraining durchführt. Mit viel Liebe und Hingabe versucht der erfahrene Trainer dem VC-Nachwuchs das Einmaleins des Volleyballsports beizubringen. Zusätzlich hat er noch die U14 und die männliche U16 unter seinen Fittichen. Als Spielertrainer bei den Landesligaherren agiert der 39-Jährige bei den Punktspielen als Zuspieler und gibt sein Fachwissen dabei an die deutlich jüngeren Mitspieler weiter. Rehfeld begann selbst mit sieben Jahren mit dem Sport, der ihm bis zum heutigen Tag immer noch sehr viel Freude bereitet.

„Mein Vater spielte damals selbst bei der damaligen BSG KIM Königs Wusterhausen Volleyball. Ich begleitete ihn immer zu den Spielen und war dann irgendwann selbst mit Feuer und Flamme dabei. Ich spielte aber auch wie meine Kumpels Fußball und war zusätzlich als Rettungsschwimmer im Einsatz“, erinnert sich Rehfeldt an seine Jugendzeit in Wildau, wo er die Erich-Horletz-Schule besuchte. An ein besonderes Ereignis denkt er noch sehr gerne zurück. „Mit 17 Jahren spielte ich mit der Landesauswahl Brandenburg beim Bundespokal in Biedenkopf (Hessen). Wir waren so schlecht, ich habe glatt unsere Platzierung vergessen“, lacht Rehfeld. Nach der Umbenennung der Vereins im September 1993 in 1. VC Wildau war er aktiv bei den Männern in der Landesklasse. Nach der zehnmonatigen Armeezeit folgte ein Wechsel zu den Netzhoppers.

„Unvergessen werden für mich die gemeinsamen Trainingseinheiten mit den 1. Männern sein, die unter Coach Matthias Münz damals noch in der 2. Bundesliga spielten. Dabei konnte ich viel von den erfahrenen Volleyballspielern lernen“, so Rehfeldt weiter. 2006 machte er sich als Trainer selbstständig. „Ich veranstalte unter anderem Sportkurse in Grundschulen und gebe Sportunterricht in Kitas. Nachmittags bin ich dann fast sieben Tage in der Sporthalle zu finden. Dieser enorme Aufwand ist natürlich nur zu stemmen, weil ich von meiner Lebenspartnerin Yvonne jegliche Unterstützung bekomme“, freut er sich über die Rückendeckung seiner Familie. Seit 2012 führt Rehfeldt auch die Geschicke des VC als Vereinsvorsitzender. „Die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß, weil ich Leute um mich herum habe, die mich bei meiner Arbeit hervorragend unterstützen.“

Dass die Wildauer einen super Job in der Volleyball-Nachwuchsförderung machen, hat sich auch bei anderen Vereinen herumgesprochen. So stammte Netzhoppers-Bundesligaspieler Daniel Heinecke aus der VC-Jugend. „Besonders verfolge ich die Entwicklung von Ronny Wentzke, der in der Dritten Liga Nord bei der TSGL Schöneiche spielt. Ronny habe ich persönlich die Feinheiten des Volleyballsports beigebracht“, berichtet Rehfeldt stolz.

Vielleicht schaffen seine beiden Söhne, Alexander (13) und Oliver (7), die, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls beim 1. VC Wildau fleißig am baggern und pritschen sind, ebenfalls wie Vorbild Heinecke den Sprung zu den Netzhoppers. „So weit denke ich jedoch nicht, sie sollen erst einmal einfach nur Spaß und Freude an diesem tollen Mannschaftssport haben. Dafür hat unsere Tochter Annalena (15) überhaupt nichts mit Volleyball am Hut“, sagt Sven Rehfeldt und verschwindet in die Hallenmitte der Sporthalle im Wilderado , wo Sohn Oliver zusammen mit der Trainingsgruppe der U12 fleißig am trainieren mit einem Wasserball ist. „Bekommen sie diesen erst einmal über das Netz funktioniert es in der Regel auch mit einem Volleyball“, ruft er noch schnell im Vorbeigehen.

Von Oliver Schwandt

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