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RSV-Fahrer Benjamin Trojand siegt

Radsport RSV-Fahrer Benjamin Trojand siegt

Als der letzte Fahrer des Jedermann-Rennens die Ziellinie in der Yorkstraße überquert hatte, atmete Torsten Bartel vom RSV Blankenfelde erst einmal so richtig tief durch. „Zum Glück hatten wir nur einen Sturz zu verzeichnen, der aber außer ein paar kleineren Schürfwunden am Arm und Knie relativ glimpflich ausging“, so der RSV-Chef.

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Der in Mittenwalde wohnende Benjamin Trojand vom RSV Blankenfelde (M.) holte sich bei seinem Heimrennen den Sieg in der Altersklasse U15 vor Malte Maschke (Frankfurter RC, 2. v. l.) und Henning Sage (Marzahner RSC Berlin).

Quelle: Oliver Schwandt

Mittenwalde. Als der letzte Fahrer des Jedermann-Rennens die Ziellinie in der Yorkstraße überquert hatte, atmete Torsten Bartel vom RSV Blankenfelde erst einmal so richtig tief durch. „Zum Glück hatten wir nur einen Sturz zu verzeichnen, der aber außer ein paar kleineren Schürfwunden am Arm und Knie relativ glimpflich ausging“, so der RSV-Chef, dem es zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern gelungen ist, mit dem „2. GAAC-Altstadtrennen Mittenwalde“ eine Radsportevent auf die Beine zu stellen, das sich in den kommenden Jahren durchaus zu einer Traditionsveranstaltung in der Region entwickeln könnte.

„Vor zwölf Monaten sind knapp 230 Radsportler aus dem gesamten Bundesland Brandenburg und Berlin nach Mittenwalde gereist, diesmal waren es bereits 300 Fahrer“, freute sich Bartel über die positive Resonanz in diesem Jahr, „die Sportler lieben besonders das Flair der Strecke, denn auf dem 1,3-km-langen Rundkurs durch die Innenstadt von Mittenwalde geht es durchweg nur über Kopfsteinpflaster. Dieser Untergrund fordert von allen Startern höchste Konzentration und stellt zudem einen sehr hohen Anspruch an Fahrer und Material.“

Das Mittenwalder Altstadtrennen hat aber durchaus noch ein wenig Potenzial nach oben, das weiß auch Torsten Bartel: „Wir könnten locker noch 50 bis 80 Fahrer mehr verkraften. Aber dann ist auch die Höchstgrenze für unseren kleinen Verein erreicht.“ Aus seiner Sicht ist das Rennen in Mittenwalde eines der anspruchsvollsten im gesamten Bundesland. Stolz verweist er auf ein Streckenschild, auf dem steht: „Härtestes Rennen der Region.“ Torsten Bartel: „Es geht ja permanent nur über eine Buckelpiste. Die kleinsten Teilnehmer hatten teilweise offene Hände, weil sie ordentlich auf ihren Sätteln durchgeschüttelt wurden.“

Als Ehrengast schaute Nachwuchstrainer Bernd Drogan in Mittenwalde vorbei, der wie es sich für einen ehemaligen Weltklasse-Rennradfahrer (unter anderem Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980 im 100-km-Mannschaftsfahren mit dem DDR-Vierer Falk Boden, Hans-Joachim Hartnick und Olaf Ludwig, Weltmeister 1981 im 100-km-Mannschaftsfahren mit dem DDR-Vierer Falk Boden, Mario Kummer und Olaf Ludwig, Weltmeister 1982 im Straßeneinzelrennen) gehört, die 95 Kilometer von seinem Wohnort Cottbus nach Mittenwalde und zurück auf dem Sattel sitzend bewältigte.

„Für mich als Auswahltrainer ist es immer wieder interessant zu sehen, welche hoffnungsvollen Nachwuchstalente später einmal gute Rennradfahrer werden könnten“, so Drogan am Rande der Veranstaltung. Es nahm sich auch die Zeit, einen kurzen Abstecher in die Fahrradausstellung, die sich im Weinladen von Peter Hundrieser befindet, zu unternehmen. „Schade, ich hatte Bernd nur kurz verpasst, sonst hätte ich ihn noch um einen Eintrag ins Gästebuch gebeten“, ärgerte sich Michael Blessin von der Radsportabteilung der SG Südstern Senzig, der diese Ausstellung rund um den Radsport in Königs Wusterhausen und Umgebung mit ins Leben gerufen hatte.

Beim männlichen U15-Wettbewerb konnte Benjamin Trojand vom RSV Blankenfelde seinen Heimvorteil sehr gut ausnutzen. Der in Mittenwalde wohnende und in Cottbus zur Sportschule gehende Rennradsportler sicherte sich mit einem tollen Endspurt den Sieg bei diesem Rennen. Nicht so gut lief es dagegen bei Nicolas Zippan vom RSV 93 Königs Wusterhausen, der sich im vergangenen Jahr noch den ersten Platz in der U13 holte. Am Ende durchfuhr der 13-Jährige aus Zeuthen diesmal als Siebter die Ziellinie.

„Am Ende war bei mir der Tank dann aber leer“

„Das Rennen war aus meiner Sicht relativ in Ordnung. Es war aber auch aufgrund des Kopfsteinpflasters ziemlich anstrengend“, erzählte Zippan nach seiner Zielankunft nach knapp 20 gefahrenen Kilometern, „vom Start weg waren wir im Feld mit sehr hohem Tempo unterwegs. Am Ende war bei mir der Tank dann aber leer. Den Rundkurs in Mittenwalde finde ich echt gut. Es war für mich auch schön, einmal in der Nähe meines Wohnortes an den Start gehen zu können.“

So richtig spannend – auch für die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand – sollte das Jedermann-Rennen, das auch in die MOL-Cup Wertung mit einfloss, über 28 Runden werden. „Uns freut es schon sehr, dass diese Radsportveranstaltung bereits bei der zweiten Auflage mit zum MOL-Cup gewertet wird“, sagte Bartel. Dieser Cup besteht über das Jahr verteilt aus acht Rennen, die in die Wertung eingehen, bei denen sich die Fahrer Punkte verdienen können.

Sofort nach dem Startschuss setzte sich das Berliner Rockefeller Cycling-Team, in dem mit Michael Zippan ein Sportler des RSV 93 Königs Wusterhausen mitfuhr, vom Hauptfeld ab, verpasste es aber während des weiteren Rennverlaufs, sich einen Vorsprung herauszufahren. Richtig Pech hatte René Stolle vom SV Kloster Lehnin, der bei einsetzendem Regen auf den spiegelglatten Kopfsteinen mit seinem Fahrrad stürzte.

Den Sieg holte sich der Templiner Fahrer Silvio Pusch

„Irgendwie ist mein Hinterrad weggerutscht“, berichtete Stolle, für den das Rennen anschließend vorbei war. „Mist“, ärgerte sich der Radsportler, „ich war so gut in der Spitzengruppe mit dabei, für mich wäre sicherlich am Ende mehr drin gewesen“ Zum Rennende musste auch das Rockefeller-Team dem hohen Tempo Tribut zollen. Den Sieg holte sich der Templiner Fahrer Silvio Pusch (Team Standert), der sich einige Runden vor dem Rennende vom Hauptfeld absetzen konnte. Für Michael Zippan blieb noch einer kleiner Trost, denn er wurde Zweiter bei den Senioren III hinter seinem Teamkollegen Mike Herold.

Von Oliver Schwandt

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