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Sumotori Florian Ebert will eine EM-Medaille

Sumosport Sumotori Florian Ebert will eine EM-Medaille

„Diesmal möchte ich schon einen Medaillenplatz belegen“, sagt Florian Ebert vom Judoverein Königs Wusterhausen/Zernsdorf, der sich gerade auf dem Weg zu den Sumo-Europameisterschaften im polnischen Krotoszyn befindet.

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Sumotori Florian Ebert möchte bei der EM in Polen einen Medaillenrang erreichen.

Quelle: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. „Diesmal möchte ich schon einen Medaillenplatz belegen“, sagt Florian Ebert vom Judoverein Königs Wusterhausen/Zernsdorf, der sich gerade auf dem Weg zu den Sumo-Europameisterschaften im polnischen Krotoszyn befindet. „Bei meinen vergangenen fünf EM-Teilnahmen 2011 in Varna (Bulgarien), 2012 Budapest (Ungarn), 2013 Pönitz (Deutschland), 2014 Samakov (Bulgarien) und 2015 in Stip (Mazedonien) wurde ich jeweils nur Fünfter, jetzt soll es endlich mit einem Podestrang klappen“, gibt er für sich selbst die Zielstellung für die EM im Nachbarland aus.

Optimal vorbereitet auf die Kämpfe, die für ihn am Sonntag um 16 Uhr beginnen, ist der 24-Jährige auf alle Fälle. „In den vergangenen Jahren hatte ich keinen Trainingspartner in meiner Gewichtsklasse zur Verfügung. Selbst die Bild-Zeitung, die BZ und sogar das SAT1-Frühstücksfernsehen berichteten darüber. Ich kämpfte in unserer Judohalle gegen einen Dummy oder gegen Betonpfeiler“, erinnert sich Ebert, „zum Glück hat sich nach dem für mich schon sehr großen Medieninteresse Johannes Schalygin aus Rahnsdorf bei mir gemeldet. Er wiegt zwar 170 kg, aber ich kann mich endlich mit einem menschlichen Gegner auf die Sumo-Wettkämpfe intensiv und zielgerichtet vorbereiten.“

Ein Dummy war der regelmäßige Trainingspartner von Ebert

Ein Dummy war der regelmäßige Trainingspartner von Ebert.

Quelle: Oliver Schwandt

Nach seiner Geburt in Bad Saarow zogen seine Eltern nach Königs Wusterhausen, wo er mit sechs Jahren beim JV mit dem Judosport begonnen hat. „Ich habe aber nebenbei auch sehr gerne Fußball und Basketball gespielt.“ Mit zehn holte der gelernte Bäcker 2002 seinen ersten Judo-Landesmeistertitel, mit 16 folgte der erste Rang bei den Nordostdeutschen Meisterschaften in der Gewichtsklasse + 90 kg. „Ich war schon als Kind etwas moppelig, deshalb musste ich immer im Plusbereich antreten“, grinst der 126-kg-Athlet, der gerade erst vor zwei Wochen zum Sportler des Jahres 2015 im Kreis Dahme-Spreewald gewählt wurde.

Bei der Teilnahme 2007 an der Deutschen Meisterschaft in Rüsselsheim (Hessen) erkämpfte sich der JV-Kämpfer einen hervorragenden siebten Platz von insgesamt 24 in den Wettkampf gegangenen Startern. Zwölf Monate später folgte ein fünfter Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Herne (Nordrhein-Westfalen). „Natürlich wurden die Späher der Sportschule Frankfurt (Oder) auf meine guten Leistungen aufmerksam, aber meine Eltern wollten erst, dass ich meine Schulzeit vernünftig zu Ende bringe“, erzählt Ebert weiter.

Für den Gegner hat Ebert vor jedem Duell nur einen bösen Blick übrig

Für den Gegner hat Ebert vor jedem Duell nur einen bösen Blick übrig.

Quelle: Oliver Schwandt

Nachdem er noch drei Jahre lang für Eberswalde in der 2. Bundesliga auf der Tatami (Matte) aktiv war, folgte der Wechsel zum Sumosport. „Den Gegner von der runden Matte zu drängen macht mir unheimlich viel Spaß. Ich liebe diesen engen Körperkontakt mit meinen jeweiligen Kontrahentenwährend des manchmal nur fünf Sekunden dauernden Duells“, berichtet Ebert, der mit einer von ihm sehr gerne angewandten Spezialtechnik seinen Gegner schnell von der Matte drücken will. „Mit intensiven Schlägen mit dem Handballen ins Gesicht (Backpfeifen) versuche ich mein Gegenüber zu überrumpeln.“

Diese Taktik hatte ihm in den vergangenen Jahren schon sehr viel Erfolg eingebracht, da er sich in seiner bisherigen Sumo-Laufbahn auch schon über vier Titel bei den Deutschen Meisterschaften freuen konnte. „Aber als Bäcker möchte ich in der Zukunft nicht wirklich mehr arbeiten. Ich habe gerade den Polizeivorbereitungstest in Berlin bestanden, mit etwas Glück fange ich in naher Zukunft eine Polizei-Laufbahn im mittleren Dienst an“, hofft der sympathische Sportler, der so ziemlich an jedem Wochentag in der Judohalle des JV (Goethestraße) sein Trainingspensum herunterspult. „Mein nächstes großes Ziel sind die Weltmeisterschaften im Juni 2016 in Ulan Bator (Mongolei). Einmal bei einer WM den Titel oder wenigstens eine Medaille holen, davon träumt doch jeder Sportler“

Von Oliver Schwandt

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