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Vereinstreuer Uwe Johannsen

Treue Seele Vereinstreuer Uwe Johannsen

„Aktuell haben wir im Verein, der noch 60 Mitglieder hat, nur noch zwei Nachwuchskegler im Alter von acht und elf Jahren, zu Spitzenseiten waren es immerhin 35 bis 40“, erzählt Uwe Johannsen vom Märkischen Postsportverein 95 Königs Wusterhausen, der immer freitags auf der Kegelbahn als Trainer für die beiden Nachwuchssportler fungiert.

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Uwe Johannsen ist seit 1982 Mitglied beim Märkischen Postsportverein 95.

Quelle: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. „Aktuell haben wir im Verein, der noch 60 Mitglieder hat, nur noch zwei Nachwuchskegler im Alter von acht und elf Jahren, zu Spitzenseiten waren es immerhin 35 bis 40“, erzählt Uwe Johannsen vom Märkischen Postsportverein 95 Königs Wusterhausen, der immer freitags auf der Kegelbahn neben dem Stadion der Freundschaft als Trainer für die beiden Nachwuchssportler fungiert. „Für die Zukunft sehe ich schwarz. Jahrelang haben wir Schülerturniere durchgeführt, vier Tage in der Woche mit etwa 350 Jugendlichen, für die ich mir extra Urlaub an die Backe gebunden hatte. Es gab für die Kids Pokale und Urkunden.

Am Anfang sind noch 20 Kinder zum Training gekommen, dann nur noch zehn, von denen die zwei, die ich unter meine Fittiche habe, übrig geblieben sind“, ärgert sich der 56-Jährige ein wenig über das mangelnde Interesse am Kegelsport, der in Königs Wusterhausen eine große Tradition hat. Seit der Gründung 1995 gewannen Kegler des MPSV insgesamt 27 Deutsche Meistertitel und waren jahrelang im Bohlekegeln in der ersten Bundesliga im Einsatz. Johannsen erblickte in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) das Licht der Welt und wuchs in Schönberg auf. Nach seinem Finanzökonomie-Studium Anfang der 80-iger Jahre in Gotha (Thüringen) zog er nach Königs Wusterhausen, weil ihm bei der damaligen Nationalen Volksarmee in Ziegenhals einen Job als finanzökonomischer Mitarbeiter 1982 angeboten wurde. „Ich war für die Gehaltsabrechnungen der Soldaten und für die gesamte Buchhaltung zuständig“, erinnert er sich an seine Zeit bei der NVA.

Volleyball war überhaupt nicht so mein Ding

„Meine Mitarbeiterin war Elke Mann, die mich erst zum Volleyball schleppte (lacht), damit ich in einer neuen Stadt Anschluss finden konnte. Aber Volleyball war überhaupt nicht so mein Ding, ich war auch nur ein- oder zweimal beim Training. Auf einen Tipp von Elke hin schaute ich anschließend beim damaligen SV Dynamo beim Kegeln vorbei und war von Anfang an von dieser Sportart fasziniert.“ Bereits ein Jahr später wurde Johannsen als technischer Leiter (Sportwart) im Verein eingesetzt.

„Mein Zuständigkeitsbereich lag zum Beispiel im Organisieren des Spielbetriebs, Terminplanung und Mannschaftszusammenstellung.“ Nach der politischen Wende wurde der SV Dynamo 1991 in MKC (Märkischer Kegelclub) umbenannt, wo Johannsen auch gleich zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Vier Jahre später folgte der Zusammenschluss aus dem MKC und dem Postsportverein zum Märkischen Postsportverein 95, wo er bis zum heutigen Tag wieder den Posten des Sportwarts inne hat. Von da an ging es sportlich für den Kegelverein ziemlich nach oben, der mit dem Bundesligaaufstieg 2000 seinen Höhepunkt erreichte.

Bis zum Bundesligaabstieg 2007 agierte er während der Spiele auf der heimischen Anlage als Schiedsrichter

„Meine Leistungen waren leider nicht ausreichend, um zum Beispiel die Stettnisch-Brüder oder Rainer Kühn aus dem Team zu verdrängen. Aber ich nahm mal 2014 mit der Mannschaft bei einer Deutschen Meisterschaft in Wolfsburg (Niedersachsen) teil. Der vierte Platz war bisher mein größter sportlicher Erfolg“, berichtet Johannsen stolz. Bis zum Bundesligaabstieg 2007 agierte er während der Spiele auf der heimischen Anlage als Schiedsrichter und kann sogar schon auf internationale Einsätze zurückblicken.

Bei Ländervergleichsduellen zwischen Dänemark und Deutschland, die einmal im Jahr stattfinden, war er 2011 und 2013 im dänischen Kopenhagen als Referee im Einsatz. „Das war für mich wirklich ein tolles Erlebnis, auch mal bei einem internationalen Vergleich dabei zu sein,“ sagt Johannsen, der zudem noch den Posten des Vorsitzenden des Kreisfachverbandes Kegeln (Landkreis Dahme-Spreewald) und des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des SKVB (Sportkeglerverband des Landes Brandenburg) bekleidet.

Von Oliver Schwandt

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