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Volleyball bestimmt sein Leben

„Treue Seele“ Volleyball bestimmt sein Leben

„Nein, daran glaube ich nicht. Wir werden auch diesmal den Bundesliga-Klassenerhalt schaffen, davon bin ich felsenfest überzeugt“, gibt sich Netzhoppers-Urgestein Immo Prussak, der schon alle Höhen und Tiefen des Volleyballsports im Dahmeland erlebt hat, kämpferisch. Er war hautnah dabei, als sein geliebter Verein 2006 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.

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Ein Herz und eine Seele: Netzhoppers-Maskottchen „Netzino“ (l.) und Volleyball-Statistiker Immo Prussak.

Quelle: Oliver Schwandt

Bestensee. „Nein, daran glaube ich nicht. Wir werden auch diesmal den Bundesliga-Klassenerhalt schaffen, davon bin ich felsenfest überzeugt“, gibt sich Netzhoppers-Urgestein Immo Prussak, der schon alle Höhen und Tiefen des Volleyballsports im Dahmeland erlebt hat, kämpferisch. Er war hautnah dabei, als sein geliebter Verein 2006 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. „Vor 1100 Zuschauern konnten wir uns in der Paul-Dinter-Halle gegen den VC Bad Dürrenberg in einem hart umkämpften Match durchsetzen“, erinnert sich der Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, der in Wildau beheimatet ist. „Ich durfte vor dem Spiel als Einspielpartner für Diagonalspieler Kay Matysik fungieren. Ein unvergessliches Erlebnis, welches für mich überhaupt mein sportlicher Höhepunkt in meiner langen Volleyball-Karriere war“, erzählt Prussak weiter, der mit seinen 60 Jahren immer noch in der Kreisklasse beim 1. VC Wildau am Netz aktiv ist. Der sympathische Sportsmann war aber auch dabei, als nach sechs Jahren Erstligazugehörigkeit der Lizenzantrag des Vereins für ein Spielrecht in der 1. Bundesliga für die Saison 2013/14 aus wirtschaftlichen Gründen von der DVL abgelehnt wurde. Aber bereits nach nur einer Saison in der 2. Bundesliga, die ohne Niederlage souverän gestaltet wurde, gelang die Rückkehr ins Oberhaus der Liga.

Der diesjährige Saisonstart verlief so schleppend, dass sich Prussak einen Bart wachsen ließ. „Ich sagte den Jungs, ich rasiere mich erst wieder wenn wir die ersten Liga-Punkte einfahren. Da dieses Vorhaben erst knapp einen Monat nach Saisonstart beim 3:0-Heimerfolg am 28. November gegen den VC Mitteldeutschland gelang, war es schon ein mächtiger Vollbart geworden. Diesen entfernte ich natürlich nach dem Erfolg gegen den CVM sofort wieder“, berichtet Prussak, den alle Fans in der Landkost-Arena nur mit einem Basecap auf dem Kopf und dicken Gehörschützern auf den Ohren kennen, wenn er akribisch genau auf seinem erhöhten Platz an der rechten Hallenseite die Spieldaten in seinen Laptop reintickert. „Es ist immer so laut beim Spiel, ohne Gehörschutz setze ich mich nicht auf meinen Stuhl“, berichtet Prussak weiter. Seit vielen Jahren ist er unter anderem für die Statistik und Videoaufzeichnung beim Bundesligisten verantwortlich, hilft aber auch überall dort, wo seine helfenden Hände benötigt werden. „Ich schicke die gesammelten Daten und das Video unserem Trainer, der diese Informationen dann gezielt mit der Mannschaft intern auswerten kann“, gibt er stolz mit einem Lächeln im Gesicht preis.

Eigentlich war Prussak ein Volleyball-Quereinsteiger. „In der Schule war ich ein leidenschaftlicher Leichtathlet. Aber Volleyball hat mich dann irgendwie doch etwas mehr fasziniert, so dass ich in Wildau beim 1. VC meine Laufbahn begann. 1996 folgte ein Wechsel nach Niederlehme in die Landesklasse, wo unter anderem Viktor Kaliberda, Vater von Auswahlspieler Denis, im Team stand. Ich spielte mit Freund Peter Beutke zwar nur in der 2. Mannschaft, aber nach dem Aufstieg der Ersten in die Landesliga waren wir beide als „Brüllschweine“ und „Stimmungsmacher“ bei fast jedem Match dabei“, erinnert sich Prussak immer noch an eine schöne Volleyballzeit beim BSV Niederlehme. Nachdem dem Verein, der mittlerweile 1999 in der Regionalliga angekommen war, nach einer Namensänderung in BSV Idoma Niederlehme das Spielrecht entzogen wurde, besorgte Peter Beutke gemeinsam mit Dr. Hans-Jochen Rodner und Dr. Volkmar Mann das Regional-Spielrecht zusammen mit allen Spielern in einer Übernacht-Aktion für die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Dort war Prussak dann unter anderem als Co-Trainer und Busfahrer im Einsatz, bis er seine statistischen Aufgaben nach dem Aufstiegsspiel gegen Bad Dürrenberg am 22. April 2006 übernahm, als die Netzhoppers durch einen 3:1-Erfolg den Sprung in die 1. Bundesliga schafften. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass das Netzhoppers-Urgestein auch in der kommenden Saison seine wichtigen Aufgaben in der Bundesliga erfüllen und weiterhin die Truppe von Coach Mirko Culic bei ihren Reisen quer durch die Republik im Volleyball-Oberhaus begleiten kann.

Von Oliver Schwandt

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