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„Ein Kind der ersten Stunde“

Seit 32 Jahren gehört Tobias Gäbler dem TSV Chemie Premnitz an und ist dabei nicht nur selbst sportlich aktiv „Ein Kind der ersten Stunde“

Tobias Gäbler ist aus dem Bundesliga-Team der Bowler des TSV Chemie Premnitz nicht wegzudenken. Bereits seit 1983 ist der 38-Jährige Mitglied in dem Verein. Begonnen hat er dort als Schwimmer. Seit 1988 ist der in Falkensee lebende Tobias Gäbler Bowler und in dieser Abteilung in vielen Bereichen tätig, so unter anderem auch als Jugendtrainer.

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Neben seinen verschiedenen Tätigkeiten im Verein spielt Tobias Gäbler auch im Bundesliga-Team.

Quelle: Heike Willisch

Premnitz. Es ist laut, aber das ist auch so gewollt. Wenn beim Bowling viele Pins durch die Gegend fliegen, erzeugt das einen besonderen Lärm. Einer, der das besonders gut kann ist Tobias Gäbler vom TSV Chemie Premnitz. Doch nicht nur als Spieler im Bundesligakader steht der 38-Jährige seinen Mann, auch in anderen Bereichen der Abteilung hilft Gäbler aktiv mit. „Bowling ist ein Mix aus körperlichen Fähigkeiten, Kondition, Taktik und Psyche. Das macht es so spannend“, beschreibt Tobias Gäbler seine Leidenschaft für seinen Sport.

Bereits seit 1983 ist der Ur-Premnitzer Mitglied beim TSV Chemie. Damals aber noch nicht bei den Bowlern, denn seine ersten sportlichen Versuche unternahm er bei der Sektion Schwimmen. Doch schon bald wurde er mit dem „Virus“ Bowling infiziert. Das war im Jahr 1988. Seitdem ist Gäbler aus dem Premnitzer Bowling-Sport nicht mehr wegzudenken und hat diesen auch aktiv mitgeprägt. Anfang der 1990er Jahre erlebte die 1. Männermannschaft sportlich einen enormen Aufschwung über die 2. Bundesliga landete der Verein 2003 in der 1. Bundesliga. Immer mit dabei natürlich Tobias Gäbler. „Er ist schon ein Kind der ersten Stunde. Er war auch der erste Premnitzer Nationalspieler“, erzählt TSV-Trainer Peter Lorenz über seinen Schützling. Über all die Jahre sei eine richtig enge Freundschaft entstanden, so der Premnitzer Trainer weiter.

Doch er ist nicht nur als Spieler in der Bundesliga so wichtig für seinen Verein. Seit 2010 engagiert er sich auch als Trainer beim TSV Chemie. Besonders am Herzen liegt ihm die Jugendarbeit. So betreut er unter anderem Schulprojekte der Oberschule Premnitz oder der Bürgelschule in Rathenow. Außerdem ist er auch als Jugendtrainer für seinen Verein und den Landesstützpunkt Brandenburg tätig. „Das macht unglaublich viel Spaß mit jungen Leuten zu arbeiten“, erzählt Gäbler, der in Falkensee lebt. Im letzten Jahr war er als Nationaltrainer mit den Bowling-Damen bei der Weltmeisterschaft in Abu Dhabi dabei. Deutschland landete im Team-Wettbewerb auf Platz drei. Auch ein Verdienst Gäblers, der unter anderem dafür vor Kurzem von der Deutschen Bowling Union (DBU) zum Trainer des Jahres 2015 gewählt wurde. Darauf angesprochen wirkt Gäbler etwas sprachlos. „Das kam vollkommen überraschend. Ich bin mit 38 Jahren eigentlich noch viel zu jung für so eine Auszeichnung.“ Geehrt wird er im März auf dem Sportlerball der DBU in Mahlow.

Doch das ist der Lohn für seine tägliche Arbeit. Mit Training, Arbeit und der Betreuung von Jugendlichen verbringt der Premnitzer knapp 60 Stunden pro Woche auf der Bowlinganlage. Und als wäre dies nicht schon längst genug arbeitet Tobias Gäbler auch im Vorstand der Abteilung Bowling mit. Dort ist er für den Bereich Leistungssport zuständig. So kümmert sich Gäbler auch um die Planung für die Bundesligaspieltage. Er organisiert die Busse oder bucht die Hotels für seine Mannschaft. „Man kann sich dabei immer voll auf ihn verlassen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal irgendetwas Organisatorisches nicht geklappt hätte“, erzählt sein Trainer Peter Lorenz. Zeit für ein weiteres Hobby bleibt da selbstverständlich nicht mehr. „In meinem Garten würde ich manchmal gerne mehr Zeit investieren, aber ich habe fast nur Rasenfläche, das ist am pflegeleichtesten“, grinst der 38-Jährige.

Für Tobias Gäbler steht eines indes fest, den TSV Chemie Premnitz – seinen Verein – wird er nicht mehr verlassen. „Ich fühle mich hier wohl und kann mir gar nicht vorstellen für einen anderen Verein zu spielen oder andere Tätigkeiten auszuüben. Es sind einfach viel zu viele Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte“, so Gäbler.

Zum Abschluss wird es dann wieder laut auf der Bowlingbahn, seine Teamkollegen haben gerade mit dem Training begonnen, denn in der Bundesliga steht der nächste Spieltag schon an.

Von Christoph Laak

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