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Falkenseerin segelt in den Olympia-Hafen

Annika Bochmann bucht bei EM in Mallorca das Rio-Ticket Falkenseerin segelt in den Olympia-Hafen

Annika Bochmann aus Falkensee und Marlene Steinherr aus Berlin kamen bei der Europameisterschaft in der 470er Klasse der Frauen in Palma de Mallorca mit einem starken Endspurt auf den 14. Platz. Damit entschieden sie die über drei Rennen führende interne deutsche Olympiaqualifikation in dieser Klasse klar für sich.

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Annika Bochmann (hinten) und Marlene Steinherr (l.) machten bei der EM in Mallorca den letzten Schritt in Richtung Olympia.

Quelle: Bernardí Bibiloni

Palma de Mallorca. Nur drei Tage nach Geher Nils Brembach hat mit Seglerin Annika Bochmann eine weitere Sportlerin aus Falkensee die Nominierungskriterien für die Olympischen Sommerspiele im August in Rio de Janeiro erfüllt. Die 24-jährige Steuerfrau kam nach dem letzten Finalrennen am Dienstagabend bei der Europameisterschaft in der 470er Klasse der Frauen in Palma de Mallorca zusammen mit ihrer Vorschoterin Marlene Steinherr auf den 14. Platz. Damit waren sie im Feld der insgesamt 57 Mannschaften das beste deutsche Boot.

An den letzten beiden EM-Tagen haben Bochmann/Steinherr noch einige Plätze gut gemacht, nachdem sie zuvor wegen zwei Disqualifikationen nach Startfehlern etwas ins Hintertreffen geraten waren. Wenn das nicht passiert wäre, hätte die deutsche Crew wahrscheinlich das Medaillenrennen der besten zehn Teams erreicht. So standen Bochmann/Steinherr nach den Qualifikationsrennen auf dem 23. Platz und arbeiteten sich in den sechs Finalrennen noch bis auf den 14. Rang nach vorn. Vor allem in der letzten Wettfahrt am Dienstag konnten sie als Fünfte nochmal überzeugen. Letztlich überholten Annika Bochmann und Marlene Steinherr so auch noch das Team mit Nadine Böhm und Ann-Christian Goliaß (Tutzing), das als zweitbestes deutsches Duo bei der EM auf den 21. Platz kam.

In der Gesamtwertung der drei internationalen Wettkämpfe, die vom Deutschen Segler-Verband (DSV) für die interne nationale Olympiaqualifikation ausgeschrieben worden waren – das waren die EM 2015 in Aarhus, die WM im vorigen Jahr in Haifa (Israel) und die jetzige EM in Palma de Mallorca – lagen Bochmann/Steinherr am Ende mit 35 Punkten deutlich vor Böhm/Goliaß (12). „Wir haben es noch gar nicht realisiert. Die EM war auch für uns täglich Kampf und Krampf. Der lange, schwierige Weg bis hierher ist endlich geschafft. Wir freuen uns auf den großen Brocken, der jetzt vor uns liegt“, sagte die 30-jährige Marlene Steinherr nach dem letzten Europameisterschafts-Rennen. Zusammen mit Annika Bochmann hatte sie ja schon als Achte bei der WM im vorigen Jahr in Haifa den Nationenstartplatz für Deutschland in der 470er Klasse der Frauen gesichert. Denn das Starterfeld in dieser Klasse ist bei den Spielen in Rio de Janeiro auf 20 Boote begrenzt, wobei aus jedem Land nur ein Team teilnahmeberechtigt ist.

Wenn auch die letzten anderen olympischen Bootsklassen im Mai die Qualifikation beendet haben, wird der DSV endgültig über den Kader für Rio befinden und ihn – so wie es auch in allen Sportarten gehandhabt wird – dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorschlagen, der am 31. Mai die endgültige Nominierung der deutschen Olympiamannschaft vornimmt. Nach Einschätzung von Segel-Experten gehören Bochmann/Steinherr bei Olympia zwar nicht zum Favoritenkreis, aber sie würden das Potenzial besitzen, für eine Überraschung sorgen zu können, heißt es.

Den EM-Titel in Palma de Mallorca holten sich souverän die zweifachen Weltmeisterinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar aus Österreich, die auch in Rio mit ganz vorn zu erwarten sind. Silber ging an Afrodite Kyranakou/Anneloes Van Veen (Niederlande). Bronze gewannen Fernanda Oliveira/Ana Barbachan (Brasilien).

Von Axel Eifert

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