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Für Nils Brembach kann Olympia kommen

Norm über 20 Kilometer für Rio erfüllt Für Nils Brembach kann Olympia kommen

Jetzt kann der Falkenseer Geher Nils Brembach für Olympia planen. Der 23-Jährige vom SC Potsdam erfüllte bei einem internationalen Wettkampf im tschechichen Podebardy über 20 Kilometer in der Zeit von 1:20:58 Stunden die vom DLV geforderte Norm von 1:22:00 Stunden für die Teilnahme an den Sommerspielen im August in Rio de Janeiro.

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Nils Brembach (l.) in Podebrady Seite an Seite mit dem Mexikaner Isaac Palma.

Quelle: Philipp Pohle

Falkensee. Der Traum von einer Teilnahme an Olympischen Spielen dürfte in diesem Jahr wahr werden für Geher Nils Brembach aus Falkensee, falls nicht noch irgendein Missgeschick wie beispielsweise eine Verletzung dazwischen kommt. Der 23-Jährige war vergangenen Sonnabend im tschechischen Podebrady über 20 Kilometer in 1:20:58 Stunden deutlich unter der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderten Norm von 1:22:00 Stunden für die Sommerspiele im August in Rio de Janeiro. Zugleich verbesserte er über diese Distanz seine Bestleistung aus dem Vorjahr um 23 Sekunden.

Seine beiden Klubkollegen Christopher Linke und Hagen Pohle vom SC Potsdam waren in dem sehr schnellen Feld in Podebrady, wo der Falkenseer auf Platz 14 einkamen, sogar noch etwas besser. Linke kam in 1:19:19 Stunden Zweiter hinter dem Schweden Perseus Karlström (1:19:11), und Hagen Pohle belegte in 1:19:58 Stunden den sechsten Platz. Sie erfüllten damit auch die Olympia-Norm für Rio. Bei Nils Brembach war die Freude über das Ergebnis natürlich riesengroß. „Genau für diese Momente arbeitet, trainiert und quält man sich Tag für Tag“, schrieb Nils Brembach, der einst beim TSV Falkensee mit der Leichtathletik begann, auf seiner Facebook-Seite. „Der ganze Druck ist erstmal weg. Jetzt kann ich mich in Ruhe auf den absoluten sportlichen Höhepunkt in meiner bisherigen Karriere in Rio de Janeiro vorbereiten“, sagte er nach seiner Rückkehr aus Podebrady am Montag im Gespräch mit der MAZ.

Der Plan der von Bundestrainer Ronald Weigel geleiteten Geher-Trainingsgruppe in Potsdam sei perfekt aufgegangen, meinte Nils Brembach. Nach den zwei Höhentrainingslagern Anfang dieses Jahres in Südafrika seien sie alle drei auf den Punkt fit gewesen und hätten sich zudem eine sehr gute Substanz für die weitere Saison aufgebaut. Dazu kam, dass die Bedingungen am vergangenen Sonnabend in Podebrady optimal gewesen sein. „Es war recht kalt, so um die zehn Grad, die ganze Zeit herrschte Dauerregen und es gab keinen Wind. Für uns war das ideal, denn wir mussten nicht viel trinken und der Körper ist während des Rennens nicht ausgekühlt. Auch die Strecke war super und sehr abwechslungsreich. Es gab kein Hin und Her, wie wir es sonst gewohnt sind“, sagte Nils Brembach. Er selbst hatte sich vorgenommen, jeden Kilometer in 4:06 Minuten zu absolvieren, was auf eine Zeit von fast genau 1:21:21 Stunden hinausgelaufen wäre.

„Ich kam dann in eine Gruppe, die immer glatt vier Minuten pro Kilometer gegangen ist. Da wollte ich dann drin bleiben, um mir einen Vorsprung gegenüber meinen Plan zu erarbeiteten, was bis Kilometer 15 auch sehr gut geklappt hat“, erzählte Nils Brembach. Dann sei Hagen Pohle von hinten angeprescht gekommen. „Mit ihm bin ich noch eine Weile mitgegangen, dann wurde es sehr schwer. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass ich es schaffen würde. Zum Schluss habe ich mich dann noch zusammengerissen, um unter 1:21 Stunden zu bleiben“, so der Falkenseer weiter.

Bis zum Weltcup in Rom (7. und 8. Mai) gibt es nun eine kurze Pause für Nils Brembach. Dort wird er ebenfalls über die 20 Kilometer an den Start gehen. „Es gab zuletzt auch die Überlegung, dass ich dort versuchen soll, die Olympia-Norm über 50 Kilometer zu schaffen. Wir haben uns nach einigen Überlegungen aber dagegen entschieden, denn ich will mich bei Olympia in Rio de Janeiro voll auf die 20 Kilometer konzentrieren“, sagte Nils Brembach.

Von Axel Eifert

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