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41 Segelflieger hoffen auf die Quali

FSV Stölln/Rhinow – Segelfliegen 41 Segelflieger hoffen auf die Quali

Eine Menge Trubel herrschte in den vergangen Wochen auf dem Segelflugplatz in Stölln. Neben dem Lilienthal-Lauf stand für die Segelflieger auch der Gollenberg-Cup, ein Qualifikationswettkampf für die deutschen Meisterschaften, statt. Die Teilnehmer hatten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen.

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Auf dem Segelflugplatz in Stölln herrschte dichtes Gedränge neben der Start- und Landebahn.

Quelle: verein

Stölln. Für die 41 teilnehmenden Piloten des Gollenberg-Cups in Stölln begann der Segelflugwettbewerb zunächst mit Warten, denn beide Trainingstage fielen buchstäblich ins Wasser. Auch an den Folgetagen war die Regenjacke ein häufig anzutreffendes Kleidungsstück.

Sonne und Thermik? Weit gefehlt. Die notwendigen drei Wertungstage, um eine gültige Gesamtwertung zu erzielen, wurden gerade so unter schwierigsten Wetterbedingungen, speziell durch intensiven Wind und heraufziehende Regenfronten, erreicht. Der Wind sorgt beim Segelflug zum einen für ungleichmäßige – man sagt auch „zerrissene“ – Thermik und zum anderen versetzt er das Flugzeug in der Luft, was die Piloten bei ihrem Flug berücksichtigen müssen. Schwierige Bedingungen fanden die Piloten auch am Boden, denn spätestens bei den Landungen auf der Segelflugbahn machten sie Bekanntschaft mit Löchern, Bodenwellen und Fahrspuren des Antarisfestivals. „Die Situation war für uns sehr unangenehm“, so Vereinsvorsitzender und Sportleiter Johannes Hille, „denn letztlich geht es hier nicht nur um Material, sondern vor allem um die Sicherheit der Piloten. Noch einen Wettbewerb unter solchen Bedingungen werden wir nicht verantworten.“ Zwei Schleppflugzeug-Piloten haben ihre Teilnahme abgesagt, weil sie aus Sicherheitsgründen auf dem Stöllner Rasen nicht laden wollten.

Für die Stöllner Segelflieger wird eine Restaurierung bestimmter Flächenbereiche immer drängender und die ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Allein: Es wird nichts nützen, den Platz aufwendig zu sanieren, wenn ohnehin wieder ein Musikfestival darauf stattfindet.

Geflogen wurden beim Gollenberg-Cup letztlich eher kleine und mittlere Strecken und es gab viele Außenlandungen. Finden die Piloten keinen Anschluss mehr an die Aufwinde, müssen sie sich in bestimmten Entscheidungshöhen mit der Auswahl eines geeigneten Landefeldes befassen. Dabei spielen nicht nur der Bewuchs, die Windrichtung und mögliche Hindernisse eine Rolle, sondern manchmal auch ganz praktische Aspekte, wie zum Beispiel ein kurzer Weg zur nächsten Straße. Denn wenn die Rückholmannschaft mit dem Anhänger kommt, will man das Flugzeug nicht durchs halbe Feld tragen. Da der Gollenberg-Cup als Qualifikationswettbewerb fungierte, ging es dabei auch um Startplätze für die Deutsche Meisterschaft der Junioren 2018. Für eine annähernd gleiche Bewertungsgrundlage sorgt dabei auch die Unterteilung der Flugzeuge in bestimmte Leistungsklassen und ein Punktesystem, was Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Flugzeugtypen ausgleicht. In Stölln starteten Piloten in der Standard- und in der Clubklasse. Die besten Platzierungen in der Clubklasse erreichten Jan Hendrik Henke (3. Platz, Niedersachsen), Etienne Dollhausen (2. Platz, Nordrhein-Westfalen) und auf dem ersten Platz Philipp Goralski aus Hamburg. In der Standardklasse siegte Dennis Polej aus Niedersachsen vor dem Zweitplatzierten Nils Schlautmann aus Hessen, gefolgt vom Brandenburger Julius Gäde .

Der Verein freut sich damit über einen zwar schwierigen, aber doch insgesamt gelungenen Wettbewerb, der ohne die zahlreichen Helfer nicht möglich gewesen wäre. Nach dem großen Aufräumen wird die Saison am Gollenberg etwas ruhiger voranschreiten und hoffentlich noch viele schöne Thermiktage mitbringen.

Von Sebastian Heinzel

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