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Aufregung steigt vor der WM-Premiere

Falkenseer Geher Nils Brembach hat in Peking schon Olympia im Blick Aufregung steigt vor der WM-Premiere

Mit einem Start bei den Weltmeisterschaften in Peking hatte der 22-jährige Geher Nils Brembach aus Falkensee in diesem Jahr eigentlich nicht gerechnet. Dank seiner Leistungssteigerung erfüllte er aber die WM-Norm und wurde vom Deutschen Leichtathletik-Verband nominiert. Nun schaut Nils Brembach mit einem Auge sogar auf Olympia im nächsten Jahr in Rio de Janeiro.

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Nils Brembach (M.) – hier mit seinen Potsdamer Trainingskollegen Hagen Pohle (l.) und Christopher Linke – startet in Peking erstmals bei einer WM.

Quelle: Philipp Pohle

Falkensee. Noch ist Geher Nils Brembach aus Falkensee die Ruhe in Person. „Bis jetzt hält sich die Nervosität noch in Grenzen. Aber wenn ich dann am Sonnabend am Flughafen bin und in die Maschine steige, wird die Aufregung sicherlich größer“, sagte der 22-Jährige vom SC Potsdam, der mit einem Teil der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft nach Südkorea fliegt. Dort gibt es für Nils Brembach und Co. von Sonntag bis zum 19. August noch ein Trainingslager auf der Insel Jeju, ehe es danach weiter zu den Weltmeisterschaften nach Peking geht.

Für Brembach, der einst als Mittelstreckenläufer beim TSV Falkensee mit der Leichtathletik begann, wird es die WM-Premiere sein. Er wird dort in der Nacht vom 22. zum 23. August um 2.30 Uhr deutscher Zeit über 20 Kilometer an den Start gehen. Noch vor einigen Monaten hatte Nils Brembach noch nicht daran gedacht, schon jetzt erstmals an einer solchen großen internationalen Meisterschaft teilnehmen zu können. „Das ist für mich eine Zugabe in diesem Jahr, aber eine sehr schöne. Natürlich möchte ich mich nun dort auch gut präsentieren“, meinte der Falkenseer.

Saison-Höhepunkt für Nils Brembach waren in diesem Jahr eigentlich die U-23-Europameisterschaften Anfang Juli in Tallinn (Estland). Doch bereits im Vorfeld wurde er deutscher Meister bei den Männern über 20 Kilometer und erfüllte dabei mit seiner Bestleistung von 1:21:21 Stunden etwas überraschend die geforderte WM-Norm. Dafür wurde er vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für Peking nominiert. Bei der U-23-EM in Tallinn kam der Falkenseer auf den guten sechsten Platz, obwohl er sich selbst insgeheim wohl ein bisschen mehr ausgerechnet hatte. Trotzdem ist diese Saison für Nils Brembach sehr gut gelaufen und findet mit der WM-Teilnahme nun ihren krönenden Abschluss.

Als international gesehen noch sehr junger Geher geht es für ihn darum, „erste Erfahrungen in der Männerklasse zu sammeln, wie er selbst in der WM-Broschüre des DLV sagte. Deshalb hat sich Nils Brembach für Peking einen Platz unter den Top-20 vorgenommen. Als sehr ehrgeiziger Sportler, der von einer Teilnahme an Olympischen Spielen träumt, hat er aber noch ein anderen Ziel im Blick. „Vielleicht schaffe ich ja, wenn es ganz gut für mich läuft, sogar eine Platzierung unter den ersten 14. Wenn dann noch eine Zeit von etwa 1:24 Stunden herauskommt, wäre ich schon direkt für Olympia im nächsten Jahr in Rio de Janeiro qualifiziert“, meinte Nils Brembach. Wenn das nicht klappt, werde er in der neuen Saison versuchen, das Olympia-Ticket zu ergattern. „Dann werde ich aber wesentlich schneller sein müssen, so etwa um die 1:21:30 Stunden oder noch etwas schneller“, sagte er.

Die Konkurrenz in Peking ist für Nils Brembach wegen der ungewohnten äußeren Bedingungen wie der wesentlich höheren Luftfeuchtigkeit schwer einzuschätzen. Zudem hat der russische Verband seine ansonsten immer mitfavorisierten Geher mit Ausnahme eines Athleten, der über 50 Kilometer startet, wegen Doping-Verdächtigungen vorläufig und damit auch für die WM gesperrt. So rechnet Nils Brembach bei der WM vor allem mit den japanischen und wegen des Heimvorteils mit den chinesichen Athleten. „Aber auch die Spanier, Guatemala und Kolumbien haben starke Leute am Start.“ Immerhin ist Nils Brembach in seinem WM-Kampf in Peking nicht allein. An seiner Seite sind mit Christopher Linke und Hagen Pohle noch zwei Kameraden aus seiner heimischen Trainingsgruppe vom SC Potsdam. Sie unterstützen sich schon in der Vorbereitung gegenseitig und werden sich sicherlich auch im Rennen gegenseitig Mut zusprechen.

Von Axel Eifert

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