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„Basketball ist eine riesige Leidenschaft“

MAZ-Serie: „Treue Seele“ „Basketball ist eine riesige Leidenschaft“

Martin Skowronek ist seit gut 20 Jahren im Rathenower Basketball engagiert. Eigentlich ist der 33-Jährige nicht wegzudenken, hatte schon einige Positionen bei den Red Eagles inne und kann in Rathenow durchaus als „Mr. Basketball“ bezeichnet werden.

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Neben organisatorischen Aufgaben im Verein übernimmt Martin Skowronek auch das Training mit jungen Basketballern.

Quelle: fotos: Christoph Laak (2)

Rathenow. Wenn man mit Martin Skowronek über Basketball im Allgemeinen und die Red Eagles Rathenow im Besonderen spricht, kann man durchaus ein Funkeln in seinen Augen erkennen. Basketball sei für ihn nicht einfach nur ein normales Hobby, sondern vielmehr „eine riesige Leidenschaft“, so der 33-Jährige.

Das ist auch verständlich, hat der Hüne schon nahezu jede Position im Verein bekleidet, einige Projekte angeschoben und bereits in jungen Jahren Verantwortung übernommen. Zum Basketball kam Skowronek über eine Schul-AG. „Unser damaliger Schulleiter am Duncker Gymnasium war begeistert von diesem Sport und hat uns das voller Elan vermittelt. Außerdem war es die Hochzeit von Michael Jordan, Basketball somit auch in der öffentlichen Wahrnehmung“, erzählt der gelernte Erzieher. 1995 folgte dann der logische Schritt. Er trat in die Abteilung Basketball der SV Optik Rathenow ein. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und schaffte den Sprung ins Männerteam, mit dem er den Aufstieg in die Regionalliga packte. „Das war eine tolle Zeit, die Halle war meist richtig voll und in Rathenow gab es eine gewisse Basketball-Euphorie“, so der zweifache Familienvater. 2007 übernahm er dann die Abteilungsleitung, wobei damals nur noch 18 Mitglieder beim Basketball waren. Ein Tiefpunkt, wie Skowronek heute rückblickend meint. 2009 folgte dann die Gründung der Red Eagles und damit verbunden der Rückzug aus dem SV Optik. „Es gab gar keine andere Wahl, ansonsten hätten wir den Untergang verwaltet“, meint der Angestellte des Kreissportbundes Havelland.

Danach ging es Stück für Stück wieder aufwärts. Jugendliche wurden wieder für den Verein gewonnen. Daran hatte Martin Skowronek maßgeblichen Anteil. Doch nicht nur als Trainer hatte der 33-Jährige daran mitgearbeitet. Zahlreiche Schul-AG’s hatte er ins Leben gerufen, um so den Verein breiter aufzustellen und 2010 fädelte er eine Kooperation mit ALBA Berlin ein. Nebenbei kümmerte er sich außerdem noch um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins und war auch immer in die Sponsorenakquise aktiv eingebunden. Ein wenig Ungeduld sprudelt dennoch aus ihm heraus, wenn er über die Entwicklung spricht. „Die Entwicklung in den letzten Jahren ist richtig gut. Wir haben mittlerweile über 100 Mitglieder. Aber gemessen an dem, was wir auf die Beine stellen, könnte es manchmal noch etwas schneller gehen.“ Skowronek meint damit, dass Basketball zwar anerkannt, aber noch nicht richtig angekommen sei. „Die Fußball-Vereine brauchen sich um Nachwuchs weniger Sorgen machen, wir müssen um jedes Kind kämpfen“, so der Ur-Rathenower. Zeitweise war der Verein eine „One Man Show“, wie Skowronek erzählt, seine Frau Vivien spannte er als Kassenwartin mit in die Vereinsarbeit ein. „Ich bin zufrieden, dass es jetzt auf mehrere Schultern verteilt ist. Gerade die Arbeit mit Lars klappt sehr gut. Er ist enorm wichtig für die Red Eagles“, erzählt Skowronek. Mit Lars ist Lars Gottschalk gemeint, der seit 2014 den Vorsitz des Vereins von Skowronek übernahm. Die Entwicklung des Vereins bleibt dennoch ein wichtiges Ziel von Martin Skowronek. „Wir sind mit den Basketballern aus Brandenburg die letzte Bastion in Westbrandenburg. Ich denke der Oberliga-Standort wird auch in den nächsten Jahren gesichert sein. Wir müssen es aber schaffen den Randsportcharakter vom Basketball wegzukriegen“, so Skowronek, der sich wünscht, dass „der Zulauf in der Jugend weiterhin so gut bleibt, um den Basketball in Rathenow noch etwas nach vorne zu bringen.“

Die größte Stärke der Red Eagles sei das familiäre Umfeld im Verein. Jeder kann sich einbringen und Ideen vortragen, das Miteinander sei sehr gut ausgeprägt, erzählt Martin Skowronek und hat dabei wieder ein Funkeln in den Augen.

Von Christoph Laak

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