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Der Papa der Handballer im Westhavelland

MAZ-Serie: Treue Seele Der Papa der Handballer im Westhavelland

Harald Brückner ist bei den Männern der SG Westhavelland nicht wegzudenken, egal welche Aufgaben zu erledigen sind, der Mannschaftbetreuer der 1. Mannschaft kümmert sich mit viel Leidenschaft darum. Ein Ende seiner Tätigkeit ist dabei noch lange nicht in Sicht.

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Harald Brückner ist als Mannschaftsbetreuer der SG Westhavelland nicht wegzudenken.

Quelle: Christoph Laak

Premnitz. Er wird nicht umsonst innerhalb seiner Mannschaft liebevoll Papi genannt. Wenn die Handballer der SG Westhavelland irgendein Anliegen haben, Mannschaftsbetreuer Harald Brückner kümmert sich darum.

Seit 1965 gehört er seinem Verein, dem TSV Chemie Premnitz, an. Schon als Jugendlicher hatte Brückner den Handballsport für sich entdeckt. „Es ist einfach ein dynamischer Sport, der mir unheimlich viel Spaß macht“, erzählt der 60-Jährige. Dabei sieht der gebürtige Premnitzer auf den ersten Blick nicht unbedingt wie ein typischer Handballer aus, heute sind diese auf allen Positionen knapp 1,90 m groß. Der Linkshänder, welcher auf der Position des Rechtsaußen zu Hause war, wirkt dagegen eher schmächtig. Knappe 40 Jahre griff Brückner zum runden Leder. „Das ist einfach ein großer Teil meines Lebens.“ Nach der aktiven Karriere übernahm er dann den Posten des Mannschaftsbetreuers und damit auch zahlreiche Aufgaben neben dem Feld. „Das hat sich irgendwie so ergeben, ich bin da so reingerutscht“, erzählt Harald Brückner. Ob beim Passwesen, dem Schreiben der Spielprotokolle oder dem Bereitpacken der Spielkleidung, er erledigt alle anfallenden Dinge äußerst gewissenhaft. „Harald erledigt die 1000 kleinen Dinge, die sonst niemand sieht“, erzählt Peter Reckzeh, Trainer der SG Westhavelland.

Für diesen Verein ist Brückner nach dem Zusammenschluss der Premnitzer und Rathenower Handballer nun tätig. „In beiden Vereinen wurden es immer weniger Leute, da war es nur logisch die Kräfte zu bündeln“, blickt der Kundendienstmonteur für Heizung und Sanitär auf den Zusammenschluss zurück. Wichtig sei für ihn einfach der Mannschaftsgedanke. Man kann nur gemeinsam erfolgreich sein, wie der Verein am Ende heiße, sei doch unwichtig. Neben seinen Aufgaben die den Spieltag direkt betreffen, übt Brückner noch verschiedene Tätigkeiten innerhalb der Mannschaft und des Vereins aus. So besorgt er unter anderem das Tape und den für Handballspieler so wichtigen Kleber. Außerdem kümmert er sich um die Getränke bei und nach den Trainingseinheiten. Zu guter Letzt wird er noch als Bindeglied zwischen der Männermannschaft und dem Vorstand angesehen. Man kann also vollkommen zurecht von einer guten Seele sprechen. „Ich kann mich immer zu 100 Prozent auf ihn verlassen. Somit kann ich mich voll auf die Trainingsarbeit und die Spielvorbereitung konzentrieren“, lobt Peter Reckzeh seinen Mannschaftsverantwortlichen und fügt hinzu: „Harald hat für jeden innerhalb der Mannschaft immer ein offenes Ohr, man kann mit so ziemlich jedem Problem zu ihm kommen.“ Wie lange Brückner die Position des Mannschaftsverantwortlichen noch ausführen möchte, steht für ihn noch nicht fest. Ein Ende ist jedoch noch lange nicht in Sicht. „So lange wie ich gesund bleibe und mir die Aufgabe Spaß macht, werde ich weiter machen. Man will ja was an die jungen Leute weitergeben und bleibt dadurch auch selbst jung“, erklärt der 60-Jährige. Wenn dann doch einmal ein Ende absehbar ist, wird „Papi“ dennoch weiterhin viel Beschäftigung finden, dann als Opa für sein Enkelkind.

Von Christoph Laak

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