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Deutsche Geher auf Kontakt zur internationalen Spitze

Der Falkenseer Nils Brembach geht im nächsten Frühjahr auf die Jagd nach der Olympia-Norm Deutsche Geher auf Kontakt zur internationalen Spitze

Die deutschen Spitzengeher, darunter der Falkenseer Nils Brembach, haben sich im zurückliegenden Jahr weiter gesteigert. Der 22-Jährige macht sich nun Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Rio de Janeiro. Ab dem nächsten Frühjahr wird Nils Brembach auf die Jagd nach der Olympia-Norm auf der 20-Kilometer-Distanz gehen.

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Quelle: Philipp Pohle

Falkensee. Seit Jahren steigern sich die besten deutschen Geher, zu denen auch Nils Brembach aus Falkensee gehört. Mittlerweile hat das Team, zu dem auch Brembachs Vereinskollegen Christopher Linke, Hagen Pohle und Nils Christopher Gloger vom SC Potsdam gehören, Kontakt zur internationalen Spitze aufgebaut. „Geht die Entwicklung so kontinuierlich weiter wie in den vergangenen Jahren, wird eine schlagkräftige Geher-Truppe bei den Olympischen Spielen am Start gehen“, heißt es im großen Disziplin-Check für das Jahr 2015 auf der Homepage des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Als deutscher Spitzengeher gilt Christopher Linke. Dem deutschen Meister über 20 Kilometer gelang aber nach Rang neun bei den Weltmeisterschaften 2013 und Rang fünf bei den Europameisterschaften 2014 bei der diesjährigen WM in Peking aber nicht das erhoffte nächste Top-Resultat. Nach einem Infekt unmittelbar vor den Welttitelkämpfen reichte es dort für den 27-Jährigen nur zu Rang 38. Trotzdem gilt Linke, wenn er gesund durch die Vorbereitung kommt, als erster Kandidat für eine angestrebte Top-Acht-Platzierung bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro im nächsten Jahr.

Der Falkenseer Nils Brembach sorgte bei den Deutschen Meisterschaften über 10 000 Meter für ein spannendes Duell mit seinem Trainingspartner Christopher Linke (39:04,82 Minuten) und wurde in 39:10,61 Minuten Zweiter. Der 22-Jährige holte sich aber den deutschen Meistertitel über 20 Kilometer in neuer Bestzeit von 1:21:21 Stunden und sicherte sich damit das Ticket für die Weltmeisterschaften. Bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn kam Nils Brembach auf den sechsten Platz, bei seiner WM-Premiere in Peking erreichte der Falkenseer den 34. Rang. Beide Male hatte er sich insgeheim ein wenig mehr erhofft.

Hagen Pohle, ebenfalls vom SC Potsdam, war auf Platz 18 der beste deutsche Geher bei der WM. Zum Jahresabschluss schaffte er bei den Deutschen Meisterschaften in Andernach in 3:51:18 Stunden die Olympia-Norm über 50 Kilometer. Carl Dohmann aus Baden-Baden war in 3:50:12 Stunden sogar noch schneller und kann ebenfalls schon für die Spiele in Rio de Janeiro planen.

Nils Brembach wird im Frühjahr versuchen, die Olympia-Norm über 20 Kilometer zu knacken. Diese steht bei 1:21:15 Stunden. Brembach müsste seine Bestleistung aus diesem Jahr (1:21:21) also noch ein wenig steigern. „Das wird nicht so einfach, da muss schon alles passen“, sagte Brembach, der einst beim TSV Falkensee mit der Leichtathletik begann.

Im kommenden Olympia-Jahr 2016 wollen sich die deutschen Spitzengeher gegenseitig weiter vorantreiben. „Wir werden neue Trainingsanreize setzen“, sagte Bundestrainer Ronald Weigel, der wie ein Großteil seiner Schützlinge in Potsdam stationiert ist. Die Weltspitze sei noch ein Stück entfernt. Weigel: „Wir werden im Training Qualität und Quantität steigern. Alle Athleten sind bereit dafür. Sie wissen, um was es geht. Wir möchten in Rio vier bis fünf Athleten dabei haben und dort auch erfolgreich sein. Eine Platzierung in den Top Acht und eine weitere in den Top Zwölf wäre toll.“

Ende dieses Monats geht es für die deutschen Spitzengeher, darunter auch Nils Brembach, ins Trainingslager nach Südafrika. Dort sollen die Grundlagen für die weiteren Angriffe auf die Olympianorm gelegt werden.

Von Axel Eifert

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