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Generalprobe in Rio

Annika Bochmann startet bei der vorolympischen Regatta Generalprobe in Rio

Fast genau ein Jahr vor den Sommerspielen in Rio de Janeiro findet vom 16. bis 22. August auf dem dortigen olympischen Segelrevier in der Guanabara-Bucht die vorolympische Regatta statt. In der 470er Klasse der Frauen wird Deutschland dabei von Steuerfrau Annika Bochmann aus Falkensee und ihrer Berliner Vorschoterin Marlene Steinherr vertreten.

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Annika Bochmann (l.) und Marlene Steinherr steigen am Mittwoch in den Flieger nach Rio. Die Regatta startet dort am 16. August.

Quelle: Privat

Falkensee. Morgen steigen Annika Bochmann und Marlene Steinherr in den Flieger nach Rio de Janeiro. Die beiden Seglerinnen aus Falkensee und Berlin machen sich auf den Weg nach Rio de Janeiro. Dort wird ein Jahr vor den großen Olympischen Sommerspielen vom 16. bis 22. August die vorolympische Regatta ausgetragen, sozusagen die Generalprobe für das sportliche Großereignis in zwölf Monaten.

Das Ticket nach Rio haben Steuerfrau Annika Bochmann und ihre Vorschoterin Marlene Steinherr, die in der 470er Klasse der Frauen segeln, mit ihrem achten Platz beim Weltcup im Aprils dieses Jahres im französischen Hyeres gebucht. Dort waren sie das beste deutsche Boot in ihrer Klasse ebenso wie bei ihrem vierten Platz Anfang Juli bei den Europameisterschaften im dänischen Aarhus.

Der Austragungsmodus bei der vorolympischen Regatta ist der gleiche wie in einem Jahr bei den großen Olympischen Spielen. Das Starterfeld in der 470er Klasse der Frauen ist auf 20 Boote begrenzt. Aus jedem Land ist nur ein Team startberechtigt. Annika Bochmann und Marlene Steinherr peilen einen Platz im Mittelfeld, möglichst unter den ersten Zehn an. Zwar hat das Rennen keinerlei Bedeutung für die interne deutsche Olympiaqualifikation, in der Bochmann/Steinherr nach der EM in Führung liegen. Auch die Länder-Quotenplätze für die Olympiaregatta im nächsten Jahr, den sich Deutschland noch sichern muss, wird bei dem vorolympischen Wettbewerb nicht vergeben. Dies wird erst bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Israel geschehen. Aber ein gutes Abschneiden bei der vorolympischen Regatta kann für das Team aus Falkensee und Berlin sicherlich nicht von Nachteil sein. Als Favoriten gelten die Neuseeländerinnen Jo Aleh und Polly Powrie, die sich schon 2012 im britischen Weymouth den Olympiasieg geholt hatten sowie Hannah Mills und Saskia Clark aus Großbritannien.

So eine Regatta in Übersee wie in Rio de Janeiro ist für das deutsche Team Annika Bochmann und Marlene Steinherr mit einem erheblichen Aufwand verbunden. So mussten sie ihr Zweitboot schon vor der EM in Aarhus per Container in Richtung Brasilien verschicken. Bis zu sechs Wochen kann es dauern, ehe das Boot dann am Zielort angekommen ist. Zudem ist der Transport nicht gerade billig. Unter einer vierstelligen Summe ist für das Verschicken eines Segelbootes nicht zu machen. Auch deshalb sind Annika Bochmann und Marlene Steinherr auf Sponsoren angewiesen, die sie mit Crowdfounding im Internet auf der Plattform von Monaco Sports suchen. Wenn dort zum Beispiel ein Unterstützer mehr als 1000 Euro gibt, wird er von den beiden Seglerinnen zu einem Törn auf dem Wannsee eingeladen.

Viel geschrieben worden ist in hiesigen Zeitungen in den vergangenen Wochen und Monaten, dass das olympische Segelrevier vor Rio de Janeiro stark verschmutzt sei. Die 380 Quadratkilometer große Guanabara-Bucht gleiche einer Kloake – voller Müll, Fäkalien und Tierkadavern – und es bestehe erhebliche Sorge um die Gesundheit der Sportler, heißt es. Annika Bochmann gab aber Entwarnung: „Wir waren schon mal zum Training dort. Sicherlich ist die Bucht verschmutzt, aber unsere Wettkampfstrecke liegt weiter außerhalb und dort ist es einigermaßen sauber“, sagte sie.

Von Axel Eifert

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