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„Let’s go Eagles, let’s go“

MAZ-Serie: Stimme der Region „Let’s go Eagles, let’s go“

Marcus Stoffregen ist seit drei Jahren Hallensprecher bei den Rathenower Basketballern. Doch neben dem Ansagen von Spielernamen ist er während eines Heimspiels noch für mehrere Aufgaben verantwortlich.

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Marcus Stoffregen zeigt einen erfolgreichen Drei-Punkt-Wurf der Rathenower an.

Quelle: C. Laak

Rathenow. Das Licht geht aus und die Lautstärke senkt sich deutlich in der Rathenower Havellandhalle. Die Ruhe wird durch eine Stimme unterbrochen. Es ist die Stimme von Marcus Stoffregen. „Hier kommen die Jungs auf die ihr die ganze Woche gewartet habt. Hier kommen eure Red Eagles Rathenow“, ruft der 26-jährige in sein Mikrofon. Die Stimmung in der Halle erlebt zum Punktspiel der Red Eagles gegen den RSV Stahnsdorf II seinen ersten Siedepunkt. Jeden Spieler der Rathenower Basketballer moderiert der Hallensprecher individuell und mit viel Witz an. Seit drei Jahren macht er das nun schon bei den Heimspielen der Korbjäger in der Oberliga. „Damals sind Leute aus dem Verein einfach auf mich zu gekommen, meinten, dass ich gut quatschen kann und daher einen guten Hallensprecher darstellen könnte“, erzählt der gebürtige Rathenower. Zwar war beim ersten Spiel eine gewisse Nervosität vorhanden, aber das legte sich schnell, so Stoffregen.

Mittlerweile ist er als Stimme bei den Red Eagles gar nicht mehr wegzudenken und das, obwohl der Ergotherapeut, welcher bei den Rathenower Havelland Kliniken angestellt ist, eigentlich vom Kanusport kommt. „Ich habe zwölf Jahre Leistungssport im Kanu betrieben, bin dann aber im Alter von 17 Jahren durch meinen besten Kumpel zum Basketball gekommen und habe mein Herz an diesen Sport verloren“, sagt der Mann mit der markanten Stimme. Zunächst war Stoffregen selbst aktiv. In der Jugend und der 1. Männermannschaft spielte er aktiv, ehe er sich vor drei Jahren in die 2. Mannschaft des Vereins zurückzog und dort mittlerweile nur noch sporadisch aushilft. Die Prioritäten haben sich verschoben und die Moderation der Heimspiele genießt Vorrang. Mittlerweile fahren Stoffregen und „sein DJ“ Stephan Lutz, der für die Musik vor und nach dem Spiel sowie die Einspieler während der Partie zuständig ist, ordentlich Technik auf, um eine gute Tonqualität zu gewährleisten. „Wir haben ganz primitiv angefangen und CD’s abgespielt. Das kann man mit unserem heutigen Standard gar nicht vergleichen“, erzählt Stoffregen, der sich aus Aberglauben vor den Partien seiner Mannschaft nicht rasiert. Viel Vorbereitung ist für die Spiele nicht nötig. Zwar müssen aktuelle Musik ausgesucht und Jingles vorbereitet werden, aber die Zeit halte sich in Grenzen. Außerdem bespricht sich der Rathenower Hallensprecher vor jedem Spiel mit dem Schiedsgericht. Auch bei den Halbzeitshows, wo Freiwurf-Wettbewerbe oder Verlosungen durchgeführt werden, ist der 26-Jährige mit vollem Engagement dabei. Während des Spiels treibt er die Zuschauer immer wieder mit dem Ruf „Let’s go Eagles, let’s go“ an.

Basketball sei für ihn eine Lebenseinstellung, die sein gesamtes Leben beeinflusse. „Ein großer Teil meines Freundeskreises kommt aus den Reihen der Red Eagles. Das ist ein Stück weit Familie“, erklärt der Mann am Mikro. Wie lange er das noch machen möchte? „So lange die Leute mich hören wollen und ich Spaß daran habe, werde ich die Spiele moderieren.“ Am Ende des Spiels wird es nochmals kurz leise, die Eagles haben verloren, aber Stoffregen erhebt noch einmal die Stimme und verabschiedet die Zuschauer bis zum nächsten Heimspiel in der Rathenower Havellandhalle.

Von Christoph Laak

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