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Nervenkitzel mit Weihnachtsgeschenk

Red Eagles schlagen Brandenburg mit 82:75 Nervenkitzel mit Weihnachtsgeschenk

Es war das erwartet leidenschaftliche Derby. Vor großem Publikum schenkten sich die Basketballer der Red Eagles Rathenow und der Baskets Brandenburg lange Zeit nichts. Am Ende konnten sich die Rathenower durchsetzen und haben damit einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaftsrunde gemacht.

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Marco Ritter (l.) steuerte gegen Brandenburg 22 Punkte zum Sieg bei.

Quelle: Christoph Laak

Rathenow. Pünktlich um 18.45 Uhr war die Rathenower Havellandhalle, welche von den Eagles liebevoll in „Havellandhölle“ umgetauft wurde, am Samstagabend gut gefüllt mit dem, was sie auszeichnet: Einem knapp 300-Mann starken Publikum, das schon bei der Spielervorstellung lautstark von sich hören ließ. Doch bevor es auf dem Parkett zur Sache ging, wurde pünktlich zu Weihnachten ein Geschenk der anderen Art übergeben. Im Juni feierten die Rathenower Basketballer ihr Sommerfest anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens eine Nummer größer und gemeinsam mit dem Hilfsprojekt „Basketball-Aid.“ Der Erlös von Werbeartikeln sowie gesammelte Spenden der Abendveranstaltung wurden mit einem symbolischen Spendenscheck an den Verein Kinderleben e.V. in Berlin übergeben, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Arbeit und Ausstattung von Kinderkrebskliniken zu unterstützen. Im Januar möchte eine kleine Eagles-Delegation persönlich den Scheck über 778,28 Euro überbringen. Doch nun galt es erst mal, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen und das tat Oliver Brätsch mit den ersten Punkten für die Eagles. Ex-Rathenower Matthias Jagla hatte die Antwort per Sprungwurf parat. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit einem offenen Schlagabtausch, bei dem die Baskets mit hervorragender Trefferquote glänzten. Bei den Adlern ging der Ball direkt wieder unter den Korb, wo Marco Ritter und Marius Krüger trafen, dennoch übernahmen die Gäste das Spiel und bauten sich eine 9-Punkte Führung auf. Brätsch, dem an diesem Tag scheinbar alles gelingen sollte, startete die Aufholjagd mit Krüger und durch ein freches Dreipunktspiel von Neumann war man wieder auf vier Punkte dran. Jagla nutzte die letzten drei Sekunden des 1. Viertels für einen erfolgreichen Dreier zum 21:22. In Abschnitt zwei das gleiche Bild.

Die Baskets blieben schnell und hochkarätig, während die Adler scheinbar mit gestutzten Flügeln spielten. Ballverluste und vergebene Korbleger prägten das Spiel der Rathenower. Nur drei Körbe in sieben Minuten bedeuteten einen 27:37-Rückstand. Doch nun schien Ritter warmgelaufen und motivierte damit auch die Mitspieler in der Defensive. Sechs Punkte und vier von Brätsch, dazu eine felsenfeste Verteidigung, ließen ein ausgeglichenes 37:37 auf der Anzeigentafel leuchten. In der Halbzeitpause versüßte das Duo „Holzblume“ mit zwei wunderschönen Weihnachtssongs die Wartezeit, während Kaprzyk seine Mannen einschwor, in der Verteidigung nicht locker zu lassen und offensiv weiter die großen Leute zu suchen.

Gesagt, getan, möchte man meinen. Vorne lief der Ball nun gut und man fand in Ritter und Neumann dankbare Abnehmer, doch defensiv bekam man die wieselflinken Brandenburger nicht in den Griff. Reihenweise holte man sich nun die Fouls ab und schickte die Baskets an die Linie. Es wurde merklich ruppiger auf dem Parkett und die Unparteiischen hatten ihre liebe Mühe, die Gemüter zu beruhigen. Die Führung wechselte nun ständig, aber den Nutzen daraus zogen zunächst die Gäste. Mit knappem 53:51-Vorsprung konnten sie in die letzte Viertelpause gehen. Die Baskets blieben weiter bissig und treffsicher, doch für die Adler brachte Neumann offensiv frischen Wind. Zwei schnelle Korbleger in Folge und sein Dreier, als Notwurf unter Bedrängnis, hielten die Adler in Schlagdistanz. Das Spiel entwickelte sich zum hartumkämpften Krimi. 58:58 stand es nach 33 Minuten, doch nun fassten sich Ritter und Krüger noch mal ein Herz. Letzterer traf den Korbleger mit Foul, auch den Bonusfreiwurf brachte er im Korb unter und damit seine Farben mit 66:62 in Front.

Nun standen die Gäste defensiv unter Druck und schienen unzufrieden mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Altenkirch holte sich ein technisches Foul ab und auch bei der nächsten Aktion gestikulierte man wild auf der Gästebank. Zu viel für Schiedsrichter Lochner, der gleich das nächste technische Foul verhängte. Jagla und Brätsch bauten die Führung derweil per Freiwurf weiter aus, ehe Ritter das Heft in Hand nahm. Er erzielte in der 37. Minute gleich sechs Punkte in Folge und brachte den Adlern damit ein 75:66 Polster. Sollte das reichen für den Sieg? Kurz darauf musste Kasprzyk das Feld mit seinem 5. Foul verlassen und die Baskets standen wieder an der Linie.

Das Team aus Brandenburg gab nicht auf und konterte noch einmal, doch einfache Punkte wurden nun nicht mehr zugelassen. Das bekamen auch die Adler zu spüren, denn in der letzten Spielminute mussten Ritter, Jagla und auch Neumann das Parkett mit ihren jeweils 5. Foul verlassen. Die dazugehörigen Freiwürfe nutzten die Brandenburger nur spärlich aber ein Drei-Punktewurf fand sein Ziel und ließ die Havellandhölle 35 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 78:73 noch einmal zittern. Doch der mehrmals gefoulte Brätsch blieb an diesem Tag fehlerfrei. Zehn Freiwürfe aus zehn Versuchen netzte er ein und brachte die Adler damit schlussendlich auf die Siegerstraße.

Die letzten beiden getroffen Würfe von Altenkirch waren dann nur noch Ergebniskosmetik zum 82:75-Endstand für die Red Eagles Rathenow.

Von Martin Skowronek

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