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Olympia in Rio de Janeiro im Visier

Geher Nils Brembach will Norm über 50 Kilometer schaffen – Annika Bochmann und Marlene Steinherr bei WM in Haifa Olympia in Rio de Janeiro im Visier

Zwei Sportler aus Falkensee können in den nächsten Tagen der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ein großes Stück näher kommen. Geher Nils Brembach will am Sonnabend die Norm über 50 Kilometer (3:52 Stunden) schaffen. Seglerin Annika Bochmann kämpft ab Montag bei der WM in der 470er Klasse in Israel um den Olympia-Nationenstartplatz.

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Annika Bochmann (l.) und Marlene Steinherr nehmen ab Montag an der Segel-WM der 470er Klasse der Frauen in Haifa (Israel) teil.

Quelle: FOTO: Privat

Falkensee. Die Teilnahme an Olympischen Spielen ist der Traum eines jeden Sportlers. Zwei Athleten aus Falkensee besitzen realistische Chancen, bei den Sommerspielen im nächsten Jahr in Rio de Janeiro dabei zu sein. Zuvor müssen Geher Nils Brembach und Seglerin Annika Bochmann aber noch schwierige Qualifikationshürden überwinden. Schon in den nächsten Tagen können die beiden Sportler aus Falkensee der Olympiateilnahme in Rio de Janeiro ein entscheidendes Stück näher kommen.

Nils Brembach startet am Sonnabend bei den deutschen Meisterschaften über 50 Kilometer in Andernach (Rheinland-Pfalz). „Dort will ich den ersten Angriff auf die Olympianorm starten“, sagte der Athlet vom SC Potsdam, der einst beim TSV Falkensee mit der Leichtathletik begann. Die vom Deutschen Leichathletik-Verband (DLV) festgelegte Zeit, die er schaffen muss, liegt bei 3:52 Stunden. Die persönliche Bestleistung von Nils Brembach über die Marathondistanz der Geher steht bei 3:54 Stunden, erzielt im vorigen Jahr in Naumburg, als er sich den deutschen Meistertitel geholt hatte.

Allein die Erfüllung der Olympianorm bedeutet aber noch nicht automatisch die Teilnahme in Rio de Janeiro, denn nur drei deutsche Athleten dürfen dort an den Start gehen. Mit Christopher Linke, Nils Pohle und Nils Christopher Gloger aus dem eigenen Club SC Potsdam sowie Carl Dohmann aus Baden-Baden, dem 50-Kilometer-Meister von 2013, hat Nils Brembach ambitionierte Konkurrenten. Schafft der Falkenseer in Andernach nicht die Olympia-Norm, will er im nächsten Jahr versuchen, das Limit für die 20-Kilometer-Distanz zu schaffen. Dort beträgt die vom DLV geforderte Zeit 1:21:15 Stunden. Dazu müsste Nils Brembach seine Bestleistung aus dem vorigen Jahr um sechs Sekunden verbessern. „Das wird nicht so einfach, da muss schon alles passen“, meinte er. Unmöglich ist es aber nicht. Immerhin haben die vier Geher vom SC Potsdam vereinbart, sich bei der Erfüllung der Olympianormen gegenseitig nach vorn zu pushen.

Am Montag beginnt in Haifa (Israel) die Segel-Weltmeisterschaft in der 470er Klasse der Frauen, bei der es für die Falkenseer Steuerfrau Annika Bochmann und ihre Vorschoterin Marlene Steinherr aus Berlin neben einer guten Platzierung darum geht, den Nationenstartplatz für Deutschland bei den Olympischen Spielen zu sichern. In Rio de Janeiro ist das Starterfeld in dieser Klasse auf 20 Boote begrenzt, wobei jedes Land nur ein Team stellen kann. Zwölf Olympiastartplätze sind in der 470er Klasse der Frauen bereits vergeben, Deutschland ist nicht darunter. Bei der WM in Haifa geht es um drei weitere Nationenplätze für Rio. Seglerinnen aus 13 Ländern bewerben sich dort darum. Neben Deutschland sind das Australien, Kanada, Chile, Spanien, Finnland, Griechenland, Israel, Italien, Polen, Portugal, die Schweiz und die Türkei. Auch für die Segel-Frauen der 470er Klasse gibt es im nächsten Jahr noch eine weitere Olympia-Chance, denn bei der Prinzessin-Sofia-Regatta in Palma de Mallorca geht es bei der Europa-Qualifikation noch um einen Nationenstartplatz für Rio.

Neben Annika Bochmann und Marlene Steinherr bewerben sich mit Annina Wagner/Lisa Panuschka und Nadine Böhm/Ann-Christin Goliass noch zwei weitere deutsche Frauen um die Olympia-Teilnahme im nächsten Jahr. Auch sie können für Deutschland den Nationenstartplatz holen. Wer dann allerdings bei der olympischen Regatta im nächsten Jahr dabei ist, entscheidet sich in der internen nationalen Qualifikation, die bei drei internationalen Wettkämpfen (EM 2015, WM 2015 und EM 2016) ausgetragen wird. Dabei haben Annika Bochmann und Marlene Steinherr nach ihrem vierten Platz bei der Europameisterschaft in diesem Jahr in Aarhus (Dänemark) derzeit die Nase vorn.

Von Axel Eifert

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